Anzeige:
 
Anzeige:

Neue Lindner Lintrac 95 LS und Lintrac 115 LS mit Lastschaltung

Info_Box

Artikel eingestellt am:
25.3.2020, 7:26

Quelle:
ltm-ME, Bilder 1-3, 5: Lindner Traktorenwerk GesmbH, Bild 4: ltm-KE
www.lindner-traktoren.at

5 Bilder zum Artikel:
Bildklick blendet Galerie ein.
Anzeige:
Anzeige:

Wie angekündigt stellt Lindner die neuen Lintrac 95 LS und Lintrac 115 LS im Leistungssegment von 102 bis 115 PS als Nachfolger der Geotrac 94 und 104 ep vor, die sowohl durch das Lastschaltgetriebe von ZF Steyr als auch die Hochleistungshydraulik von Bosch-Rexroth überzeugen wollen.

Die neuen Lindner Lintrac 95 LS und Lintrac 115 LS treibt der Perkins Syncro Motor (904J-E36TA) mit 3,6 l Hubraum an, der die EU-Abgasnorm der Stufe V erfüllt und schon im neuen Lintrac 130 zum Einsatz kommt. Die Verwendung dieses Motors ist nachvollziehbar, schließlich haben Perkins und Lindner sehr lange daran gearbeitet, den Motor inklusive der kompletten Abgasnachbehandlung (SCR, DOC, DPF) unter die Lintrac-Motorhaube zu bringen. Geschäftsführer Hermann Lindner betont die Drehmomentstärke des Motors, die gerade im steilen Gelände wichtig ist. Der 4-Zylinder-Motor leistet nach Herstellerangaben (ohne Angabe einer Norm) im Lintrac 95 LS 75/102 kW/PS und im Lintrac 115 LS 82/112 kW/PS. Lindner zufolge entfaltet der Lintrac 95 LS bei 1.500 U/min 430 Nm Drehmoment und der Lintrac 115 LS bei ebenfalls 1.500 U/min 450 Nm – beide mit einem recht steilen Drehmomentanstieg von 40 %. Um Anbaugeräte zu schonen und Treibstoff zu sparen setzt Lindner auf den ep-Drehzahlbegrenzer, mit dem die Maximaldrehzahl zwischen 1.200 und 2.300 U/min gedeckelt werden kann. Zusätzlich gehört das elektronische Handgas mit zwei programmierbaren Tasten zur Serienausstattung, mit dem einerseits automatisch die eingespeicherte Drehzahl erreicht wird und das sich anderseits über den Drehregler (Potentiometer) als Tempomat verwenden lässt.

Für all jene, die den hohen Wirkungsgrad eines Schaltgetriebes bevorzugen, bietet Lindner die neuen Lintrac 95 und 115 LS mit dem bewährten ZF-Steyr-Getriebe mit Zweifach-Lastschaltung an, das 16 Vorwärts- und 8 Rückwärtsgänge bietet. Die serienmäßige Automatisierungsfunktion Speedmatching passt die Lastschaltstufe automatisch beim Gangwechsel an; die Stufe kann auch manuell gewählt werden. Am Lenkrad findet sich der Fahrtrichtungshebel, mit dem die lastschaltbare Wendeschaltung bedient wird, die sich aber auch mit dem optionalen Bosch-Rexroth-Multicontroller steuern lässt. Mit der Taste am Ganghebel wird die serienmäßige Komfortkupplung kontrolliert. Die Höchstgeschwindigkeit beziffert Lindner mit 40 km/h.

Die Lindner Lintrac LS, deren Konzeption die Wendigkeit ins Zentrum stellt, verfügen in Standardausstattung über eine Frontachse mit nach Unternehmensangaben 3.000 kg höchstzulässiger Achslast. Der Lenkeinschlag von 52° ermöglicht Lindner zufolge Wendekreise von 8,0 bis 9,3 m Durchmesser. Auf Wunsch können die Traktoren mit gefederter Vorderachse bestellt werden, bei der die hydraulischen Federungszylinder gut geschützt in die Achsaufhängung integriert sind, um besten Fahrkomfort bei größtmöglicher Bodenfreiheit zu erlauben.
Für steile Gelände lassen sich die neuen Lintrac LS mit 4-Rad-Kardanbremse mit Sicherheitssperre ausrüsten, um den Schlepper zusätzlich zur Handbremse auch mit der Betriebsbremse zu arretieren.

