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Mini-Update für Fendt Traktoren-Serie 500 Vario

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Artikel eingestellt am:
16.10.2016, 7:27

Quelle:
ltm-KE

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Die Leidensfähigkeit der Fendt-Fangemeinde wird derzeit arg auf die Probe gestellt. Zuerst die Absage des Feldtages in Wadenbrunn und jetzt präsentieren die Marktoberdorfer als Traktor-Neuheit 2016 ein Update für den Fendt 500 Vario, das so minimalistisch ausfällt, dass man schon genau hinsehen muss, um das Neue auszumachen. Dass der neue Modelljahrgang der Fendt 500 Vario Traktoren in Nordamerika bereits im Sommer 2015 vorgestellt wurde und europäische beziehungsweise deutsche Kunden gut ein Jahr auf das Update warten mussten, fällt da fast nicht ins Gewicht.

Was die Typenauswahl anbelangt, bleibt es beim Fendt 500 Vario auch in der Generation 2016 bei den vier Modellen 512, 513, 514 und 516 Vario, die wie gehabt in den Ausstattungsvarianten „Power“, „Profi“ und „ProfiPlus“ angeboten werden. Auch bei der Motorleistung gibt es praktisch keine Unterschiede zu den Vorgängern (siehe hierzu Artikel „Fendt führt neue Traktoren-Baureihe 500 Vario ein“), denn lediglich beim 514 Vario steigt die Maximalleistung laut Fendt (nach ECE R 24) geringfügig von 107/145 kW/PS auf 110/150 kW/PS. Neu ist hingegen – das ist wohl der Kern des Updates –, dass die Deutz-Motoren im Fendt 500 Vario jetzt die Abgasnorm EU Stufe IV/Tier 4 final erfüllen. Möglich ist das durch die jetzt zweistufige Abgasnachbehandlung mittels AdBlue-/SCR-Technik und Coated Soot Filter (CSF), der mit einer passiven Regeneration ohne zusätzliche Kraftstoffeinspritzung im Abgasstrang arbeitet. Darüber hinaus verfügen die Motoren im Fendt 512, 513, 514 und 516 Vario nun über eine elektronisch geregelte Abgasrückführung, eine kennfeldgesteuerte AdBlue-Einspritzung und einen zusätzlichen Motoröl-Wärmetauscher. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen ermöglichen diese Maßnahmen nicht nur die Einhaltung der aktuellen Abgasgrenzwerte sondern laut Fendt auch eine Reduzierung des AdBlue-Verbrauches um bis zu 50 Prozent.

Neu im Bereich Getriebe ist bei den Fendt 500er Varios lediglich die jetzt im Heck erhältliche 1000E-Zapfwelle. Da es insgesamt bei drei Drehzahlen bleibt, muss man sich allerdings beim Kauf entscheiden, ob man wie bisher die Zapfwellendrehzahlen 540/540E/1000 oder die neue Drehzahl-Kombination 540E/1000/1000E bestellt. Eine zeitgemäße Vierfach-Zapfwelle mit allen gebräuchlichen Drehzahlen hat Fendt also nach wie vor nicht in der Ausstattungs-Liste – hier haben einige Wettbewerber in dieser Leistungsklasse mehr zu bieten.
Neu ist auch, dass Fendt nach eigenen Angaben die Hinterachslast um 1 t auf 8,5 t erhöht hat. Da das zulässige Gesamtgewicht bei der 500 Vario Baureihe allerdings unverändert mit 10,5 t angegeben wird, bleibt es mit Leergewichten von 6,05 bis 6,4 t (Herstellerangabe in Grundausstattung) bei 4,1 bis 4,45 t Nutzlast.

Die VisioPlus-Kabine der Fendt 500 Vario Traktoren versprüht wie bisher vom ersten Moment an eine 1a-Wohlfühlatmosphäre und überzeugt mit Materialanmutung und Verarbeitungsqualität. Wer es noch gediegener haben möchte, kann ab sofort als Fahrersitz den Evolution dynamic Dualmotion ordern, wahlweise auch mit Lederbezug inklusive Lederlenkrad sowie Leder bezogenem Beifahrersitz. Ebenfalls als Option bietet Fendt für den neuen 500 Vario jetzt als Alternative zu den konventionellen Arbeitsscheinwerfern auch solche mit LED-Technik an, die zusammen bei deutlich geringerem Stromverbrauch laut Fendt eine Gesamtleistung von über 37.000 Lumen bieten. Eine neue Serienausstattung bei den Versionen „Profi“ und „ProfiPlus“ ist hingegen der 300-Grad-Frontscheibenwischer. Der Scheibenwischer mit deutlich erweitertem Wischfeld ist für die Ausführung „Power“ auch nicht als Option erhältlich und grundsätzlich nur bei Ausstattung mit durchgehender Frontscheibe verfügbar.

Überschaubar bleiben die Neuerungen bei der Elektronik-Ausstattung der Fendt Traktoren-Serie 500 Vario. So rüstet Fendt die 500er Varios jetzt mit dem Varioterminal der neuesten Generation, 7-B (Serie „Power“ und „Profi“) beziehungsweise 10.4-B (Serie „ProfiPlus“, Option „Profi“), in Smartphone-Optik aus. Darüber hinaus führt Fendt bei der Ausführung „ProfiPlus“ als Wunschausstattung eine neue Variante der VarioGuide-Spurführung ein, die die Auswahl zwischen zwei Receivern ermöglicht. Als Einstiegsvariante wird der NovAtel Receiver mit den Korrekturdiensten EGNOS/WAAS und RTK per Funk oder NTRIP angeboten. Wer bei den Korrekturdiensten mehr Auswahl benötigt, für den steht alternativ der Trimble Receiver zur Verfügung, der zusätzlich zu den genannten, weitere Dienste wie RangePoint RTX und CenterPoint RTX unterstützt und mit der xFill-Technologie nach Herstellerangaben einen Signalausfall von bis zu 20 Minuten überbrücken kann. Übrigens: Die bislang für den Fendt 500 Vario in „Profi“-Ausstattung als Option angebotene Einsteiger-Spurführung VarioGuide light ist nicht mehr verfügbar. Ebenso ist für den „Profi“ nur noch das VarioDoc Dokumentationssystem als Wunschausrüstung verfügbar, nicht aber das umfangreichere VarioDoc Pro. Wer also eine Spurführung oder die erweiterten Funktionen von VarioDoc Pro mit dem neuen Fendt 500 Vario nutzen möchte, muss sich zwangsläufig für die teuerste Ausführung „ProfiPlus“ entscheiden.

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