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Bundesministerin Klöckner und Ministerpräsident Kretschmer beim DBFZ

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Artikel eingestellt am:
22.8.2019, 7:27

Quelle:
Deutsches BiomasseForschungsZentrum (DBFZ)
www.dbfz.de

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Auf einem Rundgang über das Forschungsgelände des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) in Leipzig erhielten Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, und der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer einen Einblick in die intensiven Forschungsaktivitäten sowie die neu entstandene Infrastruktur des Forschungszentrums.

Am Deutschen Biomasseforschungszentrum in Leipzig wird an vielfältigen Projekten erforscht, welchen Einfluss die fortschreitende Digitalisierung auf die praktische Biomasseforschung hat und zukünftig haben kann. So wurde beispielsweise eine Strohverbrennungsanlage mit zahlreichen Sensoren und einer SPS-Steuerung ausgestattet, die den vollautomatischen Betrieb und eine permanente Überwachung der Anlagentechnik ermöglichen. Durch die Digitalisierung ist ein Anlagenmonitoring auch per Fernüberwachung von jedem Ort der Welt mit Internetanschluss aus realisierbar. Es ist zudem möglich, notwendige Änderungen an der Steuerungstechnik per Fernwartung durchzuführen. Dies führt zu Zeit- und Kostenersparnissen und minimiert ungewünschte Ausfallzeiten. Die Entwicklung eines „smarten“ Kaminofens sowie interaktiver Online-Tools zu Errechnung von Biomassepotenzialen sind nur einige Beispiele für die fortschreitende Digitalisierung in der täglichen Forschungsarbeit des DBFZ.

Auf dem Rundgang über das DBFZ-Gelände konnten Bundesministerin Julia Klöckner und Ministerpräsident Michael Kretschmer neben der Forschungsbiogasanlage und weiteren Prüfständen auch die neu entstandene und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanzierte Technikumshalle des DBFZ besichtigen. Ab dem kommenden Jahr soll hier umfangreiche angewandte Forschung im Bereich der energetischen und integrierten stofflichen Biomassenutzung in ganz neuem Maßstab möglich sein.
„Die nachhaltige Energiewende funktioniert mit klugen Ideen, digitalen Innovationen und der Nutzung von Biomasse. Anders als Wind- und Sonnenenergie steht Biomasse sehr flexibel zur Verfügung, unabhängig vom Wetter und von der Tageszeit. Sie lässt sich zudem gut speichern. Aus voller Überzeugung cofinanziere ich das DBFZ als zentrale Forschungseinrichtung des Bundes für alle Forschungsfelder im Bereich der Bioenergie mit meinem Ministerium mit jährlich sechs Millionen Euro. Und noch einmal über 15 Millionen Euro jährlich stellen wir aus unserem Agrarhaushalt für einen Erweiterungsbau bereit, damit wir beste Rahmenbedingungen für die angewandte Biomasseforschung bekommen. An der Nutzung und Weiterentwicklung der Digitalisierung in diesem Bereich wird künftig kein Weg vorbeigehen. Alles Gute den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DBFZ für ihre wichtige Arbeit“, so Bundesministerin Julia Klöckner.

Ministerpräsident Michael Kretschmer ergänzt: „Die Arbeit der Forscher hier am Leipziger Biomasseforschungszentrum ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Seit mehr als zehn Jahren wird hier erfolgreich an festen, flüssigen und gasförmigen Bioenergieträgern geforscht. Insbesondere daran, wie sie Teil eines integrierten Systems der erneuerbaren Energieerzeugung werden können. Seit der Einrichtung des DBFZ haben sich die Zahl und die installierte Leistung landwirtschaftlicher Biogasanlagen in Sachsen nahezu verdoppelt. Diese Entwicklung ist auch ein Ergebnis der schnellen praktischen Nutzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Entscheidend für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Umwelt und Landwirtschaft sind nicht allein Forschungsergebnisse, sondern vor allem ihre Überführung in die praktische Anwendung. Dies ist auch Ziel der 2016 ins Leben gerufenen sächsischen Zukunftsinitiative simul+.“



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