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Gemeinschaft als Erfolgsfaktor: Energiehandelshaus Energy2market feiert zehnjähriges Firmenjubiläum

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Artikel eingestellt am:
19.6.2019, 18:25

Quelle:
Energy2market GmbH
www.energy2market.de

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Ende April 2009 war es soweit: Das Leipziger Energiehandelshaus Energy2market (e2m) wurde als selbstfinanziertes Start-up gegründet – zehn Jahre später gehört die e2m zur ersten Liga der Aggregatoren für Erneuerbare Energien in Deutschland und Europa. Dies wurde nun am 17.5. im Rahmen einer Jubiläums-Matinee mit Kund*Innen, Partner*Innen und Wegbegleiter*Innen gewürdigt. Fast 100 Gäste der Jubiläums-Matinee betonten ihre Verbundenheit mit dem Unternehmen.

Dezentralisierung und Digitalisierung sind wesentliche Elemente und Treiber der Energiewende. In ihrer Rolle als Aggregator ist es der e2m einerseits gelungen, die kommerziellen Interessen Tausender dezentraler Erzeuger*Innen und Speicherbetreiber*Innen zusammenzuführen und ihnen einen unabhängigen Zugang zu den zentralistisch geprägten Energiemärkten zu geben. Andererseits konnte sie die Fähigkeiten der Wind-, Solar-, Biogas-, Wasserkraft- und KWK-Anlagen sowie verschiedener Speicher über ihr Virtuelles Kraftwerk auch technisch bündeln und auf diese Weise zielgerichtet Einfluss auf deren Erzeugungsverhalten nehmen. Mit der damit entstandenen Vermarktungs- und Flexibilitätsplattform konnte die e2m den Beweis antreten, dass viele kleine und insbesondere regenerative Akteur*Innen, deren Verhalten oft als chaotisch und bedrohlich dargestellt wird, wichtige energiewirtschaftliche Aufgaben übernehmen können, wenn sie zielgerichtet zusammenwirken. „Die e2m steht für dieses Zusammenwirken und die dahinterstehende Gemeinschaft – beide sind die Basis ihres Geschäftsmodells, welches damit zugleich ein wichtiger Baustein der Energiewende ist“, betont Andreas Keil, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens.

Dies sieht auch die Stadt Leipzig so. „Für uns gehört die e2m zu den Leuchtturm-Unternehmen, die ein exzellentes Beispiel dafür ist, wie durch Digitalisierung neue Geschäftsmodelle in der Energiebranche ermöglicht werden“, betont Thomas Lingk, Abteilungsleiter im Amt für Wirtschaftsförderung während der Jubiläums-Matinee. Leipzig ist führend beim Aufbau von Strukturen für eine Smart City und wird seit 2017 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als sogenannter Digital Hub gefördert. Leipzigs Aktivitäten liegen insbesondere auch auf dem Bereich Energie in Verbindung mit umweltfreundlicher Erzeugung und Nutzung und Smart-City-Ansätzen in einer vernetzten Stadt.

Die e2m gehört zu den frühen Pionieren der Direktvermarktung für dezentrale Erzeugungsanlagen und ist heute Marktführer im Segment Biogas. Rund ein Drittel der über 6.000 in der Direktvermarktung befindlichen Biogasanlagen haben sich dem Virtuellen Kraftwerk der e2m angeschlossen. Dies betont auch Dr. Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Biogas e.V. und Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energien. Für ihn hat die Arbeit der e2m auch eine politische Dimension: „Das Engagement der e2m bei der Flexibilisierung von Biogas-Anlagen hat deren Akzeptanz als bedarfsorientiert handelnder, regenerativer Energieerzeuger erhöht und hilft uns enorm bei der Gremienarbeit in Berlin.“

Insgesamt sieben Laudatoren blickten während der Jubiläums-Matinee aus unterschiedlichsten Seiten auf die e2m. So auch Harmut Bauer vom Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz Transmission GmbH. „Als uns die e2m vor über acht Jahren mit der Funktionsweise eines Virtuellen Kraftwerks für Regelenergie konfrontierte, war eigentlich allen ÜNB nicht klar, was das in der Praxis bedeutet. Heute schätzen alle den systemstabilisierenden Beitrag von dezentralen Erzeugungsanlagen im deutschen Stromnetz.“ Mittlerweile gehört die e2m zu den größten Poolanbietern für Regelenergie in Deutschland.

Auch Lösungen für die Industrie gehören zum Portfolio der e2m. Dominik Becks, Head of Product Management and Service Unit, Energy Services, von der BMW AG blickte in seiner Laudatio auf die im Oktober 2017 eröffnete BMW Speicherfarm im Werk Leipzig. Dabei handelt es sich um einen der weltweit größten industriellen Stromspeicher seiner Art, der aus bis zu 700 BMW i3-Batterien – ein Großteil davon in ihrem „second life“ – besteht. „Der hohe Spezialisierungsgrad der e2m ist ein wesentlicher Grund, warum wir als Großkonzern mit dem Unternehmen zusammenarbeiten“, erwähnt Becks im Gespräch. Die Speicherfarm ist werksintern über eine BMW-IT-Lösung in alle Energieflüsse integriert und mit dem Virtuellen Kraftwerk der e2m über eine standardisierte Schnittstelle verbunden. Sie erfüllt alle Anforderungen der ÜNB, insbesondere im besonders anspruchsvollen Markt für Primärregelleistung.

Auch in Zukunft wird die e2m die Energie und Flexibilität ihrer Kunden nutzen, um diesen einen Mehrwert zu liefern. Hierzu will sie einerseits die Handels- und Flexibilitätsmärkte im Sinne ihrer Kunden weiterentwickeln. Andererseits kümmert sie sich um die Erschließung weiterer Wertschöpfungspotenziale für die Nutzung dezentraler Flexibilität. Hier werden neben Erzeugungsanlagen und schaltbaren Lasten auch Speicher eine zunehmende Rolle spielen. So wurde beispielsweise in Brandenburg ein 22 MW großer industrieller Speicher, der von den Firmen ENEL und ENERTRAG betrieben wird, an das Virtuelle Kraftwerk der e2m angeschlossen. Zudem möchte die e2m verstärkt den grünen und regionalen Wert der Erzeugungsmengen vermarkten.



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