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Case IH stellt neue Flaggschiff Mähdrescher der Serie 250 vor

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Artikel eingestellt am:
05.8.2018, 7:25

Quelle:
ltm-ME

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Case IH präsentiert mit der neuen Axial Flow Baureihe 250, bestehend aus den Modellen 7250, 8250 und 9250, Mähdrescher mit 18 % größerer Hubkapazität, einer hydraulischen Stirnplattenverstelleinrichtung und dem neuen Automatiksystem AFS. Die neue Serie 250 (die 2019 unterwegs sein soll) ersetzt die bisherigen Modelle 7240, 8240 und 9240.

Unverändert setzt Case IH bei den Axial-Flow-Mähdreschern der Baureihe 250 auf 6-Zylinder-FPT-Motoren mit 11,1 l, 12,9 l und 15,9 l Hubraum, die die Abgasnorm der EU Stufe IV durch den Einsatz von SCR erfüllen. Im 7250 bietet der Motor eine Maximalleistung von 366/498 kW/PS, im 8250 von 420/571 kW/PS und im 9250 von 466/634 kW/PS (Leistungsangaben sind Herstellerangaben nach ECE R120). Der Kraftstofftank fasst in den Modellen 7250 sowie 8250 1.125 l und im 9250 1.200 l, der AdBlue-Tank aller Modelle 166 l.

Verbesserungen hat die neue Case IH Mähdrescher-Serie 250 am Fahrantrieb zu verzeichnen: Der neue hydrostatische Fahrantrieb verfügt über einen Feld- und einen Straßenmodus und bietet zwei während der Fahrt schaltbare Fahrbereiche mit 18 km/h Höchstgeschwindigkeit oder 20 respektive 30 km/h. Case IH betont, dass die Geschwindigkeitsregelung die mit dem skalierbaren Geschwindigkeitsregler eingestellte Geschwindigkeit trotz wechselnder Bodenbedingungen konstant hält. Der neue Fahrantrieb soll das Steigvermögen bei Straßenfahrt um bis zu 30 % erhöhen. Die Differentialsperre wird nicht mehr durch ein Pedal, sondern eine elektrische Taste am Boden aktiviert und neue ölgekühlte Scheibenbremsen kontrollieren die Bremswirkung gerade bergab zuverlässiger.

Um bis zu 13,5 m breite Bandschneidwerke oder 18-reihige Maispflücker aufnehmen zu können, hat Case IH neben der serienmäßigen 5,2-t-Version eine optionale Schrägförderer-Version mit 6,1 t Hubkraft konzipiert, die über eine Steinfangmulde mit aktiver Abscheidung verfügt. Bei Maschinen ohne Raupenlaufwerk befindet sich unter dem Schrägförderer eine dritte Achse, um die Achslast-Anforderungen der StVO zu erfüllen. Zur besseren Führung des 13,5-m-Draper-Schneidwerkes lässt sich außerdem ab Werk eine Hangparallelverstellung bestellen. Die erhöhte Hubkraft wird übrigens durch HD-Schrägförderer-Zylinder erzielt.
Um die Ernteeffizienz in niedrig wachsenden Kulturen und hohen Beständen zu erhöhen, kann der Anstellwinkel des Schneidwerkes optional hydraulisch um bis zu 11,9 Grad verstellt werden (eine manuelle Schneidwinkelverstellung gehört zur Serienausstattung). Case IH ist überzeugt, durch die verbesserte Schnitthöhensteuerung auch das Ansprechverhalten und die Bodenführung optimiert zu haben.
Eher in den Bereich der elektronischen Finessen gehört das GRAS-System (geschwindigkeitsabhängige adaptive Empfindlichkeitsregelung), das die Höhenempfindlichkeit des Scheidwerkes an die Geschwindigkeit anpasst. So wird die Systemempfindlichkeit bei sinkender Geschwindigkeit gesenkt und bei steigender erhöht, um die Ansprechempfindlichkeit des Schneidwerkes konstant zu halten.

