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Vredo führt neuen Gülle-Selbstfahrer VT7028 und neuen Flex-Tank ein

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Artikel eingestellt am:
12.2.2018, 7:27

Quelle:
ltm-KE, Bilder: Vredo Dodewaard B.V.
www.vredo.nl

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Vredo präsentierte auf der Agritechnica 2017 mit dem neuen VT7028 den Nachfolger des Gülle-Selbstfahrers VT5518 mit stufenlosem CVT-Getriebe. Der laut Vredo komplett neu entwickelte Gülle-Trac ist als VT7028-2 in zweiachsiger und als VT7028-3 in dreiachsiger Ausführung erhältlich.

Deutlich angehoben hat Vredo die Motorleistung bei seinem Gülle-Selbstfahrer. Waren es beim VT5518 nach Herstellerangaben noch 405/550 kW/PS Motorleistung, sind es beim neuen VT7028 laut Vredo (ohne Angabe einer Norm) 505/687 kW/PS, die der Deutz V8-Zylinder-Motor TCD 16.0 V8 bei 1.800 U/min bereitstellt. Der Motor mit knapp 16 l Hubraum bietet laut Hersteller zudem ein maximales Drehmoment von 2.890 Nm bei 1.400 U/min. Ein modulares Abgas-Nachbehandlungssystem (EAT) mit SCR-Technik verhilft dem Motor zur Einhaltung der Abgasnorm EU Stufe IV beziehungsweise Tier 4 final. Der Adblue-Tank hat beim VT7028 laut Vredo ein Volumen von 85 l, der Kraftstofftank fasst 650 l Diesel.

Selbstverständlich setzt Vredo auch beim VT7028 auf ein leistungsverzweigtes stufenloses Getriebe eigener Entwicklung. Das Vredo VVT700 CVT ist nach Herstellerangaben für eine Motorleistung von 700 PS ausgelegt und bietet vorwärts zwei Fahrbereiche von 0 bis 20 km/h beziehungsweise 0 bis 40/50 km/h und rückwärts einen Fahrbereich von 0 bis 15 km/h. Eine vom Getriebe angetriebene zuschaltbare mechanische Heckzapfwelle, die laut Vredo die volle Motorleistung übertragen kann, und eine direkt vom Motor angetriebene mechanische Frontzapfwelle sind auf Wunsch lieferbar. Der VT7028 verfügt über einen permanenten Allradantrieb, wobei der Dreiachser VT7028-3 zusätzlich zu den Differenzialsperren in den Achsen mit einem sperrbaren Längsdifferenzial ausgestattet ist. Dafür gibt es beim Zweiachser VT7028-2 sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse eine hydraulische Federung – laut Vredo ist der VT7028-2 der einzige vollgefederte Gülle-Trac –, während der VT7028-3 über eine hydraulisch gefederte Vorderachse und pendelnd aufgehängte Hinterachsen verfügt. Fahren im Hundegang ist bei der zweiachsigen wie bei der dreiachsigen Ausführung des VT7028 möglich, die Heck-Dreipunkt-Hydraulik ist hierfür mit einer automatischen Schwenkeinrichtung ausgestattet. Für legale Fahrten auf öffentlichen Straßen in Deutschland mit schweren Verteilern respektive Anbaugeräten im Heck ist für den VT7028-2 eine zusätzliche Hilfsachse unter dem Fahrzeugrahmen auf Wunsch erhältlich. Ebenfalls als Option sind jetzt neu noch breitere Reifen der Dimension 1250/50 R 32 verfügbar. Motor und Getriebe sind als Einheit im Fahrzeugrahmen zwischen den Achsen montiert, so dass sich einerseits ein niedriger Schwerpunkt sowie eine optimale Gewichtsverteilung ergeben und andererseits eine ebene Ladefläche für eine inzwischen Vielzahl an Aufbauten realisiert werden konnte.

