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Claas Mähdrescher-Neuheiten 2014: Neue Modelle und Ausstattungen bei den Serien LEXION, TUCANO und AVERO

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Artikel eingestellt am:
20.8.2013, 7:30

Quelle:
CLAAS KGaA mbH
www.claas.com

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Mit den Mähdrusch-Neuheiten 2014 stellt Claas nach eigenen Angaben vor allem seine Innovationskraft im Bereich der intelligenten Fahrerassistenzsysteme erneut unter Beweis und erleichtert durch die Einführung neuer Modelle im unteren Leistungssegment den Einstieg in diese modernen Druschtechnologien.

Nach der Einführung von Claas CEMOS AUTOMATIC, der weltweit ersten vollautomatischen Mähdreschereinstellung für Abscheidung und Reinigung, im vergangenen Jahr, erweitert Claas nur ein Jahr später sein Angebot an Fahrerassistenztechnik um drei neue Systeme: eine automatische Wurfrichtungsanpassung in der Strohverteilung, eine Reifendruckregelanlage der Hinterachsbereifung sowie die neue GRAIN QUALITY CAMERA.

Zur Saison 2014 baut Claas die LEXION Baureihe um das neue Modell LEXION 740 nach unten aus. Der LEXION 740 ist mit 294/400 kW/PS (Motormaximalleistung laut Hersteller nach ECE R 120) etwas kleiner motorisiert als das nächst größere Modell LEXION 750, verfügt aber über den gleichen Motor, ein 6-Zylinder Caterpillar C 9.3, und auch die weiteren Ausstattungsmerkmale sind gleich: 10.000 Liter (optional 9.000 l) Korntankvolumen und 1.420 mm breites APS Dreschsystem. Sein APS HYBRID SYSTEM kombiniert das tangentiale APS Dreschsystem mit der ROTO PLUS Restkornabscheidung. Es zeichnet sich dadurch aus, dass die Drehzahlanpassung der Trommeln im Dreschsystem unabhängig von der Drehzahl der beiden Rotoren erfolgt. Das APS HYBRID System drischt laut Claas besonders schonend bei hoher Durchsatzleistung.

Mit der Einführung des neuen LEXION 740 erleichtert Claas nicht nur den Einstieg in die bewährte APS HYBRID Technologie, sondern führt gleichzeitig die neue automatische Wurfrichtungsanpassung und die neue Reifendruckregelanlage an der Hinterachse ein.

Die automatische Wurfrichtungsanpassung ist für alle LEXION Modelle mit Radialverteiler verfügbar. Sie passt die Wurfrichtung am Radialverteiler automatisch an Seitenwind und Hangneigung an. Zwei an den Beleuchtungsarmen im Mähdrescherheck montierte elektro-mechanische Sensoren messen fortlaufend den Seitenwind und die Hangneigung. Die Messwerte werden verrechnet und fließen in die Steuerung der Seitenverstellung der Paddel am Radialverteiler ein, so dass die Strohverteilung laut Claas immer gleichmäßig und genau über die gesamte Arbeitsbreite des Schneidwerks erfolgt.

Die neue automatische Reifendruckregelanlage wird optional für alle fünf Modelle der LEXION 700er Baureihe angeboten. Sie verringert laut Claas die von der Hinterachse ausgehende Bodendruckbelastung auf das niedrige Niveau einer Vorderachse mit TERRA TRAC Laufwerken. Im Feld beugt der angepasste Reifendruck Bodenverdichtungen und Schlupf vor und erhöht die Traktion. Auf der Straße sorgt die automatische Reifendruckregelanlage für eine höhere Fahrstabilität, weniger Reifenverschleiß und einen geringeren Kraftstoffverbrauch. Grundeinstellungen der Reifendruckregelanlage erfolgen von der Kabine aus über das CEBIS Terminal. Wird der Straßenfahrschalter umgelegt, passt sich der Reifendruck automatisch auf den zuvor eingestellten Wert für Straßenfahrt an. Auf dem Feld angekommen wird der Reifendruck wieder automatisch auf den zuvor eingestellten Felddruck verringert.

Mittels der dritten Neuheit, der GRAIN QUALITY CAMERA, kann der Fahrer die Qualität der Druschware nun in Echtzeit und kontinuierlich beurteilen und direkte Rückschlüsse für eine Veränderung seiner Mähdreschereinstellungen ziehen. Die Beurteilung der Druschware erfolgte bisher rein visuell über einen Blick durchs Korntankfenster und ist nun über das CEBIS Terminal möglich. Bei der Technik handelt es sich um eine hochauflösende Farbfotokamera, die auf dem Körnerelevatorkopf des Mähdreschers montiert wird und von dort aus im Sekundentakt hochgenaue Aufnahmen des Ernteguts im Elevator anfertigt. Diese Aufnahmen fließen in eine interne Bildauswertungssoftware, die daraus die Werte für Nicht-Korn-Bestandteile wie Stroh, Spreu und Ährenspitzen sowie den Bruchkornanteil berechnet. Diese Werte werden an das CEBIS Display gesendet und dort wahlweise als Balkendiagramme oder als Echtbild mit farblich markierten Bereichen geringer Kornqualität dargestellt. Beim Überschreiten von Grenzwerten erhält der Fahrer eine aktive optische Warnung. Claas führt die GRAIN QUALITY CAMERA zunächst für die LEXION Modelle 780 und 770 ein.

