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ERDE steigert Agrarfoliensammlung in 2019 deutlich

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Artikel eingestellt am:
13.5.2020, 7:31

Quelle:
RIGK GmbH
www.rigk.de

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Die Initiative ERDE Recycling konnte nach eigenen Angaben auch 2019 ihre Zusammenarbeit mit Landwirt*Innen, Sammelstellen und Folienherstellern intensivieren und erstmals über 20.500 Tonnen gebrauchte Landwirtschaftsfolien dem werkstofflichen Recycling zuführen – über 40 % mehr als im bisherigen Rekordjahr 2018. Dazu nutzte ERDE bundesweit ihre weiter gewachsene Infrastruktur, die im Vorjahr laut ERDE 452 stationäre Sammelstellen sowie rund 1.200 mobile Sammlungen umfasste. In Ihrer Antwort auf eine aktuelle Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema begrüßt die Bundesregierung laut ERDE ausdrücklich die Aktivitäten der Initiative ERDE sowie deren freiwillige Selbstverpflichtung zur Rücknahme und Verwertung gebrauchter Agrarfolien.

ERDE Recycling, die von umweltbewusst handelnden Folienherstellern in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. und der RIGK gemeinsam getragene Lösung für die Rücknahme und Verwertung gebrauchter Agrarfolien, bietet lendwirtschaftlichen Betrieben und Lohnunternehmen auch im Jahr 2020 eine kostengünstige, flächendeckende Rückgabemöglichkeit für ihre gebrauchten Agrarkunststoffe. ERDE wird nach eigenen Angaben diesen Service auch angesichts der durch COVID19 bedingten Umstände sowie der weiter andauernden Absatzproblematik für verschmutzte Kunststoffabfälle auf Basis langfristiger Liefervereinbarungen mit Recyclern in Deutschland und anderen EU-Staaten uneingeschränkt fortführen und weiter ausbauen. So wurden zusätzlich zu Silo- und Strechfolien nun auch Ballennetze regulär in das Rücknahmesystem integriert, die Sammlung von Spargelfolien beginnt in 2020 mit zwei ERDE-Pilotprojekten (siehe Artikel „Initiative ERDE für 2020 mit Pilotprojekt für Spargelfolien“).

Zum anhaltenden Erfolg dieses Rücknahmekonzepts für Erntekunststoffe tragen laut ERDE maßgeblich drei Faktoren bei: die stetig steigende Bereitschaft der Landwirt*Innen, ihre gebrauchten Folien grob vorgereinigt, nach Fraktionen getrennt an den Sammelstellen anzuliefern und damit die ökologischen und finanziellen Vorteile des Systems (zum Beispiel gegenüber der Verbrennung) zu nutzen, der wachsende Entschluss von Landhandel, Maschinenringen und Entsorgungsbetrieben, Sammelstellen einzurichten sowie das finanzielle Engagement derjenigen Folien- und Netzhersteller, die als ERDE-Mitglieder das System tragen und ausschließlich Sammlungen zur werkstofflichen Verwertung (Folie zu Folie) fördern.

Die in 2019 gesammelten und recycelten 20.534 Tonnen Silo- und Stretchfolien entsprechen laut ERDE einem CO2-Äquivalent von 28.216 Tonnen Kohlendioxid – eine Menge, die jährlich rund 2 Millionen Bäume binden können. Die inzwischen 98 Sammelpartner betrieben 452 Sammelstellen, über 40 mehr als 2018, und organisierten eine Vielzahl an Direktabholungen auf landwirtschaftlichen Betrieben. Eine auf der Website von ERDE (http://www.erde-recycling.de) zum Download bereitstehende App gibt schnell und unkompliziert Auskunft über die Sammeltermine und -orte in 2020.

Dass die Bundesregierung die Leistungen von ERDE gutheißt, zeigt deren am 31. März 2020 gegebene Antwort auf eine Parlamentarische Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen zum „Einsatz von Plastikfolien in Böden – Umweltfolgen, Sammlung, Recycling“. Im Wortlaut: „Die Bundesregierung begrüßt die IK-Initiative ERDE sowie die freiwillige Selbstverpflichtung zur Rücknahme und Verwertung gebrauchter Agrarfolien. Die Selbstverpflichtung und ihre Umsetzung tragen zur Stärkung der Verwertung von landwirtschaftlichen Kunststoffabfällen sowie zur Reduktion des Eintrags von Kunststoffen in die Umwelt bei.“

Dazu Dr. Jürgen Bruder, Geschäftsführer ERDE: „Wir freuen uns sehr über diese positive Sicht der Bundesregierung. Mit den Ergebnissen des Sammeljahres 2019 sind wir dem Ziel der freiwilligen Selbstverpflichtung, bis 2022 circa zwei Drittel aller gebrauchten Agrarfolien zu recyceln, einen großen Schritt näher gekommen.“



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