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Fendt präsentiert Futtererntetechnik-Neuheiten 2019

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Artikel eingestellt am:
28.7.2019, 7:31

Quelle:
ltm-ME, ltm-KE, Bilder: AGCO / Fendt
www.fendt.de

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AGCO / Fendt präsentiert zur Agritechnica 2019 eine Reihe neuer Produkte und Updates für das Fendt Futterernte-Programm. Überwiegend handelt es sich dabei natürlich um Adaptierungen von Fella respektive vormaliger Lely Maschinen. Darüber hinaus stellt AGCO den Fendt Feldhäcksler Katana 650 als Weiterentwicklung des Katana 65 vor.

Mit dem Slicer FQ wird ein neues Frontmähwerk lanciert, das in Deutschland nach Herstellerangaben mit 3,10 m Arbeitsbreite angeboten werden soll; in einzelnen Märkten wird es auch eine 3,60-m-Variante geben. Als Besonderheit kann das neue Fendt Slicer FQ mit einer hydraulischen Seitenverschiebung um ± 20 cm ausgerüstet werden, serienmäßig ist diese Verschiebemöglichkeit manuell gegeben. Wird die hydraulische Variante gewählt, ist ein Ausgleich der Abdrift am Hang sowie eine Anpassung der Überlappung zu Heckmähwerken jederzeit von der Kabine aus möglich. Der Mähbalken ist beim Fendt Slicer FQ gezogen aufgehängt, der Querpendelwinkel beträgt laut AGCO / Fendt ± 13°, die vertikale Bewegungsfreiheit 750 mm. Eine gleich bleibende Schnitthöhe bei Auf- und Abbewegungen des Mähbalkens soll durch automatische Anpassung dessen Neigung im Bereich von - 6 bis + 15° sichergestellt werden. Die Entlastung des Mähbalkens erfolgt stufenlos hydropneumatisch über das TurboLift System. Wahlweise kann das neue Fendt Frontmähwerk auch mit einem Zinken- oder Rollenaufbereiter ausgerüstet werden.

Das Fendt Zettwender-Sortiment wird mit den neuen Modellen Lotus 770, Lotus 1020 T, Lotus 1250 T und Twister 11010 DN erweitert. Beim Fendt Lotus 770 handelt es sich um einen Zettwender für den Dreipunkt-Anbau mit nach Herstellerangaben 7,70 m Arbeitsbreite, Lotus 1020 T und 1250 T sind gezogene Modelle mit laut AGCO / Fendt 10,20 m respektive 12,50 m Arbeitsbreite. Allen drei Wendern gemein ist die Ausstattung mit den so genannten Fendt Performance Zinken, die schleppend angeordnet sind, wodurch sich die Bodenanpassung nach Herstellerangaben verbessern soll. Über eine spezielle Zinkenbefestigung kann bei den neuen Wendern der Anstellwinkel der Zinken verändert werden. Das dient einerseits zur Einstellung der Wurfweite und andererseits als Randstreueinrichtung, wenn nur die Zinken des äußeren Kreisels im Anstellwinkel verändert werden. Werden die Zinken aller Kreisel in diese Position gebracht, können mit den neuen Kreiselzettwendern laut AGCO / Fendt bei reduzierter Zapfwellendrehzahl auch Nachtschwaden gezogen werden.
Der neue Fendt Twister 11010 DN ist ein Dreipunkt-Zettwender mit zehn Kreiseln und nach Herstellerangaben 10,72 m Arbeitsbreite. Anders als die neu vorgestellten Lotus Wender, kommt beim Twister 11010 DN als Randstreueinrichtung ein hydraulisch betätigtes Schwadtuch zum Einsatz. Das Schwadtuch ist ebenso wie das für diesen Kreiselzettwender verfügbare Nachtschwadgetriebe eine optionale Ausstattung.