Die lastschaltbare Heckzapfwelle bietet nicht nur die vier Zapfwellengeschwindigkeiten 430, 540, 750 und 1.000 U/min, sondern auch eine Zapfwellenanlaufsteuerung mit drei Anlaufkurven (leicht, mittel, hart), durch die sich ein ruckfreier, verschleißarmer und sicherer Kraftschluss ergeben soll. Betätigt wird die Zapfwelle in der Kabine oder an den Heckkotflügeln. Auf Wunsch ist eine 1000er-Frontzapfwelle erhältlich.

Die Bosch-Rexroth-Hochleistungshydraulik mit Axialkolbenpumpe in den neuen Lindner Lintrac 95 LS und Lintrac 115 LS fördert 80 l/min und verfügt über einen getrennten Ölhaushalt für Arbeithydraulik/Lenkung und Getriebe. Die Hydraulikleistung lässt sich stufenlos von 4 bis 80 l/min regeln. Serienmäßig verfügen beide neuen LS-Lintrac über drei doppelwirkende Load-Sensing-Steuergeräte mit Schwimmstellung, die um bis zu zwei Steuergeräte erweitert werden können – optional auch durch elektrische EHS-Ventile. Die elektronische Hubwerksregelung (EHR) ist mit AHC ausgestattet. Mit dem erwähnten, optionalen Bosch-Rexroth-Multicontroller, lassen sich die wichtigsten Hydraulikfunktionen übrigens mit einer Hand bedienen.
Die auf Wunsch erhältliche Traktor Fronthydraulik mit EFH-Geräteentlastung wurde mit einer Abstützung auf die Hinterachse konstruiert und lässt sich zusätzlich mit integrierter Geräteentlastung bestellen. Statt der Hubarme kann beispielsweise für den Schneepflug eine Anbauplatte montiert werden.

In der gefederten Panorama-Komfortkabine des neuen Lindner Lintrac 95 LS und der ebenfalls gefederten TracLink-Kabine des Lintrac 115 LS findet sich neben einem luftgefederten Komfortsitz und einem in Höhe und Neigung verstellbaren Komfortlenkrad an selbigem das Zentral-Infoboard mit I.B.C.-Display (Intelligenter-Bord-Computer) als zentrale Anzeige. Das IBC-Zentralinfoboard, das übrigens in der Schweiz gefertigt wird, kombiniert Zeiger-Instrumente mit einer digitalen Anzeigematrix und informiert so über Drehzahlen, Geschwindigkeit, Serviceanzeigen und Uhrzeit; bei Bedarf kann die Batteriespannung, die Tagesbetriebsstunden oder die Distanz eingeblendet werden. Ein Verbrauchsrechner soll beim Spritsparen helfen, indem angezeigt wird, bei welcher Motordrehzahl ein optimaler Verbrauchwert erzielt wird. Zwischen den Funktionen wird mittels Funktionsknopf oder der Schnellwahltaste am Shuttle-Hebel gewechselt. Um jederzeit die beste Lesbarkeit zu ermöglichen, lässt sich die Helligkeit des IBC-Zentralinfoboards einstellen.
Die Bedienelemente in der Kabine der Lindtrac LS sind in Schaltinseln gegliedert und dezent beleuchtet. In der Seitenkonsole findet sich ein praktisches Telefon-Fach mit Steckdose. Auf Wunsch lassen sich die Lintrac LS mit einem HiFi-Audiosystem inklusive integrierter Bluetooth-Freisprecheinrichtung ausrüsten.

Die neuen Lintrac LS sind mit stromsparendem LED-Rücklicht und Tagfahrlicht (das über das IBC-Zentralinfoboard aktiviert wird) ausgestattet; die Leuchtdioden halten laut Lindner über 20.000 Betriebsstunden. Die serienmäßigen Bi-Halogen-Scheinwerfer für Fern- und Abblendlicht lassen sich auf Wunsch durch LED-Arbeitsscheinwerfer ergänzen. Für den Kommunaleinsatz bietet Lindner den TracLink LED-Dach-Blitzer oder extrem gut sichtbare LED-Rundumleuchten und Blitzbalken an.

