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John Deere führt neue 5G Schmalspurtraktoren ein

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Artikel eingestellt am:
15.1.2017, 7:30

Quelle:
ltm-KE, Bilder: John Deere GmbH & Co. KG
www.johndeere.de

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John Deere hat die Spezialtraktoren für den Obst- und Weinbau der Serie 5G überarbeitet und führt eine neue Generation mit den nun vier Grundmodellen 5075G, 5090G, 5100G und 5105G ein. Neue Motoren der Abgasnorm EU Stufe IIIB sowie einige neue Ausstattungsmerkmale zeichnen die neuen John Deere 5G Schmalspurtraktoren aus, die nach wie vor – abhängig vom Modell – in den Ausführungen GF (Fruit), GN (Narrow), GV (Vineyard) und GL (Low) verfügbar sind.

Als Motor kommt bei den John Deere 5G Spezialtraktoren jetzt modellübergreifend ein FPT F34 Vierzylinder-Dieselmotor mit 3,4 l Hubraum zum Einsatz. Der Motor verfügt über einen Wastegate-Turbolader mit Ladeluftkühler, eine gekühlte externe Abgasrückführung (EGR), eine CommonRail-Hochdruckeinspritzung mit bis zu 1.600 bar Einspritzdruck, ein Kühlsystem mit temperaturgesteuertem Viscolüfter sowie eine Abgasnachbehandlung mit Dieseloxidationskatalysator (DOC) und Dieselpartikelfilter (DPF) – die zusätzliche Verwendung der AdBlue-/SCR-Technik ist zur Einhaltung der Abgasnorm EU Stufe IIIB nicht erforderlich.
Die Nennleistung (alle nachfolgenden Leistungsangaben nach 97/68 EC) beziffert John Deere mit 54/72 kW/PS im 5075G, 67/91 kW/PS im 5090G, 75/100 kW/PS im 5100G und 77/105 kW/PS im 5105G. Die Maximalleistungen liegen nach Herstellerangaben mit maximal 1,7 PS Mehrleistung nahezu auf dem Niveau der Nennleistungen. Als Option und nur für die Modelle 5090G und 5105G in den Ausführungen F, N und V bietet John Deere das Intelligente Power Management (IPM) an, das bei Zapfwellenarbeiten die Nennleistung beim 5090G auf 71/96 kW/PS und die Maximalleistung auf 75/101 kW/PS erhöht. Beim 5105G hat IPM lediglich Einfluss auf die Maximalleistung, die mit dieser Technik beim Zapfwelleneinsatz auf 82/112 kW/PS ansteigt.
Das Motoröl-Wechselintervall gibt John Deere übrigens mit 500 Betriebsstunden an und der Kraftstofftank fasst serienmäßig 73 l. Für die GN- und GF-Typen ist zudem auf Wunsch ein 30-l-Zusatztank verfügbar, so dass die Gesamtkapazität auf 103 l steigt. Abstriche beim Dieselvorrat muss allerdings hinnehmen, wer den 5G Spezialschlepper mit optionaler Frontzapfwelle (nicht verfügbar für 5GV) bestellt. Mit dieser Ausstattung reduziert sich der Tankinhalt um 19 l (GN- und GF-Modelle) beziehungsweise 21 l (GL-Modelle).
Anzumerken ist noch, dass in der Version GV der 5075G und der 5090G, in den Ausführungen GN sowie GF der 5075G, der 5090G sowie der 5105G und als GL der 5075G, der 5090G sowie der 5100G angeboten werden.

