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Notstromkonzept mit erneuerbaren Energien und BHKW von MTU Onsite Energy erfolgreich getestet

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Artikel eingestellt am:
13.12.2018, 18:28

Quelle:
Rolls-Royce Power Systems AG
www.rrpowersystems.com

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Wie Rolls-Royce Power Systems mitteilt, haben die LEW Verteilnetz GmbH, MTU Onsite Energy und weitere Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft im November 2018 eine Auszeichnung im Rahmen des Bayerischen Energiepreises für das Projekt LINDA erhalten. Der Projektname steht für Lokale Inselnetzversorgung und beschleunigter Netzwiederaufbau mit dezentralen Erzeugungsanlagen bei großflächigen Stromausfällen. In verschiedenen Inselnetzversuchen wurde ein Notstromkonzept, das auf erneuerbare Energien und Blockheizkraftwerke von MTU Onsite Energy setzt, erfolgreich getestet. MTU Onsite Energy ist eine Marke von Rolls-Royce Power Systems.

Hintergrund des Projekts: Ein langandauernder, großflächiger Stromausfall kann maßgebliche Störungen in nahezu allen Gesellschaftsbereichen, wie zum Beispiel Gesundheitswesen, IT, Transport und Verkehr auslösen. Die Projektbeteiligten haben bewiesen, dass dezentrale Erzeugungsanlagen, wie Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerke und Biogasanlagen zur Notstromversorgung in so einem Fall eingesetzt werden können. Dafür haben die Projektpartner ein Konzept entwickelt und in den bisher umfangreichsten Inselnetzversuchen in Deutschland erfolgreich in der Praxis getestet: In drei bayerischen Kommunen waren 1.100 Haushalte, 185 Photovoltaikanlagen sowie zwei Wasserkraftwerke und eine Biogasanlage über sechs Stunden in ein autarkes Inselnetz eingebunden. „Während der Feldversuche war zu jeder Zeit ein stabiler Inselnetzbetrieb möglich“, so Dr. Georg Kerber, Projektleiter bei der LEW Verteilnetz GmbH.

Das LINDA-Konzept dient insbesondere der Notstromversorgung kritischer Infrastrukturen wie Krankenhäusern oder der Wasserversorgung. Diese können über ein vom überregionalen Stromnetz unabhängiges Inselnetz (Microgrid) versorgt werden. Bisher wurden Photovoltaikanlagen für die Notstromversorgung nicht genutzt, da diese Anlagen auf ein bestehendes Netz mit einer stabilen Spannungs- und Frequenzvorgabe angewiesen sind. Mit LINDA können solche dezentralen Erzeugungsanlagen nun für die Notstromversorgung erschlossen werden: Ein schwarzstartfähiges Kraftwerk, das also selbst zum Hochfahren keinen Strom benötigt, übernimmt die Rolle des Führungskraftwerks. Dies sorgt dafür, dass die Frequenz bei 50 Hz liegt und stabil bleibt. Diese Rolle übernahm aufgrund der vorherrschenden Leistungsverhältnisse ein Wasserkraftwerk. Mit einer Biogasanlage mit MTU-Onsite-Energy-Gasaggregaten wurden dabei verschiedene Tests zur Frequenzstabilität gefahren. Photovoltaikanlagen erkennen so ein bestehendes Netz und beginnen wie im typischen Verbundbetrieb einzuspeisen. Bis auf eine Anpassung des Führungskraftwerks ist dabei keine technische Nachrüstung nötig. Das Konzept lässt sich vergleichsweise gut übertragen. Damit liefert LINDA einen wichtigen Baustein zur Energiewende und Verbesserung der Versorgungssicherheit.

Um das Notstromversorgungskonzept möglichst flächendeckend einsetzen zu können, wurde eine Übertragung des Konzepts auf Gasaggregate als inselnetzführende Kraftwerke auch auf Prüfständen mit MTU-Motoren untersucht. „Aufgrund der hohen Verbreitung von Gaskraftwerken, ihrer Schwarzstartfähigkeit und ihrer hohen Verfügbarkeit, ist dieser Kraftwerkstyp für den Einsatz als Führungskraftwerk besonders interessant“, erklärt Marcus Mücke, Leiter der Entwicklung von Automationssystemen bei MTU Onsite Energy. Die Ergebnisse zeigen, dass Gasmotoren sowie Biogasanlagen als Führungskraftwerk dienen können. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt wird Rolls-Royce Power Systems in sein erweitertes Produktportfolio an schlüsselfertigen Microgrids einfließen lassen.

Das Projekt LINDA wurde unter Federführung der LEW Verteilnetz GmbH mit Partnern aus Industrie, wie MTU Onsite Energy GmbH, Bayerische Elektrizitätswerke GmbH, Stellba Hydro GmbH & Co KG, Marquis Automatisierungstechnik GmbH, PSI Software AG Wissenschaft sowie aus Wissenschaft wie Hochschule Augsburg, Technische Universität München entwickelt und umgesetzt.



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