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New Holland erweitert CX6-Baureihe mit neuem Hybrid-Mähdrescher CH7.70 nach oben

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Artikel eingestellt am:
23.8.2020, 12:01

Quelle:
ltm-ME

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Mit dem neuen CH7.70 präsentiert New Holland einen Hybrid-Mähdrescher, bei dem der Hersteller das konventionelle Dreschwerk der CX6-Baureihe mit einem Rotor-Abscheidesystem kombiniert. Was Gewicht und Preis anbelangt, entspricht der neue CH7.70 einer leistungsgesteigerten Version des CX6.90, weshalb er New Holland zufolge keine neue Baureihe begründen wird.

Angetrieben wird der neue CH7.70 von einem FPT-Cursor-9-Motor mit 8,7 l Hubraum, der nach Unternehmensangaben durch den Einsatz des ECOBlue-Hi-eSCR2-Systems (selektive katalytische Reduktion) die EU-Abgasnorm der Stufe V erfüllt. Die Bruttoleistung bei 2.100 U/min gibt New Holland nach ECE R120 mit 245/333 kW/PS an und die Maximalleistung bei 2.000 U/min mit 275/374 kW/PS – damit liegt die Maximalleistung um 34 PS höher als beim CX6.90, der ebenfalls mit einem Cursor 9 ausgerüstet ist. Der Dieseltank fasst New Holland zufolge 670 l und der AdBlue-Tank 110 l.

Der 3-stufige, hydrostatische Fahrantrieb des neuen New Holland CH7.70 bietet einen speziellen Straßenfahrmodus mit reduzierter Motordrehzahl, der den Kraftstoffbedarf optimieren soll. Allradantrieb und Differentialsperre sind auf Wunsch erhältlich, die Höchstgeschwindigkeit beziffert New Holland mit 30 km/h – eine 40-km/h-Version soll mit entsprechender Bereifung auf Wunsch zu konfigurieren sein.

Dreschwerk und Restkornabscheidung sind die kennzeichnenden Merkmale des neuen CH7.70. Hier kombiniert New Holland das aus dem CX6.90 bekannte Dreschwerk mit einer 21-Zoll-Twin-Rotor-Restkornabscheidung. Der CH7.70 ist also ein reinrassiger Hybrid-Drescher, auch wenn New Holland den Begriff Crossover Harvesting respektive Crossover-Erntesystem verwendet – das Kürzel CH im Namen verweist darauf.
Die Dreschtrommel des neuen CH7.70, die mit einer Breite von 1.560 mm und 607 mm Durchmesser New Holland zufolge die größte in diesem Segment darstellt, ist verstärkt. Des weiteren setzt New Holland auf acht Dreschleisten, Entgrannerklappen und eine Steinfangmulde, sowie einen neuen HD-Trommelvariator zur Drehzahlregelung. Neben der Standard-Dreschtrommel ist auf Wunsch eine Universaltrommel erhältlich. Den Standard-Drehzahlbereich gibt New Holland mit 400 bis 1.200 U/min an, auf Wunsch ist eine Trommeluntersetzung erhältlich, die 250 bis 720 U/min realisiert. Der Standard-Dreschkorb ist mehrteilig, was bedeutet, dass beim Fruchtwechsel lediglich die unteren Segmente des Korbes getauscht werden müssen, ohne den Schrägförderer auszubauen. Das serienmäßige Opti-Tresh-System erlaubt die Änderung des Umschlingungswinkels auf maximal 121°, die bei geschlossenem Dreschkorb erreicht werden – weniger Umschlingungswinkel (minimal 85°) durch Ausschwenken des drehbaren oberen Segmentes vermindert die Aggressivität und verbessert so die Strohqualität.
Bei der Restkornabscheidung kommen zwei Rotoren – das so genannte Twin-Rotor-System – zur Anwendung. Die Rotoren haben jeweils einen Durchmesser von 21 Zoll (541 mm) – das ist lediglich ein Zoll weniger als bei den drei größten Modellen der New Holland CR-Baureihe. Das Erntegut wird den Rotoren über eine Wendetrommel von oben zugeführt, um eine maximale Abscheideeffizienz zu erreichen. Die 3.454 mm langen Rotoren drehen mit 400 oder 700 U/min, können also an Fruchtart und Erntebedingungen angepasst werden. Die Abscheidefläche gibt New Holland mit 2,9 m² an. Neben Standard-Abscheidekörben beispielsweise für Getreide beziehungsweise Mais, bietet New Holland auch solche für die Reisernte an. Zudem gibt es am hinteren Ende der Rotoren respektive Abscheidekörbe Klappen, die etwa beim Rapsdrusch geschlossen werden können, um zu verhindern, dass zu viele Nicht-Korn-Bestandteile (NKB) auf den Siebkasten gelangen.
Ein besonders gute Reinigung verspricht laut Hersteller die serienmäßige Ausstattung des neuen New Holland CH7.70 mit TripleClean Siebkasten mit dreifacher Fallstufe, dem Smart Sieve Hangausgleich und dem Opti-Fan-System, das das Gebläse neigungsabhängig steuert. Die vom Wind bestrichene Gesamtfläche summiert sich laut New Holland auf 5,21 m².
Insgesamt soll das Crossover-Druschkonzept im Vergleich zu einem konventionellen Mähdrescher 25 % mehr Durchsatzleistung bewirken und das dreistufige Reinigungssystem TripleClean 15 % mehr Reinigungsleistung bieten als zweistufige Systeme.