Zweifelsohne liegt der Fokus beim Vredo Trac VT7028 nach wie vor auf der Gülleausbringung. Für den VT7028-2 wird ein Gülletank mit 21.000 l, für den VT7028-3 mit 32.000 l Fassungsvermögen laut Hersteller angeboten. Neu für den VT7028-3 ist der so genannte Flex-Tank. Der Flex-Tank besteht aus einem gegenüber dem Standardtank 50 cm schmaleren Polyestertank mit laut Vredo 25.000 l Volumen und einem auf diesem montierten flexiblen Güllesack mit laut Hersteller 7.000 l Inhalt, insgesamt also ebenfalls 32.000 l Fassungsvermögen. Beim Befüllvorgang wird der Güllesack automatisch mit befüllt und ausgefahren, beim Entleeren senkt er sich automatisch wieder ab. Im Feldeinsatz wird der Sack durch hochklappbare Schienen rundherum geschützt. Der Vorteil des Flex-Tankes besteht darin, dass durch die schmalere Bauweise bei der Straßenfahrt selbst mit montiertem 30 m Schleppschlauch- oder Schleppschuhverteiler eine maximale Transportbreite von 3 m eingehalten werden kann, ohne beim Feldeinsatz auf Tankvolumen verzichten zu müssen. Die Vogelsang-Drehkolbenpumpe bietet bei allen Gülle-Aufbau-Varianten nach Herstellerangaben eine Förderleistung von 12.000 l/min. Für noch mehr Leistung beim Übersaugen der Gülle von Zubringern oder Feldrandcontainern gibt es als neue Wunschausstattung eine oben auf dem Andockarm montierte Zentrifugal-Pumpe, mit der laut Vredo Überladeleistungen von bis zu 16.000 l/min möglich sind.

Mit weiteren Aufbauten möchte Vredo das Einsatzspektrum seines Tracs über die Gülleausbringung hinaus erweitern. Für den schnellen Wechsel der Aufbauten ist die Ladeplattform mit sechs (VT7028-3) beziehungsweise vier (VT7028-2) Twistlock-Aufnahmepunkten versehen, die zudem die Möglichkeit des Einbaus von Wiegestäben bieten. Einer der Aufbauten, die Vredo vorsieht, ist ein Universalstreuer von Tebbe, der laut Hersteller beim VT7028-2 eine Kapazität von 18 m³ beziehungsweise 25 t und beim VT7028-3 von 27 m³ respektive 35 t bietet. Der Antrieb des Streuers über die mechanische Heckzapfwelle soll einen wirtschaftlichen Einsatz ermöglichen. Als weitere Aufbau-Varianten sind laut Vredo verschiedene Transportaufbauten für Zuckerrüben, Kartoffeln, Getreide, Häckselgut, etc. möglich. Die optionale Frontzapfwelle ermöglicht den Einsatz des VT7028 als Holzhäcksler mit Häckselaufbau auf der Ladefläche und Holzhäcksler im Frontanbau. Der Holzhäcksler wird dabei entweder direkt am Fahrzeugrahmen oder an der auf Wunsch erhältlichen Front-Dreipunkt-Hydraulik montiert. Darüber hinaus bewirbt Vredo seinen Trac als ideales Fahrzeug für die Verteilung und Verdichtung von Silage auf dem Fahrsilo mit in der Front-Dreipunkt-Hydraulik angebautem Schiebeschild; durch die hohe Zugkraft, die das CVT-Getriebe bereitstellt, sollen hierbei ebenso hohe Leistungen realisierbar sein. Auch als Schwerlast-Zugmaschine/Schlepper soll der VT7028 dank Ballastiermöglichkeit auf der Ladefläche geeignet sein.

Die Kabine des neuen Vredo VT7028 Gülle-Tracs stammt von Claas und bietet Annehmlichkeiten wie eine pneumatische Federung, Klimaautomatik und einen luftgefederten Grammer Maximo Super-Komfortsitz mit Bedienarmlehne inklusive Multifunktions-Joystick und Terminal. Als Optionen bietet Vredo für seinen Gülle-Selbstfahrer unter anderem eine automatische Reifendruckregelanlage, ein GPS-Lenksystem von Trimble oder John Deere sowie einen NIR-Gülle-Nährstoffsensor ebenfalls von John Deere an.

Zehn der neuen VT7028 Gülle-Selbstfahrer will Vredo nach eigenen Angaben für die kommende Güllesaison 2018 bauen.

Autor: Klaus Esterer

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