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Dezentrale Energieversorgung: Deutz erwirbt Blue Star Power Systems

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Artikel eingestellt am:
09.7.2024, 7:32

Quelle:
Deutz AG
www.deutz.com

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Die Deutz AG hat nach eigenen Angaben kürzlich einen Vertrag über den Erwerb von 100% der Anteile an Blue Star Power Systems, Inc unterzeichnet. Das Unternehmen mit Sitz in North Mankato, Minnesota (USA) entwickelt, produziert und vertreibt Stromgeneratoren (GenSets) und gehört laut Deutz zu den führenden Herstellern im US-amerikanischen Markt.

Für Deutz ist der Erwerb nach Unternehmensangaben ein wichtiger Schritt vom Komponentenhersteller hin zum Systemanbieter: Deutz-Motoren kommen seit langem in Stromgeneratoren zum Einsatz, nun schafft das Unternehmen die Voraussetzungen, Komplettlösungen zur lokalen Stromerzeugung anzubieten.

„Wir erschließen uns mit dem Schritt einen wachstumsstarken und weniger zyklischen Markt, in dem wir Technologie und Service beherrschen, und erhalten Zugang zu neuen, komplementären Geschäftsmodellen“, erklärt Deutz-CEO Dr. Sebastian C. Schulte. „Mit dem Erwerb von Blue Star Power Systems beschleunigen wir den im Rahmen unserer „Dual+“-Strategie begonnenen Aufbau unserer Aktivitäten im Bereich der dezentralen Energieversorgung und stellen Deutz breiter auf.“ Der Deutz-Vorstand freue sich darauf, das Team von Blue Star Power Systems nach Abschluss der Transaktion willkommen zu heißen.

Heute setzt Deutz mit Produkten und Dienstleistungen zur dezentralen Energieversorgung nach eigenen Angaben knapp 30 Mio. € um. Dazu tragen, so Deutz, vor allem dieselbetriebene Stromgeneratoren bei, aber auch der erste Serienauftrag für Stromgeneratoren mit Wasserstoffverbrennungsmotoren, den das Unternehmen jüngst aus China erhalten hat.

Durch den Erwerb von Blue Star Power Systems erwartet Deutz einen zusätzlichen profitablen Umsatz von mehr als 100 Mio. USD bis mittelfristig mehr als 150 Mio. USD pro Jahr. Darauf aufbauend soll der Umsatz im Energiebereich bis 2030 durch organisches und anorganisches Wachstum auf rund 500 Mio. € anwachsen.

Damit setzt Deutz nach eigenen Angaben auf die immer wichtiger werdende dezentrale Energieversorgung, bei der Stromgeneratoren eine relevante Rolle spielen. Hauptwachstumstreiber sind, so Deutz, die Zunahme schwerer Wetterereignisse, eine weltweit steigende Stromnachfrage, die auf veraltete Infrastruktur trifft, und ein stark wachsender Anteil von Erneuerbaren Energien, der zu Schwankungen in der Energieversorgung führen kann. Auch die zunehmende Bedeutung von Rechenzentren und Mikronetzen treibt, so Deutz weiter, den globalen Markt mit Stromgeneratoren, dessen Volumen bis 2030 auf 34,5 Mrd. USD anwachsen soll. Das entspricht laut Deutz einer jährlichen Wachstumsrate von 5,9%.

Darüber hinaus bietet der Erwerb von Blue Star Power Systems nach Unternehmensangaben vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und Wachstumschancen für Deutz. „Die Übernahme wird uns dabei helfen, auch die dezentrale Energieversorgung in ländlichen und weniger entwickelten Gebieten mit Stromgeneratoren weltweit voranzutreiben“, erklärt Dr.-Ing. Markus Müller, CTO und CSO der Deutz AG. Das Energiegeschäft von Deutz hat mit Blue Star Power Systems vollen Zugriff auf alle Produkte und Kompetenzen im Bereich von Dieselmotoren, eFuels und HVO bis hin zu wasserstoffbetriebenen Motoren.

Auch Doug Fahrforth, Gründer von Blue Star Power Systems, begrüßt den Schritt: „Wir sind stolz auf das, was wir bei Blue Star Power Systems gemeinsam aufgebaut haben. Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit Deutz, um unser Geschäft auf die nächste Stufe zu heben. Aufbauend auf unserem umfangreichen Produktangebot und unserem starken Branchennetzwerk werden wir weltweit expandieren und unser nachhaltiges Produktportfolio weiterentwickeln.“ Fahrforth wird dem Unternehmen bis 2026 erhalten bleiben.

Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Die Bewertung liegt, so Deutz, im Rahmen der marktüblichen Parameter. Der Vollzug der Transaktion steht nach Unternehmensangaben unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen, insbesondere der Erteilung der erforderlichen behördlichen Genehmigungen, und wird im Laufe des zweiten Halbjahrs 2024 erwartet.

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