Die Fendt Ladewagen, die aktuell aus den Baureihen Tigo MR/MS (26 bis 39 m³) sowie XR/PR (24 bis 54 m³) bestehen, können sich über Zuwachs freuen: Einerseits zeigt AGCO / Fendt die – unverkennbar auf Mengele-Konstruktionen basierenden – neuen Tigo S und ST mit den Modellen Tigo 35 S(T), Tigo 40 S(T) und Tigo 50 S(T), die das Baureihen-Spektrum mit 22, 24,5 und 29 m³ DIN-Volumen nach unten ergänzen, und andererseits präsentiert der Konzern mit dem Tigo 100 MR Profi ein neues, 49 m³ fassendes Modell der Baureihe MR Profi. Für die vier Kombiwagen Fendt Tigo XR (65, 75, 90, 100) ist nun TIM optional verfügbar, bei dem der Kombiwagen die Geschwindigkeit des Traktors steuert, um automatisch auf verschiedene Schwadvolumen zu reagieren.

Die neuen Fendt Tigo S(T) verfügen über eine freischwingende 1,80-m-Pickup ohne Kurvenbahn mit fünf Zinkenreihen, deren Zinken serienmäßig verlustgesichert sind. Lenkbare Tasträder sind auf Wunsch erhältlich und sollen die Pickup bei Kurvenfahrten entlasten. Das Unternehmen betont die Futterschonung der neuen Ladewagen, die durch separat gelagerte Rechen und Doppelzinken an fünf ungeteilten Förderschwingen realisiert werden soll. Eine weitere Maßnahme für besseres Futter stellt der Zahnradantrieb dar, der, im Gegensatz zu Kettenantrieben, Verunreinigungen verhindern soll. Das Schneidwerk der Ladewagen Fendt Tigo S(T) umfasst bis zu 33 Messer mit federbasierter Einzelmessersicherung – 17 am Hauptschneidrahmen und 16 am optionalen Silierschneidrahmen – wodurch eine minimale theoretische Schnittlänge von 38 mm erzielt wird. Als Wunschausstattung ist ein hydraulisch ausfahrbares Schneidwerk erhältlich. Die Fendt Tigo S und ST können als Ein- oder Zweiachser bestellt werden und verfügen serienmäßig über einen abklappbaren Dürrfutteraufbau, der sich optional durch einen Ganzstahlaufbau ersetzen lässt; für kurzes Schnittgut wird eine Begrenzungsplane angeboten. Speziell für die Heuernte wurde ein optionales Heuladepaket konzipiert, bei dem statt Seilen an der Oberseite Stahlverstrebungen zum Einsatz kommen. Ob der Ladewagen voll ist, lässt sich durch die auf Wunsch erhältliche akustische Füllstandsanzeige schneller überprüfen.
Der Fendt Tigo ST wurde auf die Bedürfnisse der alpinen Landwirtschaft ausgerichtet und verfügt als Tieflader deshalb über eine 2,12-m-Spurweite sowie eine abgesenkte Plattformhöhe (25 bis 40 cm, modellabhängig), um den Schwerpunkt möglicht bodennah zu gestalten.

Wie erwähnt, zeichnet sich der neue Ladewagen Tigo 100 MR Profi in erster Linie durch sein Füllvolumen aus, verfügt aber zusätzlich über eine neue Multifunktionsstirnwand, durch die sich das Laderaumvolumen AGCO/Fendt zufolge um bis zu 6 m³ erweitern lässt.

Die Neuheiten für die Fendt Ballenpressen erscheinen eher überschaubar: Für die Hochleistungsballenpresse Fendt Squadra 1290 UD ist optional jetzt auch das ProCut-Schneidwerk erhältlich, und bei allen Quaderballenpressen (90, 1270,1290, 1290 XD und 12130) soll mit dem Konzept Intelligent Hay die Ballen-Qualität dokumentierbar werden.
Das Design der variablen Rundballenpresse Rotana V folgt nun dem seiner Festkammerpressen-Schwester Rotana, das 2018 überarbeitet wurde – im Ergebnis erhielt die Presse ein neues Seitenpanel. Und der Solo-Wickler Fendt Rollector 130 ist jetzt nicht mehr solo, sondern bekommt mit dem Rollector 160 eine Partner-Maschine zur Seite gestellt.

