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Claas präsentiert neue ARION 500/600 Baureihe

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Artikel eingestellt am:
22.6.2012, 7:14

Quelle:
ltm-ME/ltm-KE/CLAAS KGaA mbH
www.claas.com

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Zum Sommer 2012 wird die aktuelle Claas ARION Baureihe 500/600 durch eine neue gleichnamige ARION Generation mit insgesamt sieben neuen Modellen abgelöst. Neben der neuen Motorentechnologie, die mit Dieselpartikelfilter-System (DPF) und ohne SCR-/Adblue-Abgasnachbehandlung die geforderte Abgasstufe Stage IIIb (Tier 4i) erfüllt, und den zahlreichen neuen Ausstattungsdetails ist die neue Kabine eines der wesentlichen Highlights der neuen ARION Traktoren, denn mit dem neuen ARION 500/600 bietet Claas die Technik und den Komfort seiner Großtraktoren AXION 900 und XERION jetzt auch im mittleren Leistungssegment.

Mit sieben Modellen deckt der neue ARION 500/600 den Leistungsbereich zwischen 140 und 184 PS ab. Der ARION 650 hat laut Claas eine Nennleistung von 129/175 kW/PS und eine Höchstleistung von 135/184 kW/PS, der ARION 640 eine Nennleistung 124/169 kW/PS und eine Höchstleistung von 130/177 kW/PS, der ARION 630 eine Nennleistung von 117/159 kW/PS und eine Höchstleistung von 121/165 kW/PS, der ARION 620 eine Nennleistung von 10/150 kW/PS und eine Höchstleistung von 116/158 kW/PS, der ARION 550 eine Nennleistung von 116/158 kW/PS und eine Höchstleistung von 120/163 kW/PS, der 540 eine Nennleistung von 110/150 kW/PS und eine Höchstleistung von 114/155 kW/PS und schließlich der ARION 530 eine Nennleistung von 103/140 kW/PS und eine Höchstleistung von 107/145 kW/PS (alle Angaben nach ECE R 120, Nennleistung bei 2.200 U/min, Höchstleistung bei 2.000 U/min).

In der 500er-Baureihe sitzen 4,5 l Vierzylinder-Aggregate und in der 600er-Baureihe 6,8 l Sechszylinder-Aggregate von DPS, alle mit 4-Ventil-Technik, Commonrail-Einspritzung, Turbolader mit variabler Geometrie und Ladeluftkühlung unter der neu gestalteten Motorhaube.

Da der Dieselverbrauch umgelegt auf die Betriebsstunden kaum höher ist als bei der SCR-Technik, entschied sich Claas nach eigenen Angaben bei den neuen Arion Traktoren für DPF. Als weiteren Vorteil dieser Technik nennt Claas die Tatsache, dass natürlich kein zusätzliches AdBlue getankt und gegebenenfalls auf dem Schlepper als Reserve mitgeführt werden muss. Der Einsatz des notwendigen Dieselpartikelfilters gestaltet sich für den Fahrer laut Claas hingegen unproblematisch: Im normalen Betrieb werden bis zu 25 % der Abgase zurückgeführt und es erfolgt fortlaufend eine passive Regeneration des Filters. Alle 120 bis 130 Betriebsstunden ist eine aktive Regeneration des Partikelfilters notwendig. Dieser Vorgang, der etwa 20 Minuten dauert, wird vollautomatisch und vom Fahrer bis auf eine Anzeige am Armaturenbrett unbemerkt während der normalen Arbeit durchgeführt. Der Vorgang kann aber, da die Regeneration einfach gesagt, ein Freibrennen des Filters darstellt bei dem laut Claas unter Umständen Funkenflug auftreten kann, unterbunden werden, wenn sich der Traktor beispielsweise gerade im Stroh befindet. Alle 3.500 Betriebsstunden muss der Filter zudem komplett ausgewechselt werden, dieser Zeitpunkt ist aber synchron mit den normalen Wartungsintervallen. Das DPF-System zur Abgasnachbehandlung ist voll in das Fahrzeugkonzept integriert und so unter der Motorhaube verbaut, dass es für den Fahrer zu keiner Sichtfeldeinschränkung kommt.

