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CEMA erwartet 2017 stabile Nachfrage für Ackerbaugeräte

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Artikel eingestellt am:
09.4.2017, 18:28

Quelle:
CEMA aisbl - European Agricultural Machinery
www.cema-agri.org

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Wie die CEMA mitteilt, sank der Umsatz bei Ackerbaugeräten (umfasst Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung und Pflanzenschutz) im Jahr 2016 um 2 %. Nach vorläufigen Berechnungen betrug der Umsatz im Jahr 2016 3,33 Milliarden Euro. Für 2017 glaubt die Branche, dass sich der Markt in Europa wieder stabilisieren und sogar um 1 % wachsen könnte.

„Der europäische Markt für Ackerbaugeräte im Jahr 2016 ist ein Bild voller Kontraste“, erklärte Nina Janßen, Koordinatorin der CEMA Produktgruppen führender Hersteller, die sich am 7. und 8. März 2017 in der französischen Stadt Saverne bei Kuhn SA trafen. Die osteuropäischen Märkte, vor allem Russland und die Ukraine, zeigten erfreuliche Wachrtumsraten, vor allem beim Verkauf von Feldspritzen und Präzisions-Sämaschinen. Das Wachstum in diesen Märkten kompensierte laut CEMA teilweise den Rückgang der Aufträge aus anderen Ländern. Für Frankreich und Polen wurden massive Umsatzrückgänge verzeichnet – aus ganz unterschiedlichen Gründen: In Frankreich hat eine schlechte Ernte Liquiditätsengpässe bei den Landwirten verursacht, während in Polen die Subventionszahlungen blockiert wurden, wodurch die Landwirte bei den Investitionen in neue Ackerbaugeräten negativ beeinflusst wurden.

Für Mitglieder der Produktgruppe „Bodenbearbeitungsgeräte“ unter dem Vorsitz von Mattias Hovnert (Väderstad) sind die großen Technologietreiber der Trend zu größeren Maschinen, größere Arbeitsbreiten sowie die zunehmende Integration von Elektronik und Digitaltechnik in die Ausstattung. Das Gesamtziel sei mehr Benutzerfreundlichkeit und Effizienz. Nach dem Umsatzrückgang im Jahr 2015 stieg der Absatz von Kompakt-Scheibeneggen und Bodenfräsen im Jahr 2016 um 4 % respektive 3 % an. Diese Erhöhungen gelten als Anzeichen einer bescheidenen Erholung, die sich jedoch nur auf Pflüge und Eggen ausgewirkt hat.

Hersteller in der Produktgruppe „Spritzgeräte“ unter dem Vorsitz von Christoph von Starck (Horsch) unterstrichen die wachsende Größe der Maschinen sowie die Sensibilität für die ökologische Landwirtschaft als wichtige Aspekte. Der europäische Feldspritzen-Markt sank im Jahr 2016 um 8 %. Deutschland sei nach wie vor der größte Markt für Feldspritzen trotz eines Rückgangs von 24 %. Die Gruppe diskutierte auch die Fortschritte bei der Entwicklung eines neuen Web-Tools namens STEP-water (Technologien für den Wasserschutz bei der Verwendung von Feldspritzen), die im Laufe dieses Jahres offiziell gestartet werden.

15 Hersteller sind Teil der Produktgruppe „Sämaschinen, Präzisions-Sämaschinen und Düngerstreuer“ unter dem Vorsitz von Massimo Bergo (Maschio). Nach einem deutlichen Marktrückgang im Jahr 2015 (- 28 %) stieg der Markt für pneumatische Präzisions-Sämaschinen im Jahr 2016 um 3 %. Hier sind die Ukraine und Russland die leistungsstärksten Märkte. In diesen Ländern ist vor allem die Größe der Ausrüstung, gemessen in Reihen pro Gerät, deutlich höher als in anderen europäischen Ländern.

Die CEMA Produktgruppen sind Bündnisse der führenden europäischen Hersteller von Ackerbaugeräten sowie Traktoren und Mähdreschern. Der Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Bewertung des Marktes auf Grundlage eigener Statistiken. Derzeit sind 20 Unternehmen aus neun europäischen Ländern Mitglieder der CEMA Produktgruppen im Bereich der Ackerbaugeräte. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Mitgliedschaft in einem nationalen Branchenverband, der zum europäischen Dachverband CEMA gehört.



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