Beim Getriebe besteht für die 5G Schmalspurtraktoren nach wie vor die Auswahl zwischen vier Optionen. Verfügbar sind ein 12V/12R-Gang-Getriebe mit mechanischer Wendeschaltung, ein 24V/24R-Gang-Getriebe mit mechanischer Wendeschaltung und mechanischer 2-fach-Lastschaltung, ein 24V/24R-Gang-Getriebe mit mechanischer Wendeschaltung und elektrohydraulischer 2-fach-Lastschaltung sowie ein 24V/12R-Gang-PowrReverser-Getriebe mit lastschalbarer Wendeschaltung und elektrohydraulischer 2-fach-Lastschaltung. Neu ist, dass das 24V/12R-Gang-PowrReverser-Getriebe jetzt auch für die 5GL-Modelle als Alternative zum 24V/24R-Gang-Getriebe mit mechanischer Wendeschaltung und mechanischer 2-fach-Lastschaltung angeboten wird. Die übrigen Ausführungen, 5GV, 5GN und 5GF, können mit allen vier Getriebe-Optionen ausgestattet werden und sind darüber hinaus in Kombination mit dem 12V/12R-Gang-Getriebe wahlweise als Hinterrad- oder Allrad-Maschinen lieferbar, während der 5GL ausschließlich mit Allradantrieb verfügbar ist. Stichwort Allradantrieb: Der Lenkwinkel der Allrad-Vorderachse wurde laut John Deere auf bis zu 43° erhöht, wodurch sich – in Kombination mit einer reduzierten Gesamtlänge der 5G Spezialtraktoren – der Wenderadius um bis zu 15 % verringert haben soll. Das 12V/12R-Gang-Getriebe bietet eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, alle übrigen Getriebe-Ausführungen 40 km/h.
Die Zapfwellen-Ausstattung im Heck der John Deere 5R Schmalspurtraktoren bleibt auch bei der neuen Generation mit den beiden wahlweise verfügbaren Drehzahlkombinationen 540/540E oder 540/1000 sowie der optionalen Wegzapfwelle überschaubar. Eine Frontzapfwelle kann als Wunschausstattung für die 5GF-, 5GN und 5GL-Modelle geordert werden.

Im Wein- und Obstbau sowie in Sonderkulturen werden viele Anbaugeräte traditionell hydraulisch angetrieben, so dass man möglicherweise auf mehrere Zapfwellendrehzahlen gut verzichten kann, nicht aber auf eine leistungsfähige, umfangreiche Hydraulik. Dass John Deere die Open-Center-Hydraulik der 5G Schmalspurschlepper wie zu Olims Zeiten serienmäßig lediglich mit einer 29,8-l-Hydraulikpumpe ausrüstet, scheint deshalb wenig praxisgerecht. Zum Glück stehen in der Optionen-Liste jedoch eine zweite Hydraulikpumpe mit laut John Deere 66,8 l/min Förderleistung sowie eine dritte 29,8-l-Pumpe. In Summe kommt so eine Förderleistung von beachtlichen 126,4 l/min zusammen. Wie die Vorgänger können auch die neuen 5G Spezialtraktoren mit bis zu vier, wahlweise elektronischen, doppeltwirkenden Steuergeräten ausgestattet werden. Der Heckkraftheber wird serienmäßig mechanisch, wahlweise elektronisch per EHR geregelt und bietet nach Herstellerangaben bei allen Modellen eine maximale Hubkraft von 25,4 kN. Für die Typen 5GN und 5GF sind Zusatzhubzylinder erhältlich, die die Heck-Hubkraft laut John Deere auf 30,4 kN erhöhen. Für die 5GF-, 5GN- und 5GL-Modelle gibt es zudem wahlweise einen Frontkraftheber, der nach Herstellerangaben beim 5GF und 5GN 28,3 kN und beim 5GL 21,8 kN Hubkraft bietet. Das Hydrauliköl-Wechselintervall hat John Deere nach eigenen Angaben auf nunmehr 750 Betriebsstunden verlängert.

Die Kabine der Modelle 5GV, 5GN und 5GF wurde einer Überarbeitung unterzogen. Laut John Deere fällt der Getriebetunnel durch eine Erhöhung der Fahrerplattform um 33 % niedriger aus und das Platzangebot konnte insgesamt um 10 % erhöht werden. Zudem sollen eine neue Anordnung der Bedienelemente, ein elektronisches Handgas, ein neuer Fahrtrichtungshebel, eine neue linke und rechte Bedienkonsole, ein neues Display sowie der optional erhältliche Deluxe-Sitz mit Luftfederung für mehr Komfort an Bord der John Deere Schmalspurtraktoren sorgen. Für den Einsatz in schmalen Rebzeilen gibt es darüber hinaus für die 5GV Weinbergschlepper eine neue extra schmale Kabine, die bei diesen Modellen eine Gesamtbreite des Fahrzeuges von lediglich einem Meter ermöglichen soll. Erstmals können auch die 5GL Traktoren mit einer Kabine ausgerüstet werden. Diese neue Niedrigdachkabine ist laut John Deere als einzige für dieses Segment ohne zusätzlichen Überrollschutz zugelassen und ermöglicht durch die niedrige Gesamthöhe ein komfortables und geschütztes Befahren von Spalier- und Laubenkulturen. Alternativ zur Kabine, bietet John Deere die 5GF- und 5GL-Schmalspurschlepper auch mit offener Fahrerplattform inklusive klappbarem Umsturzbügel an.

Autor: Klaus Esterer

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