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SIMA Innovation Awards 2019: 27 Auszeichnungen für innovative Neuheiten (Teil 2)

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Artikel eingestellt am:
12.12.2018, 7:26

Quelle:
ltm-KE und ltm-ME, Werksphotos
www.simaonline.com

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Insgesamt 27 Produktneuheiten wurden im Rahmen des SIMA INNOVATION AWARD 2019 mit einer Medaille ausgezeichnet. Im zweiten unserer kleinen Artikelserie über die ausgezeichneten Innovationen stellen wir Ihnen 14 der insgesamt 20 Bronze-Medaillen-Gewinner vor. Die weiteren sechs mit einer Bronze-Medaille sowie die zwei mit einer Gold- sowie die fünf mit einer Silbermedaille bedachten Neuheiten präsentierten wir bereits im Artikel „SIMA Innovation Awards 2019: 27 Auszeichnungen für innovative Neuheiten (Teil 1)“.

Torion Sinus, Claas, Fresnes, Frankreich, Halle 5b, Stand F103/104
Beim Radlader Torion Sinus kombiniert Claas eine Knicklenkung mit einer gelenkten Hinterachse und verbindet so die Vorteile der Knicklenkung mit denen der Allradlenkung unter Vermeidung der Nachteile beider Lenksysteme. Dadurch erhöht sich die Standsicherheit bei gleichzeitig hervorragender Wendigkeit. Knick- und Hinterachslenkung sind mechanisch verbunden und synchronisiert, so dass sich der Fahrer keine Gedanken über die Wahl des für den Einsatz optimalen Lenksystems machen muss. Bedienfehler, die gefährliche Fahrsituationen verursachen könnten, werden so ausgeschlossen. Ebenfalls zur Sicherheit trägt beim Claas Torion Sinus die Pendeldämpfung im Knicksystem bei. Mehr zum Class Torion Sinus erfahren Sie übrigens im Artikel: „Claas erweitert Radlader-Baureihe um TORION SINUS 537, 644 und 956“.

Climate FieldView, Morges, Schweiz, Halle 4, Stand J037
Climate FieldView des gleichnamigen Schweizer Herstellers ist eine weitere digitale Plattform für die Landwirtschaft. Sie soll Landwirte dabei unterstützen, die Vielzahl an gesammelten Daten zusammenzuführen und zu analysieren. Dank einer intuitiven und stark vereinfachten Benutzeroberfläche soll die Analyse ohne tiefgreifende Computerkenntnisse möglich sein. Neben klassischem Datenmaterial wie Bodenkarten und Fernerkundungsbildern ist Climate FieldView durch die Schnittstelle Climate FieldView Drive in der Lage, auch Maschinendaten insbesondere ISOBUS-fähiger Geräte sowie Maschinendaten aus dem CAN-BUS des Traktors zu erfassen und zu verarbeiten. Climate FieldView Drive wird an die OBD-Schnittstelle des Traktors angeschlossen, um die Daten auszulesen, die es dann drahtlos an das Endgerät (Tablet), auf dem Climate FieldView installiert ist, zu übermitteln. Leistungsstarke agronomische Analyse-Werkzeuge stehen in Climate FieldView zur Verfügung.

LIMACAPT, De Sangosse, Pont du Casse, Frankreich, Halle 4, Stand L042
LIMACAPT von De Sangosse ist ein Stand-Alone-Sensor zum automatischen Zählen von Schnecken in Feldern. LIMACAPT ist dank eines Akkus sowie eines Solarmoduls energieautark und kann deshalb direkt in dem zu überwachenden Feld aufgestellt werden. Für die Analyse des Schneckenbefalls fertigt LIMACAPT während der Nacht – also in der Zeit der höchsten Schnecken-Aktivität – mittels einer durch Infrarot-Licht unterstützten Kamera mehrere hundert Bilder an, die dann von einem im Gerät integrierten Nano-Computer mittels eines speziellen Algorithmus ausgewertet werden. Laut Hersteller hat LIMACAPT bei der Zählung der Schnecken eine geringe Fehlerrate von etwa 5 %. Ebenso ist das System in der Lage, Schnecken eindeutig zu identifizieren, so dass diese nicht versehentlich mehrfach gezählt werden. Die ermittelte Anzahl der Schnecken auf dem Feld sendet LIMACAPT allmorgendlich wahlweise per Low-Speed oder GSM-Chip (um dem schlechten Netzausbau in ländlichen Regionen Rechnung zu zollen) an den Benutzer, der dann bei Bedarf geeignete Maßnahmen ergreifen kann. Eine unnötige Schneckenbekämpfung kann so vermieden werden.