Die Vierzylinder-Traktoren der aktuellen ARION Baureihe 540 – 510 mit ihrer hohen Wendigkeit – die durch die Wespentaille noch erhöht wird – und ihrem geringem Eigengewicht sind prädestiniert für Einsätze im Teillastbereich wie Frontladerarbeiten; mit dem neuen Motor allerdings erreicht der stärkste Vierzylinder, der ARION 550, eine Maximalleistung von 163 PS und kommt damit auch bei Zapfwellenarbeiten und im Transport in die engere Auswahl. Die neuen Traktoren der Sechszylinder-Leistungsklasse zeichnen sich vor allem durch hohe Zugkraft sowie Laufruhe auf dem Acker und bei Transportarbeiten auf der Straße aus. Mit Einführung der neuen ARION Generation kann der Claas Kunde also je nach Einsatz im 150 PS Segment zwischen einem Vierzylinder- und einem Sechszylinder-Traktor wählen.

Einige wesentliche Neuerungen für den ARION 500/600 stammen aus der Claas Großtraktorenbaureihe AXION 900. Dazu zählt unter anderem die elektronische Lüftersteuerung VISTRONIC, die nach Herstellerangaben eine präzise Steuerung des Lüfters ermöglicht und damit sowohl den Geräuschpegel, den Leistungsbedarf für das Kühlsystem als auch den Kraftstoffverbrauch senkt. Das neue Kühlerpaket selbst lässt sich mit Gasdruckfedern einfach aufklappen und schnell reinigen, der Luftfilter ist vor die Kühler gewandert und an dieser Position bestens zugänglich. Unter Kühlerpaket und Luftfilter befindet sich eine glatte Metallplatte, um die Reinigung zu erleichtern und an der Kühlerhaube befindet sich eine umlaufende Gummilippe, um ein Eindringen von Schmutz zu verhindern.

Alle neuen Modelle zeigen die bewährte Claas spezifische Traktorenbauweise mit langem Radstand – 2,56 m bei den 4-Zylinder- und 2,82 m bei den 6-Zylinder-Traktoren – und 50/50 Gewichtsverteilung auf Vorder- und Hinterachse bei kompakter Bauweise. Das Leergewicht der Maschinen liegt laut Claas zwischen 5,8 t und 7,8 t. Aufgrund der neuen Bauweise hat sich das maximal zulässige Gesamtgewicht sowohl für die 40 km/h als auch 50 km/h Version nach Herstellerangaben auf bis zu 12 t erhöht. Aus diesem Grund erhielt die neue ARION Generation serienmäßig, bis auf das kleinste Modell ARION 530, eine stärkere Hinterachse, die zudem eine vergrößerte maximale Bereifung ab Werk von 710/60 R38 erlaubt.

Claas stattet auch die neuen ARION 500 und 600 Traktoren mit dem HEXASHIFT Getriebe aus. Es verfügt über vier Gruppen und sechs Lastschaltstufen und kann komplett ohne Kupplungsbetätigung geschaltet werden, mittels HEXACTIV Schaltautomatik lassen sich die Lastschaltstufen und Gruppen voll automatisch schalten. Zu den bewährten Automatikfunktionen gehören außerdem das REVERSHIFT (Elektrohydraulische Wendeschaltung für ein einfaches Wechseln der Fahrtrichtung), Speedshift (schnelles Hochschalten der Lastschaltstufen und Gruppen) und Speedmatching (Automatische Anpassung der Lastschaltstufen beim Gruppenwechsel C4 -> D2). In der neuen Baureihe ist es in drei verschiedenen Ausführungen verfügbar, darunter die neue Getriebevariante des Super ECO 40 km/h bei 1.650 U/min, das vor allem für Transportanwendungen interessant sein dürfte. Apropos Getriebe: Ob und wann für den ARION auch ein stufenloses Getriebe verfügbar sein wird, will Claas derzeit noch nicht verraten. Vielleicht, heißt es seitens Claas, kommt der stufenlose ARION zur Agritechnica 2013.
Wahlweise ist der neuen Claas ARION 500/600 im Heck mit den Zapfwellen-Kombinationen 540/1000 oder 540/540E/1000/1000E erhältlich. Ab Werk liefert Claas die neuen ARION Traktoren zudem optional mit einer vollständig in den Rahmen integrierten Frontzapfwelle mit 1.000 U/min.