Der Korntank des neuen New Holland CH7.70 fasst nach Herstellerangaben 9.300 l und bietet eine Abtankgeschwindigkeit von 100 l/sec. Das Korntankauslaufrohr misst in der Serienausstattung laut New Holland 4,65 m, ist auf Wunsch aber bis 6,4 m erhältlich.

Der New Holland CH7.70 verfügt über ein neues Strohmanagement-Konzept, das einen hydraulisch angetriebenen Spreuverteiler umfasst. Dieser verteilt die Spreu in der Reihe, außerhalb der Reihe oder mischt Stroh und Spreu, um die Mischung durch den optionalen Dual-Chop-Strohhäcksler zu leiten.

Der neue New Holland CH7.70 lässt sich mit verschiedenen Getreideschneidwerken (High-Capacity, Heavy Duty Varifeed, Superflex) sowie starren und flexiblen Bandschneidwerken bis zu einer Arbeitsbreite von 9,15 m ausrüsten. Übrigens wurde speziell für den CH-Mähdrescher ein 8,53-m-Varifeed-Schneidwerk entwickelt, das besonders gut mit diesem Drescher harmonieren soll. Zur Anpassung an verschiedene Schneidwerke ist das Frontschild des Schrägförderers durch Lösen der Schrauben und Verstellen der Spindel im Winkel anpassbar.

In der geräumigen (3,7 m³) Harvest Suite Deluxe Kabine des neuen New Holland CH7.70 dominiert dunkelgrauer Kunststoff, der weniger schmutzempfindlich ist und weniger Spiegelungen in den 6,3 m² Scheiben verursacht. Das kleine, ergonomische Lenkrad verbessert die Sicht auf das Schneidwerk. Den Lautstärkepegel gibt New Holland mit 73 db(A) an. Optional sind eine Klimaautomatik, eine beheizbare Bodenmatte und zwei USB-Anschlüsse erhältlich. Neben dem Standard-Stoffsitz ist ein Deluxe-Luftfedersitz mit Neigungsverstellbereich von 45° sowie Sitzwinkel- und Sitztiefenverstellung verfügbar. Das als Wunschausrüstung angebotene LED-Scheinwerferpaket soll die Nachtarbeit erhellen und drei optionale Kameras den Überblick verbessern. Zur Serienausstattung gehören der CommandGrip-Hebel, der IntelliView IV Monitor und ACS (automatisches Erntegut-Einstellsystem).

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