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Deutz AG verschiebt Mittelfristziele 2022 auf 2023/2024

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Artikel eingestellt am:
10.12.2020, 7:34

Quelle:
DEUTZ AG
www.deutz.com

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Nachdem die Deutz AG nach eigenen Angaben bislang einen Umsatzanstieg auf 2 Mrd. Euro einhergehend mit einer EBIT-Rendite vor Sondereffekten von 7 bis 8% für 2022 in Aussicht gestellt hatte, ist nach Unternehmensangaben zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass diese Ziele erst in 2023/2024 erreicht werden. Ursächlich dafür sind laut Deutz insbesondere die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise. Diese führten, so das Unternehmen, im laufenden Geschäftsjahr zu einer deutlich rückläufigen Entwicklung des Deutz-Motorengeschäfts und es sei davon auszugehen, dass die kundenseitige Investitionszurückhaltung in den kommenden Monaten zunächst noch weiter anhalten wird und damit eine Erholung der Nachfrage langsamer erfolgen dürfte als ursprünglich erwartet.

„Die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal zeigte eine erste Erholung und für die kommenden Monate gehen wir grundsätzlich von einem verbesserten Trend innerhalb wesentlicher Abnehmermärkte aus. Trotzdem müssen wir uns im Klaren darüber sein, dass die Auswirkungen der Corona-Krise auch mittelfristig noch spürbar sein werden. Daher wird es aus heutiger Sicht eines längeren Zeitraums bedürfen, das Vorkrisenniveau zu erreichen – nicht nur mit Blick auf unser Unternehmen, sondern auch auf die Gesamtwirtschaft“, sagt Deutz-CEO Dr. Frank Hiller. „Auch wenn wir unsere Mittelfristziele coronabedingt erst 2023/2024 erreichen werden, blicken wird dennoch optimistisch in die Zukunft. Mit der Einleitung unseres Effizienzprogramms und den dadurch erwarteten Kosteneinsparungen von jährlich rund 100 Mio. Euro ab 2022 haben wir wichtige Weichen gestellt, um uns langfristig erfolgreich im Markt behaupten zu können. Unsere strategischen Wachstumsinitiativen setzen wir trotz der aktuellen Lage weiterhin planmäßig um und werden dadurch gestärkt aus der Krise hervorgehen“, so Hiller weiter.

Im Zuge der Überarbeitung seiner Mittelfristplanung hat das Unternehmen nach eigenen Angaben auch das im Rahmen seiner E-Deutz-Strategie in 2018 für 2022 festgelegte Ziel eines Anteils elektrifizierter Antriebssysteme am Konzernumsatz in Höhe von 5 bis 10% angepasst. Demnach wird die Zielerreichung laut Deutz jetzt für 2023/2024 angestrebt, wobei davon auszugehen ist, dass die 5 %-Marke in 2022 nahezu erreicht werden dürfte (Anmerkung: Anders als bisher werden nach Unternehmensangaben bei der Berechnung des E-Deutz-Anteils fortan neben Elektromotoren auch E-Deutz-Komponenten sowie Batterien der Deutz-Tochtergesellschaft Futavis berücksichtigt.).

Ungeachtet der angepassten Mittelfristplanung bestätigt das Unternehmen weiterhin den Ausbau seines profitablen Servicegeschäfts auf rund 400 Mio. Euro Umsatz in 2021 sowie das im Jahresverlauf von rund 500 auf rund 800 Mio. Euro angehobene Umsatzziel für China in 2022 (Anmerkung: Das Umsatzziel von rund 800 Mio. Euro beinhaltet laut Deutz AG die im Rahmen des Joint Ventures mit SANY erwirtschafteten Umsätze. Diese werden entsprechend der Equity-Methode nach Unternehmensangaben im Konzernabschluss nicht berücksichtigt.).

Mit Blick auf das kommende Geschäftsjahr 2021 ist die Vorhersehbarkeit des Geschäftsverlaufs laut Deutz aufgrund anhaltender Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Corona-Krise nach wie vor eingeschränkt. Im Vorjahresvergleich wird nach Unternehmensangaben jedoch eine deutliche Verbesserung wesentlicher Kennzahlen erwartet. Dabei strebt Deutz nach eigenen Angaben an, das Break-even-Niveau unter anderem durch die im Rahmen des globalen Effizienzprogramms eingeleiteten Kosteneinsparmaßnahmen auf rund 130.000 Motoren in 2021 zu senken und dadurch mindestens ein ausgeglichenes operatives Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) im kommenden Geschäftsjahr zu erzielen.

Eine Konkretisierung der Prognose für das Geschäftsjahr 2021 wird nach Unternehmensangaben mit der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2020 am 18. März 2021 erfolgen.



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