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Neues bei John Deere Mähdreschern der W-, T- und S-Serie

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Artikel eingestellt am:
16.7.2018, 7:26

Quelle:
ltm-ME, Bilder: John Deere GmbH & Co. KG
www.johndeere.de

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John Deere präsentiert für die Saison 2018 einen austauschbaren Dreschkorb für die Mähdrescher der W- und T-Serie, neue Raupenlaufwerke für die T-Serie, die MyOperationsCenter App für die Baureihe S700, die zweite Generation der Kompaktdrescher W330 sowie W440 und mit den 700FD neue Bandschneidwerke, die auch für Raps geeignet sind.

John Deere stellt für die Mähdrescher der W-Serie (W540, W550, W650, W660) und T-Serie (T550, T560, T660, T670) einen schnell austauschbaren Dreschkorb vor, der dann, durch die bessere Anpassung an die Erntebedingungen, für bis zu 12 % mehr Durchsatz sorgen soll. John Deere gibt an, in einer Viertelstunde könne der Universalkorb für feuchte Bedingungen gegen den Getreidekorb für trockenes Erntegut oder den Maiskorb ausgetauscht werden. Ein weiteres Novum für beide Serien stellt das optionale 360° LED-Lichtpaket dar, dessen Leuchten nicht nur heller strahlen sondern auch länger halten. Für die Wartung der W- und T-Serie gibt es eine neue, zentrale „Ölablassgalerie“, wo alle Öle einfacher und mit weniger Verschmutzung gewechselt werden.

Für die 5- und 6-Schüttler der T-Serie hat John Deere außerdem einen neuen Separatorkorb konstruiert, an dessen Korbende nun neue Abscheidesegmente sitzen, die den Gutfluss verbessern sollen. Zusätzlich wurde der Abstand der Wendetrommel zum Separatorkorb verringert, wodurch sich die Aggressivität des Druschs steigern lässt. John Deere ist überzeugt, durch beide Maßnahmen zusammen bis zu 10 % Leistungserhöhung zu erzielen.
Für die Mähdrescher der T-Serie und die S700 präsentiert John Deere außerdem neue Raupenlaufwerke, die komfortabler und haltbarer sein sollen. Die neuen Raupenlaufwerke haben ein längeres Band, wodurch sich nach Herstellerangaben etwa 30 % mehr Aufstandsfläche ergibt. John Deere gibt an, die Aufstandsfläche der 24-Zoll-Laufwerke (609 mm Breite) sei mit der der 30-Zoll-Laufwerke (762 mm Breite) vergleichbar, mit dem Vorteil geringerer Mähdrescher-Außenbreiten. So beziffert John Deere die Außenbreite der 5-Schüttler T550 und T560 mit 24-Zoll-Laufwerk mit 3,29 m (30 Zoll: 3,49 m), die der 6-Schüttler T660 und T670 sowie die der Rotordrescher S700 mit 3,49 m (30 Zoll: 3,79 m). Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit der neuen Raupen gibt John Deere mit 40 km/h an. Den Komfortzuwachs von 20 % hat John Deere nach eigenen Angaben durch Messungen an Achse und Kabinenboden ermittelt und führt diesen auf die fünffache Lagerung der Achsen zurück. Die längere Haltbarkeit, für die John Deere den Zuwachs mit 50 % beziffert, resultiert aus einer weiteren Gewebelage (nun vier) und höheren Stollen im 45-Grad-Winkel. Das Dreiecksformat der Raupen soll für positiven Antrieb sorgen, wodurch die Raupen nicht tiefer in weichem Boden einsänken, sondern sich vorne immer hochzögen. Ein Abschmieren ist nach Herstellerangaben nicht nötig, allerdings müsse alle 500 Stunden das Getriebeöl gewechselt werden. John Deere betont, dass die Raupen bei Bedarf auch gegen Räder getauscht werden können.

Schon bei der Vorstellung der John Deere S700 Mähdrescher (S760, S770, S780, S785, S790) präsentierte das Unternehmen mit dem optionalen Interactive Combine Adjustment System (ICA2) eine Möglichkeit der automatisierten Mähdreschereinstellung. Nun geht John Deere einen Schritt weiter und zeigt mit der MyOperationsCenter App eine Tool, mit dem sich beispielsweise alle Mähdrescher einer Flotte zentral konfigurieren lassen. Mit der MyOperationsCenter App können die Einstellungen der Maschine auf Tablet oder Computer eingesehen und verändert werden – der Fahrer kann diese Einstellungen dann per Klick übernehmen. John Deere gibt an, das Tool sei für alle S700-Besitzer kostenlos im App Store verfügbar.

Die zweite Generation der Kompaktdrescher W330 und W440 ist laut John Deere ab sofort verfügbar. Neuerung bei den W330 und W440 Generation 2 sind die von 55 l/sec auf 75 l/sec erhöhte Abtankgeschwindigkeit, eine automatische Schneidwerksführung in Längs- und Querrichtung, eine etwa 15 % größere Kabine und das neue 8:3-Touchscreen-Display zur Anzeige wichtiger Maschinendaten. Mit diesem Display wird auch die Funktion der automatischen Mähdreschereinstellung (AME) genutzt, durch die Fruchtwechsel schnell durchzuführen sind, da auf voreingestellte Parameter für Dreschwerk und Reinigung zurückgegriffen wird, um Trommelgeschwindigkeit, Gebläsedrehzahl und Dreschkorbabstand automatisch einzustellen.

Die Flex Draper Bandschneidwerks-Baureihe 700FD wurde für den Einsatz im Raps mit einer neuen Bandabdichtung ausgerüstet. Zusätzlich wurde die Schnecke oberhalb des Bandes auf 45 cm Durchmesser vergrößert, um eine problemlose Zuführung des Raps zu ermöglichen. Die zentrale Einzugswalze ist nun in zwei Positionen höhenverstellbar und das Messer bietet eine Höhenanpassung von 19 cm. John Deere unterstreicht, dass die Höhenanpassung der Messer über die gesamte Arbeitsbreite zu einer besseren Anpassung an die Bodenkontur führe, womit gerade die Ernte von Soja, Bohnen, Erbsen und Lagergetreide positiv beeinflusst und das Stoppelbild bei Getreide durch bis zu vier Höhensensoren verbessert werde. Die Mehrleistung der Flex Draper 700FD bei einer Rotormaschine soll etwa 10 % im Vergleich zu einem Schneckenschneidwerk betragen und die Fruchtart-Flexibilität (Getreide, Raps, Leguminosen) den Kauf eines zweiten Schneidwerkes in vielen Fällen obsolet werden lassen.

Autorin: Magdalena Esterer

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