Neben den neuen Fahrerassistenzsystemen gibt es zur Saison 2014 noch einige weitere Neuerung bei den Claas LEXION Mähdreschern. So ist mit dem neuen LEXION 750 TT für die nächste Erntesaison ein weiteres Modell mit TERRA TRAC verfügbar. Damit will Claas ebenso den Einstieg in den Mähdrusch mit Raupenlaufwerk erleichtern. Das TERRA TRAC Raupenlaufwerk von Claas zeichnet sich vor allem durch die hydropneumatische Federung aus. Sie reduziert Stöße, indem Hydraulikzylinder jeweils die einzelnen Triebräder, Laufräder und Stützrollen automatisch an die Bodenkontur anpassen und so für den notwendigen Niveauausgleich, eine bessere Kurvenstabilität des Mähdreschers und mehr Komfort für den Fahrer sorgen sollen. Ebenso arbeitet das Raupenlaufwerk im Vergleich zur Radmaschine bodenschonender und hat den Vorteil der besseren Traktion bei Nässe und am Hang. Insgesamt bietet Claas vier verschiedene TERRA TRAC Laufbänder in drei Breiten bis 40 km/h Fahrgeschwindigkeit an.

Der LEXION 600 bekommt eine neue Allradachse verpasst, bei der die beiden Hydrostatmotoren zentral in die Achse integriert sind. Diese Konstruktionsweise soll für einen höheren Wirkungsgrad und mehr Freiraum an den Achsportalen sorgen. Dank des vergrößerten Freiraums steht für diese Baureihe nun ein erweitertes Reifenangebot zur Verfügung. Außerdem wird es die Zentralschmieranlage, die bisher ausschließlich der LEXION 700 Baureihe vorbehalten war, nun auch für alle 600er Modelle geben. Ausnahme ist der MONTANA.

Die komplette LEXION Baureihe erhält zudem als Upgrade eine neue Heckkamera, deren Bild direkt im CEBIS Bildschirm angezeigt wird und bei Rückwärtsfahrt automatisch erscheint.

Wer schon immer mit der APS 5-Schüttlertechnologie von Claas und der Baureihe TUCANO liebäugelt, für den dürfte, so Claas, der neue TUCANO 420 als Einstiegsmodell interessant sein. Sein APS Dreschsystem zeichnet sich durch einen Vorbeschleuniger im Dreschwerk aus. Dadurch wird laut Claas eine Leistungssteigerung von bis zu 20% bei gleichem Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu einer Maschine mit konventionellem Dreschwerk erreicht. Das Modell TUCANO 420 verfügt laut Claas über ein Korntankvolumen von 7.500 Litern, einer Breite des APS Dreschwerks von 1.320 mm und arbeitet mit einer Maximalleistung von kW/PS 175/238 (nach ECE R 120).

Mit dem neuen AVERO 240 schickt Claas den ersten Claas Mähdrescher der Abgasstufe Stage IV/Tier 4 ins Rennen. Der AVERO 240 arbeitet mit der APS 4-Schüttlertechnologie von Claas. Sein neuer leistungsstärkerer Motor, ein Perkins 1206F mit maximal 151/205 kW/PS (Herstellerangabe nach ECE R 120), ist dabei laut Claas kraftstoffsparender als beim Vorgängermodell. Aber vor allem ist aufgrund seiner Konstruktionsweise mehr Freiraum über dem Schüttler entstanden, so dass nach Herstellerangaben selbst langes Stroh zügig über die Schüttlerhorden transportiert wird. Dieser verbesserte Gutfluss soll für eine erhöhte Abscheideleistung sorgen und letztlich zur Leistungssteigerung des Gesamtprozesses führen. Für die notwendige Motorkühlung und geringe Wartungskosten sorgt im neuen AVERO 240 ein rotierender Kühlerkorb. Er arbeitet mit einer automatischen Staubabsaugung und erlaubt laut Claas einen leichten Zugang zum Kühlsystem. Alle AVERO Modelle können jetzt auf der Strohausfallhaube mit der Kamera PROFI CAM ausgestattet werden. Sie unterstützt den Fahrer nicht nur bei der Rückwärtsfahrt, sondern ermöglicht ihm die bequeme Überwachung der Häckselgutverteilung beziehungsweise Strohablage über einen Farbmonitor von der Kabine aus. Für noch mehr Fahrkomfort sorgen die elektrisch verstellbaren Rückspiegel sowie Front- und Seitenrollos.

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