Das ProCut Schneidwerk, das nun auch für die Fendt Squadra erhältlich ist, kommt schon in zahlreichen anderen AGCO Ballenpressen zum Einsatz und brilliert durch den Schneidrotor sowie den kurzen Abstand zwischen Pickup und Rotor. AGCO unterstreicht, das sich die Carbonstahl-Rotorzinken einzeln austauschen lassen. Die 26 Messer sind in zwei Gruppen angeordnet und finden sich in einer seitlich ausziehbaren Messerschublade.

Beim Intelligent Hay Konzept wird während des Pressvorgangs ein (Ballen bis 2,4 m) oder zwei RFID-Chips mit dem dritten oder vierten Garn am Quaderballen befestigt. Auf dem RFID-Chp befinden sich ballenspezifische Daten zur Qualität, GPS-Position, Feuchte, Lagen, Abmaße und Zugabe von Additiven. Wird der Chip gescannt, können diese Daten in der BaleLink App angezeigt werden -- allerdings erst nach Freigabe des landwirtschaftlichen Betriebes. AGCO ist überzeugt, so Transparenz für den Handel zu schaffen.

43 Exemplare der Feldhäcksler Katana konnte AGCO / Fendt nach eigenen Angaben in den Jahren 2017 und 2018 jeweils absetzen, für 2019 plant das Unternehmen mit 50 Stück. Das ist nach wie vor eine recht überschaubare Anzahl. Ebenso überschaubar fällt mit nur zwei Typen auch weiterhin die Modellauswahl aus, gibt es doch auch in diesem Jahr keine Erweiterung der Fendt Feldhäcksler-Baureihe. Dafür mutiert der Katana 65 dank einiger Neuerungen zum Katana 650. Zu erwähnen ist hier zunächst die höhere Nennleistung von laut AGCO / Fendt (ohne Angabe einer Norm) nun 478/650 kW/PS statt bisher 460/625 kW/PS des bekannten MTU 6-Zylinder-Reihenmotors, der zudem jetzt die Vorgaben der Abgasnorm EU Stufe V einhält. Darüber hinaus rüstet AGCO / Fendt den neuen Katana 650 Selbstfahrhäcksler serienmäßig mit einem Umkehrlüfter aus. Für weniger Schlupf und damit eine bessere Schonung der Grasnarbe auch bei Einsätzen in steilen Hanglagen soll das „intelligente“ Allradsystem BalancedGrip sorgen, das die Fahrantriebsmomente zwischen Vorder- und Hinterachse aktiv regelt.

Mit zwei neuen Walzencrackern sollen beim neuen Fendt Katana 650 jetzt Schnittlängen von bis zu 30 mm möglich sein. Die Walzen des Körner-Prozessors verfügen über eine zusätzliche V-Spiralnut, die laut AGCO / Fendt eine bessere Zerfaserung des Erntegutes bewirken sollen. Zudem wurde nach Herstellerangabe die Aufbereitungsfläche durch die 300 mm durchmessenden Crackerwalzen vergrößert. Im Zusammenhang mit den neuen Walzencrackern wurde nach Herstellerangaben darüber hinaus der Gutfluss vom Einzug bis zur Auswurfklappe komplett überarbeitet. Diese Maßnahme soll dem Katana 650 im Vergleich zum Vorgängermodell zu 21 % mehr Durchsatzleistung verhelfen.

Um die Standzeit von Messer und Schleifstein zu erhöhen gibt es beim neuen Fendt Katana 650 Selbstfahr-Feldhäcksler eine neue Schleifeinrichtung, die während des Schleifvorganges den Schleifstein für ein verbessertes Schleifergebnis kontinuierlich nachstellt. Bleibt noch zu erwähnen, dass AGCO / Fendt für den Katana 650 erstmalig auch den Kemper Maisvorsatz 460 Plus in der StalkBuster-Variante anbietet.

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