Kit 3e main pour 3e point, HYDROKIT, Le Poire sur Vie, Frankreich, Halle 3, Stand F023
Hydrokit stellt mit „Kit 3e main pour 3e point“ die dritte Hand für den Oberlenker vor. Im Wesentlichen besteht das Kit aus einer elektrisch betriebenen Seilwinde mit Betätigungsschaltern, die am Kotflügel des Traktors angebracht werden. Um diese dritte Hand verwenden zu können, wird der Oberlenker mit einer Öse versehen, in die der Karabinerhaken des Windenseiles eingehängt wird. Über die Seilwinde kann der Oberlenker dann in Position gebracht werden. Ebenso kann „Kit 3e main pour 3e point“ für die Zapfwelle verwendet werden. Hier wird das Seil lediglich um den Zapfwellenschutz gelegt und mit dem Karabinerhaken gesichert. Beim Gerätean- und abbau erleichtert diese dritte Hand das Hantieren mit dem schweren Oberlenker beziehungsweise der schweren Zapfwelle. Ungünstige und damit gesundheitsschädliche Körperhaltungen können so vermieden werden; ebenso reduziert sich sich Quetschgefahr.

Fernand l'assistant, ISAGRI, Beauvais, Frankreich, Halle 4, Stand G012
Fernand l'assistant von ISAGRI ist ein Spachassistenz-System für Smartphones, das mittels künstlicher Intelligenz die Frage des Landwirtes – etwa ob der richtige Zeitpunkt für eine Pflanzenschutzmaßnahme gekommen ist – analysiert und Datenbank-basiert passende Antworten liefert. Neben der Sprachausgabe ist auch eine visuelle Darstellung der Antwort möglich. Die passende Antwort kann FERNAND geben, weil Informationen aus Farm-Management-Programmen in einer Cloud hinterlegt werden, auf die die Software zugreift. Dieses Hinterlegen ist der weit wichtigere Aspekt, da verschiedenste Daten (Produktdosierung, Betriebszeiten, Wetterbedingungen usw.) hier zusammengeführt werden.

Surlock-Schließsystem, JOURDAIN SAS, Escrennes, Frankreich, Halle 2, Stand B011
Das Surlock-Schließsystem von Jourdain soll ein einfaches und sicheres Öffnen und Schließen der Tore an Viehgattern ermöglichen. Am Tor wird ein federbelasteter Bolzen installiert. Das Gegenstück am Torrahmen besteht aus einem D-förmigen Gehäuse, an dem der Bolzen entlanggleiten kann und das mittig eine Bohrung aufweist, in die der Bolzen einrastet. Vor dem Gehäuse befindet sich senkrecht ein beweglicher Stift, der ein Vorbeigleiten des Bolzens an der Bohrung verhindert. Die Beweglichkeit des Stiftes nach links und rechts bewirkt, dass das Surlock-Schließsystem in beide Öffnungsrichtungen – je nach Position des Stiftes – funktioniert. Das System kann mit allen Toren verwendet werden.