Alle ARION 500/600 Modelle sind mit einer Load-Sensing-Hydraulikanlage mit 110 l/min Leistung ausgestattet. Im Heck sind bis zu vier Steuergeräte möglich (mechanisch beim ARION CIS, elektronisch beim ARION CEBIS), ein Power Beyond Anschluss und für den Frontlader zwei zusätzliche elektronische Steuergeräte in Schleppermitte. Der optionale Frontkraftheber verfügt über ein integriertes, doppeltwirkendes Steuergerät; hier ist zudem ein druckloser Rücklauf möglich. Die Hubkraft des Heckkrafthebers beziffert Claas mit bis zu 8 t, der für den ARION 500 und 600 verfügbare Frontkraftheber bietet nach Herstellerangaben 3 t beziehungsweise 4 t Hubkraft.

Wird der ARION ab Werk mit einem Fronthubwerk oder einem Frontlader ausgerüstet, gehört auch der neue Halbrahmen zum Ausrüstungsumfang. Er wird zwischen Vorderachsträger und Getriebe entlang des Motors angebracht, nimmt die entstehenden Kräfte auf und dient gleichzeitig als Koppelpunkt für die Frontladerkonsolen. Diese werden einfach mit dem Halbrahmen verschraubt und können so jederzeit nachgerüstet werden.

Die Vorderachse ist wie gehabt einzelradgefedert (Serie bei 50-km/h-Version, Option bei 40-km/h-Version) und für eine erhöhte Stabilität bei beispielsweise Frontladerarbeiten auch komplett sperrbar. Sie kann außerdem optional mit einem neuen aktiven Bremssystem ausgerüstet werden. Bei den zwei Top-Modellen (ARION 650 und 640) gehört dies zur Standardausrüstung. Mit der neuen Baureihe wurden außerdem die Ballastierungsmöglichkeiten des ARION erweitert. Ergänzend zur Frontballastierung ist nun auch eine Ballastierung mit wahlweise 250 kg, 350 kg, 450 kg oder 550 kg pro Hinterrad verfügbar.

Eine weitere aus dem AXION 900 stammende Neuerung ist die großvolumige Fünf-Pfosten-Kabine, die für den ARION weiter entwickelt wurde. Sie zeichnet sich vor allem durch eine sehr gute Rundumsicht, ein hohes Maß an Ergonomie, die Vier-Punkt-Federung, die verstellbare Lenksäule, die serienmäßige Klimaanlage und in der CEBIS-Version (CEBIS: Claas Elektronisches BordInformationsSystem) die neue Armlehne mit integriertem CMOTION Multifunktionshebel und CEBIS Terminal aus. Wie beim AXION 900 ist die Kabine auch beim neuen ARION weiter vorn positioniert und die B-Pfosten konnten wegen der gewölbten Heckscheibe nach vorn aus dem Sichtfeld des Fahrers verlegt werden. Ergänzend wurde die Kabine speziell für den neuen ARION mit einer rechtsseitigen, einteiligen Einstiegstür ausgestattet. Und auch das Angebot an Fahrersitzen wurde mit dem neuen ARION um zwei Modelle auf nun fünf verschiedene gefederte Sitze der Hersteller Sears und Grammer erhöht. Für den Kabinenboden wurde im Vergleich zu den alten ARION ein neues, härteres Material verwendet und die neue neigungs- und höhenverstellbare Lenksäule erleichtert den Einstieg. Der Beifahrersitz muss zum Einstig nicht mehr weggeklappt werden, ist größer geworden und verfügt unter dem Sitz über ein geräumiges, abschaltbares Kühlfach.

Nach wie vor ist der ARION in der CIS-Version (CIS: Claas Information System) mit mechanischen Steuergeräten erhältlich. Die CIS-Armlehne wurde um die Zapfwellenfunktion (ein/aus) ergänzt und das Drehrad für die Einstellung der Arbeitstiefe wurde für eine verbesserte Erreichbarkeit weiter nach vorne verlegt. Die Traktoren der neuen Baureihe sind optional ab Werk vorbereitet für den Claas GPS PILOT sowie Claas TELEMATICS.

Der neue Claas Arion zeichnet sich zusätzlich durch eine wirklich praktische Werkzeugaufbewahrung aus: Wird die rechte Trittleiter zur Seite weggeklappt, befindet sich dahinter ein Fach, das für einen großen Werkzeugkasten Platz bietet. Über diesem Fach befindet sich, ebenfalls leicht zugänglich, auch der Sicherungskasten.

Autoren: Magdalena EstererKlaus Esterer

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