Anzeige:
 
Anzeige:

Richtig mähen: Rehkitze und Niederwild bei der Frühjahrsmahd schützen

Info_Box

Artikel eingestellt am:
18.4.2020, 7:20

Quelle:
BLU Bundesverband Lohnunternehmen e.V.
www.lohnunternehmen.de

1 Bild zum Artikel:
Bildklick blendet Galerie ein.
Anzeige:
Anzeige:

Die Frühjahrsmahd fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs sicher wähnen. Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher oder dem Mähbalken. Darauf machen Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV) und Deutscher Jagdverband (DJV) in einer gemeinsamen Pressemitteilung aufmerksam. Die Verbände empfehlen Landwirt*Innen, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem*Der Jagdpächter*In abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für den Schutz von Wildtieren durchzuführen.

Effektiver Wildtierschutz beginnt bereits vor der Mahd, so die Verbände. Entscheidend ist dabei, die anstehenden Grünschnitt-Termine – für Silage oder Biomasseproduktion – rechtzeitig mit dem dem*Der Jagdpächter*In abzustimmen und die Mähweise dem Tierverhalten anzupassen. Die Verbände empfehlen, das Grünland grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. Das ermöglicht Rehen, Feldhasen oder Fasanen während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtzeit zusätzlichen Erfolg – gerade bei Rehkitzen, die sich instinktiv ducken, oder auch bei Bodenbrütern.

Vor dem eigentlichen Mähtermin haben sich verschiedene Maßnahmen bewährt, um Tierleben zu schützen. Dazu gehören etwa das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden. Knistertüten, Flatterbänder oder Kofferradios, die bereits am Vorabend aufgestellt werden, sind ebenfalls effektiv und kostengünstig: Rehe zum Beispiel sind beunruhigt und bringen ihren Nachwuchs in Sicherheit. Elektronische Wildscheuchen, die unterschiedliche Töne wie Menschenstimmen, klassische Musik oder Motorengeräusche aussenden, haben sich im Praxiseinsatz bewährt. Bereits eine Maßnahme pro Hektar zur Vertreibung wirkt, haben Expert*Innen herausgefunden.

Abhängig von der Witterung können vor allem Drohnen helfen, die nach Ergebnissen des Konjunkturbarometer Agrar in fast jedem 10. landwirtschaftlichen Betrieb im Einsatz sind. In Kombination mit Infrarot-Technik helfen sie, Jungtiere auf großen Flächen zu lokalisieren. Derartige Maßnahmen sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen.

In diesem Zusammenhang fordern die Verbände die Politik auf, der Forschungs- und Innovationsförderung zum Schutz von Wildtieren eine hohe Priorität einzuräumen. Besonders digitale Techniken und verbesserte Infrarottechnik haben das Potential, Rehkitze und Niederwild nachhaltig schützen zu können.



Weitere interessante Landtechnik-Berichte:

Massey Ferguson erweitert neue Traktorenbaureihe MF 5600 um drei neue Vierzylinder-Modelle [11.8.13]

Nach der erfolgreichen Markteinführung der Modelle MF 5608, MF 5609 und MF 5610 mit Dreizylinder-Motor im vergangenen Jahr, erweitert Massey Feruson die Baureihe MF 5600 mit den drei Vierzylinder-Modellen MF 5611, MF 5612 und MF 5613, die auf der Agritechnica 2013 ihr [...]

New Holland präsentiert Kompakt-Radlader der Generation C [8.6.15]

Mit den neuen knickgelenkten Kompakt-Radladern der Generation C stellt New Holland eine neue Baureihe vor, die die vier Modelle W50C, W60C, W70C und W80C umfasst. Neben den neuen New Holland Kompakt-Radladern werden jetzt auch Kompaktmaschinen von New Holland Construction, [...]