Karnott, Lille, Frankreich, Halle 4, Stand G011
Karnott des gleichnamigen französischen Herstellers ist ein Aktivitäts-Tracker für Landmaschinen, der deren geografische Position und ihre Bewegung ermittelt. Der Tracker verfügt über eine eigene Stromversorgung und kann deshalb an jeder Art Landmaschine herstellerunabhängig verwendet werden. Karnott verfügt über einen GPS-Empfänger für die Positionsbestimmung und ein Kommunikationsmodul, um die erfassten Daten an einen Server zu übermitteln. Auf dem Server werden die Daten über einen von Karnott entwickelten Algorithmus analysiert und aufbereitet. Dadurch kann festgestellt werden, welche Fläche bearbeitet wurde, wann die Maschine tatsächlich gearbeitet hat und welche Nebenzeiten – Be- und Entladen, Ruhezeiten, Straßentransport, etc. – angefallen sind. Karnott kann so für die Arbeits-Analyse, -Planung sowie Optimierung und für die Abrechnung bei Maschinengemeinschaften und Lohnunternehmern eingesetzt werden.

Mikrogranulatstreuer, Kverneland Group France SAS, Saint-Jean-de-Braye , Frankreich, Halle 6, Stand H058
Der neue Mikrogranulatstreuer von Kverneland schützt Benutzer und Umwelt bei der Anwendung von Mikrogranulaten beziehungsweise Mikrodünger gleichermaßen. Der elektrisch angetriebene Mikrogranulatstreuer ist so aufgebaut, dass bei Austausch des Zellrades auch bei vollem Tank kein Granulat austritt, so dass der Landwirt damit nicht in Berührung kommt. Die SIMA-Jury lobt zudem die Möglichkeit der restlosen Entleerung, so dass keine Produktreste verbleiben, die die Umwelt belasten könnten. Dank des elektrischen Antriebes ist eine GPS-genaue Steuerung des Streuers möglich, um Überlappungen zu vermeiden.

Eco Stop, Manitou Group, Ancenis, Frankreich, Halle 7, Stand F100 bis C113
Manitous Eco Stop ist eine zeitgesteuerte und einstellbare Motorabschaltung. Laut Manitou läuft bei Teleskopladern der Motor 15 bis 30 % seiner Gesamtbetriebszeit, ohne dass sich ein Fahrer in der Kabine befindet. Durch dieses „versehentliche“ Vergessen, den Motor in Arbeitspausen abzustellen, entstehen unnötige Kosten durch Kraftstoffverbrauch, Maschinenabnutzung und damit verbundene Wartungsaufwände. Eco Stop hilft, unnötige Motorlaufzeiten und damit Kosten zu reduzieren. Das System kann per Druckknopf aktiviert und deaktiviert werden. Nach einer vorwählbaren Zeitspanne zwischen 1 und 30 Minuten, wird der Motor automatisch ausgeschaltet, wenn dieser sich im Leerlauf befindet und kein Fahrer in der Kabine anwesend ist.

Wiederverwendung von Manitou Teleskopladern am Ende ihres Produktlebenszyklus, Manitou Group, Ancenis, Frankreich, Halle 7, Stand F100 bis C113
Manitou verfolgt die Idee, dass seine Teleskoplader am Ende ihres Lebenszyklus nicht mehr einfach nur verschrottet werden. Viel mehr wird ein Recycling der einzelnen Materialien, wie beispielsweise Metallen, und eine Weiterverwendung bestimmter Teile angestrebt. Um dies optimal zu ermöglichen, soll das Maschinendesign im Hinblick auf diese Wiederverwertung optimiert werden. Neben dem positiven Umweltaspekt dieses Denkansatzes kann sich auch die langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen durch die Wiederverwendung gebrauchter Teile verbessern.