Für die Strohverteilung lassen sich die Case IH Mähdrescher der Serie 250 mit dem X-tra Chopping System ausrüsten, bei dem das Stroh erst im internen MagnaCut-Häcksler zerkleinert wird, um dann zusammen mit der Spreu gehäckselt und mit Hilfe eines Luftstromes über die gesamte Arbeitsbreite verteilt zu werden. Bei der neuen Axial Flow Serie 250 kann dieses System nun nicht nur mit der Kabinen-Bedienkonsole betätigt werden, sondern auch mit einem neuen Fernschalter vom Boden aus; das soll den Zugang zum Motordeck erleichtern.

Hauptnovum der neuen Case IH Mähdrescher der Serie 250 ist allerdings das verbesserte AFS Harvest Command, das durch mehr Sensoren die Produktivität der Ernte auch bei weniger versierten Fahrer*Innen deutlich steigern soll. Sechzehn Sensoren inklusive einer neuen Korn-Kamera überwachen den Mähdrescher und passen sieben Einstellungen an, um Druschleistung und Kornqualität auf hohem Niveau zu halten. Nach Unternehmensangaben lässt sich AFS Harvest Command aktuell in Weizen, Raps, Mais und Sojabohnen einsetzten.
Das neue Automatiksystem AFS Harvest Command ist in drei Versionen erhältlich: in der Basisversion mit Erntegut-Einstellautomatik (ACS), in einer mittleren Ausstattung mit Feedrate Control (Einzugsgeschwindigkeitssteuerung) und der Top-Version mit Kontrolle der Kornqualität.

Die Erntegut-Einstellautomatik passt Gebläsedrehzahl und Korbabstand an die gewählte Fruchtart an. Einstellungen des Mähdreschers lassen sich während der Fahrt ändern und speichern.

Die Einzugsgeschwindigkeitssteuerung reagiert auf die Bestandsdichte. Die*Der Fahrende bestimmt maximale Motorlast und Fahrgeschwindigkeit und entscheidet, ob er mit geringstmöglichen Verlusten, maximaler Durchsatzleistung oder konstanter Durchsatzleistung dreschen möchte. ACS steuert dann den Mähdrescher entsprechend. Case IH betont, dass sich Feedrate Control als unabhängiges System in allen Fruchtarten einsetzen lässt.

Die Top-Version mit vollem AFS Harvest Command Automatikumfang passt nicht nur Dresch und Reinigungsssystem an, sondern überwacht auch die Verluste. Die Daten für diese Kontrolle liefern Verlustsensoren, Drucksensoren am Sieb und die erwähnte Korn-Kamera, die durch multispektrale Lichtemmission Bruchkorn und Verunreinigungen erkennt. Mit Hilfe von fünf Lichtspektren wird freiliegende Stärke erkannt – ist die Kamera verunreinigt, erscheint ein Hinweis am AFS-Terminal. Auch bei der Top-AFS-Version definiert die*Der Fahrende maximale Motorlast sowie Fahrgeschwindigkeit, kann hier allerdings zwischen dem Leistungsmodus, dem Konstant-Durchsatz-Modus, dem Maximal-Durchsatzmodus und dem Kornqualitätsmodus wählen. Ist die*Der Fahrende mit den automatischen Einstellungen während der Fahrt nicht einverstanden, kann er diese den eigenen Anforderungen entsprechend verändern. Der Preis für die Top-AFS-Version steht noch nicht fest, allerdings sollte mit etwa 20.000 Euro gerechnet werden.

Die neue Case IH Mähdrescher-Serie 250 lässt sich in der Kabine mit einem Blick auf die Bedienarmlehne erkennen: Neue Schalter für den Fahrbereichs-Wechsel, die Vorreinigungsieb-Einstellung und die Rotorschaufel-Einstellung finden sich auf der Bedienkonsole.

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