Autorin:

Dieser Artikel gefällt Dir? Dann unterstütze unsere Arbeit doch über die > Kaffeekasse!



Mehr über Lindner auf landtechnikmagazin.de:

Lindner präsentiert neue stufenlose Lintrac 80 und Lintrac 100 [19.9.21]

Lindner stellt mit den neuen Lintrac 80 und Lintrac 100 zwei weitere stufenlose Lintrac Traktoren vor und ersetzt mit den beiden Modellen den Lintrac 90. Nachdem es zwischenzeitlich auch Lintrac-Modelle mit Lastschaltgetriebe gibt (ein Artikel zu diesen folgt) tragen alle [...]

Lindner sucht die besten Spritsparer 2021 [26.6.21]

Bis zum 31. September sind bei der Lindner-Spritsparmeisterschaft 2021 Lindner-Besitzer*Innen eingeladen, ihre Einsätze, ihre Arbeitsstunden und die jeweiligen Verbrauchsdaten zu dokumentieren. Die Teilnahme erfolgt per Traclink mobile App oder über die Lindner-Community [...]

Farming Simulator League: Lindner-Team im großen Finale [29.8.20]

Seit 2019 verspricht die Farming Simulator League (FSL) Hochspannung für alle eSports-Freunde. Seit dem Startschuss ist der Tiroler Landmaschinenspezialist Lindner mit einem sechsköpfigen Team und dem virtuellen Lintrac 90 bei der Serie mit dabei. Bis März/April 2020 [...]
Weitere interessante Landtechnik-Berichte:

Zetor begeistert mit Pininfarina-Traktor und neuer Baureihe Prototyp 50 [6.12.15]

Nachdem Zetor längere Zeit der Agritechnica fernblieb, kam die Marke zurück nach Hannover – und das mit einem Paukenschlag. Neben der angekündigten Designstudie von Pininfarina, die erwartungsgemäß phantastisch aussieht, zeigte Zetor auch den Prototypen einer neuen, [...]

Annaburger erweitert Universalstreuer-Programm mit neuem HTS 18.04 nach unten [1.1.17]

Der neue HTS 18.04 mit 18 t zulässigem Gesamtgewicht und nach Herstellerangaben 14,1 m³ Ladevolumen erweitert die Annaburger Universalstreuer-Familie nach unten. Dank eines Umrüstsatzes eignet sich der Annaburger HTS 18.04 Tandem-Universalstreuer nicht nur zum Streuen [...]

Neuer AERO 32.1: Rauch wieder mit Pneumatik-Düngerstreuer für den Dreipunkt-Anbau [3.2.20]

Erstmals seit vielen Jahren zeigte Rauch auf der Agritechnica 2019 mit dem neuen AERO 32.1 wieder einen Pneumatik-Düngerstreuer für den Dreipunkt-Anbau. Vorgestellt wurde in Hannover ein Prototyp des zukünftigen Rauch Pneumatik-Dreipunktstreuers, die Markteinführung von [...]

New Holland ändert Typenbezeichnungen bei den Spezialtraktoren der Serie T4000 F/N/V [13.5.13]

Auf der INTERVITIS INTERFRUCTA 2013 zeigte New Holland die T4000 F/N/V Spezialtraktoren mit neuen Typenbezeichnungen, die sich – im Sinne einer Vereinheitlichung – an der bei den T4 Standardtraktoren verwendeten Nomenklatur orientieren. Technik und Ausstattung der New [...]

Gülle-Selbstfahrer optimal auslasten mit dem neuen Zunhammer Zuni-Trail [22.11.09]

Arbeitsbreite rauf, Arbeitsgeschwindigkeit runter – mit dieser Formel könnte man den neuen Zuni-Trail von Zunhammer beschreiben, mit dem es nun erstmals möglich ist, das Leistungspotential teurer Gülle-Selbstfahrer auch bei reduzierter Arbeitsgeschwindigkeit besser [...]