DFR Reverser, New Holland, Turin, Italien, Halle 6, Stand B027
New Holland zeigt mit dem neuen DFR-Reverser eine Ausstattungsoption, mit der sich Blockaden der Dynamic Feed Roll der CR Mähdrescher lösen lassen, ohne die Kabine zu verlassen. Fällt die Trommeldrehzahl unter 100 U/min, unterbricht der CR-Mähdrescher automatisch den Drusch und hält an. Wird nun der DFR-Reverser am IntelliView-Bildschirm aktiviert, kehrt dieser die Zuführung um und leert so die gesamte Zufuhrkette. Sind alle Blockaden beseitigt, kann sofort weiter gedroschen werden. New Holland ist sich sicher, dass der DFR-Reverser, der einen Hydraulikzylinder, eine Ratsche und ein Zahnrad umfasst, enorme Zeitersparnisse bewirkt, da das Lösen von DFR-Blockaden so nur noch zehn Minuten statt vormals zwei Stunden dauert.

LAVICOLE, Rabaud, Sainte CECILE, Frankreich, Halle 5a, Stand C051
Die selbstfahrende, ferngesteuerte Waschanlage LAVICOLE von Rabaud wurde konzipiert, um die notwendigen Reinigungsarbeiten insbesondere von Geflügelställen zu beschleunigen und zu vereinfachen. LAVICOLE verfügt über einen Ausleger mit fünf rotierenden Waschdüsen an einem Gelenkarm, mit dem bis zu einer Höhe von 4,5 m Decke, Wände, Fenster etc. gereinigt werden, eine Reinigungseinrichtung für Futtertröge, eine Hochdruckpistole zur abschließenden Endreinigung sowie eine Schaumpistole zum Auftragen von Reinigungsmitteln. LAVICOLE ist mit einem Raupenfahrwerk ausgestattet, das von 22-PS-Honda-Benzinmotor angetrieben wird und nutzt ein hydrostatisches Getriebe. Die Wasserversorgung der mobilen Einheit erfolgt über einen 100 m langen Schlauch durch eine außerhalb des Stallgebäudes stationierte Hochdruckreinigungsanlage mit 1000-Liter-Puffertank und 140-bar-Pumpe, die einen Durchfluss von 87 l/m bietet. Angetrieben wird die Hochdruckreinigungsanlage entweder per Traktor-Zapfwelle oder über einen eigenen Dieselmotor. Neben den verbesserten Arbeitsbedingungen für den Anwender zeichnet sich das System zusätzlich durch seine Wassereinsparung aus.

A-100 Asset Tag and Auto Asset Selection App, Trimble, Bonn, Deutschland, Halle 4, Stand H024
Das Trimble A-100 Asset Tag ist ein kostengünstiges Bluetooth Low Energy (BLE) Tag, das dazu verwendet werden kann, in Verbindung mit der Auto Asset Selection App Maschinen und Fahrer zu identifizieren und Maschinen- und/oder Benutzereinstellungen, vor allem für präzisionslandwirtschaftliche Anwendungen wie Lenksysteme, automatisch vorzunehmen respektive von Maschine zu Maschine zu übertragen. Das Trimble A-100 Asset Tag ist mit einem Akku ausgestattet, der abhängig von der Signalstärke und der Sendefrequenz eine Lebensdauer von bis zu fünf Jahren bietet. Ein Austausch des Akkus ist möglich.

AutoSync, Trimble, Bonn, Deutschland, Halle 4, Stand H024
Trimble AutoSync synchronisiert die Maschinendaten vom Traktor-Display automatisch und in Echtzeit mit denen des Hofcomputers, ohne dass Daten per USB-Stick oder Kabel transferiert werden müssen. So sind die Arbeitsdaten immer und überall verfügbar. Bei den synchronisierten Daten handelt es sich einerseits um Felddaten wie bearbeitete Flächen, und anderseits um Informationen über Fahrzeuge, Geräte und Benutzer. Der Betriebsleiter hat mit diesem System die Möglichkeit, Einstellungen anzupassen und in Echtzeit auf das Terminal im Traktor zu senden. Zusätzlich zum automatischen Datenaustausch zwischen Hof-PC und Traktor ist auch ein Teilen dieser Daten zwischen mehreren Traktordisplays möglich.

Autoren: Magdalena EstererKlaus Esterer

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