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Same führt neue Traktoren Virtus 120, 130 und 140 ein

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Artikel eingestellt am:
26.3.2018, 7:28

Quelle:
ltm-KE, Bild 2: SAME DEUTZ-FAHR DEUTSCHLAND GmbH
www.same-tractors.com

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Auf der Agritechnica 2017 präsentierte Same die neuen Traktoren Virtus 120, 130 und 140. Mit Nennleistungen von 110 bis 129 PS sind die neuen Virtus Modelle derzeit die stärksten Standardtraktoren im Same Produktprogramm. Bemerkenswert ist zudem, dass es – anders als bei anderen Same-Baureihen – zu den neuen Virtus Traktoren aktuell keine direkte Entsprechung im Deutz-Fahr Sortiment gibt.

Angetrieben werden die neuen Same Virtus Schlepper von SDF FARMotion 4-Zylinder-Turbomotoren mit knapp 3,9 l Hubraum. Die Motoren verfügen über eine elektronisch gesteuerte Common-Rail-Einspritzung mit 2.000 bar Einspritzdruck, einen Turbolader mit Wastegate-Ventil sowie einen Ladeluftkühler und erfüllen dank Abgasrückführung sowie AdBlue-SCR-Technik die Vorgaben der Abgasnorm EU Stufe IV; der AdBlue-Tank fasst laut Hersteller 12 l, der Dieseltank 185 l. Die Nennleistung nach ECE R120 beziffert Same mit 80/110 kW/PS im Virtus 120, 88/120 kW/PS im Virtus 130 und 95/129 kW/PS im Virtus 140. Die Maximalleistung nach ECE R120 wird vom Hersteller mit 85/116 kW/PS für den Virtus 120, 93/126 kW/PS für den Virtus 130 und 100/136 kW/PS für den Virtus 140 angegeben. Als maximales Drehmoment nennt Deutz-Fahr 462 Nm beim Virtus 120, 506 Nm beim Virtus 130 und 544 Nm beim Virtus 140. Eine interessante neue Option ist die hydraulische Motorbremse HEB (Hydraulic Engine Brake), die über einen Fußschalter im Kabinenboden betätigt wird und bei Aktivierung die Hydraulikanlage und den elektronischen Viskolüfter auf höchster Stufe zuschaltet. Die so vom Motor zusätzlich abverlangte Leistung drosselt diesen und führt zu einer entsprechenden zusätzlichen Bremsleistung, die praktisch verschleißfrei zur Verfügung steht und die Bremsen des Traktors entlastet.

Das SDF Getriebe in den neuen Same Traktoren Virtus 120, 130 und 140 verfügt in der Grundausstattung über fünf Gänge, zwei Gruppen, eine dreistufige Lastschaltung sowie eine hydraulische Wendeschaltung und bietet so 30 Vorwärts- und 30 Rückwärtsgänge. Auf Wunsch ist ein zusätzliches Kriechgang- und Superkriechganggetriebe mit Geschwindigkeiten ab 134 m/h (bei Nenndrehzahl) verfügbar, das die Anzahl der Gänge auf 60 vorwärts und 60 rückwärts verdoppelt. Für Komfort sorgen die Stop&Go-Funktion, die ComfortClutch Komfortkupplung am Schalthebel sowie die Funktionen APS (Automatic Powershift) und SpeedMatching für die Auswahl der passenden Lastschaltstufe in Abhängigkeit der Fahrgeschwindigkeit. Bei den Modellen Virtus 130 und 140 ist für noch mehr Bedienkomfort zudem die automatische Schaltung von Allrad und Differentialsperren (ASM) Bestandteil der Serienausstattung.
Die zwei Zapfwellendrehzahlen 540 und 1000 sind bei den neuen Virtus Traktoren im Heck Serie, auf Wunsch gibt es die komplette Ausstattung mit vierfach-Heckzapfwelle 540/540E/1000/1000E sowie eine Wegzapfwelle. Die Bedienung der Heckzapfwelle erfolgt elektrohydraulisch, eine Zapfwellenautomatik schaltet die Zapfwelle in Abhängigkeit der Kraftheberposition ein und aus. Eine 1000er-Frontzapfwelle liefert Same für die neuen Virtus Modelle als Option.
Serienmäßig verfügen die Virtus Traktoren über ein Vierradbremssystem mit nassen Mehrscheibenbremsen und die hydraulische Feststellbremse HPB (Hydraulic Park Brake), die im Notfall auch verwendet werden, um den Traktor langsam zu stoppen. Ebenfalls serienmäßig ist die Powerbrake (Bremskraftverstärker), die die notwendige Pedalkraft beim Bremsen reduziert und laut Same auch bei abgeschaltetem Motor zehn Notbremsungen ermöglicht. Als Ausstattungsoptionen werden sowohl eine hydraulische als auch eine pneumatische Anhänger-Bremse angeboten. Als Wahlausrüstung ist zudem eine Vorderachsfederung und die SDD-Schnelllenkung (bei Aktivierung weniger Lenkradumdrehungen bis zum vollen Lenkeinschlag) erhältlich. Ebenfalls auf Wunsch können die neuen Same Virtus Traktoren mit Agrosky GPS-Spurführungssystem geliefert werden.

Die Hydraulikanlage der Same Virtus 120, 130 und 140 ist serienmäßig als Open-Center-System mit 90-l/min-Pumpe ausgeführt. Drei oder vier mechanische Zusatzsteuergeräte sind bei dieser Konfiguration im Heck möglich. Als Option steht ein Load-Sensing-System mit 120-l/min-Pumpe und vier oder fünf elektronischen Steuergeräten im Heck zur Verfügung. Als weitere Wunschausstattung gibt es ein elektronisches Zusatzsteuergerät in der Front. Der Heckkraftheber wird beim Virtus elektronisch geregelt und bietet bei den Modellen Virtus 120 und 130 laut Hersteller eine Hubkraft von 5.000 kg. Der Virtus 140 verfügt bereits in der Serienausstattung über die für den Virtus 120 und 130 als Option verfügbaren Zusatzhubzylinder und bietet so im Heck laut Same eine Hubkraft von 7.000 kg. Auf Wunsch rüstet Same die Virtus Schlepper mit einem neuen Frontkraftheber aus, der nach Herstellerangaben über eine Hubkraft von 2.880 kg verfügt.

Die Kabine der neuen Virtus ist bereits von den Vorgängern – und im Grundaufbau auch von den neuen Deutz-Fahr Serie 6 4-Zylindern – bekannt. Durch zahlreiche Sonderausstattungen lässt sie sich individuell an die eigenen Bedürfnisse und Ansprüche anpassen. So kann sie etwa auf Wunsch statt mit der serienmäßigen Lagerung auf Hydro-Silent-Blöcken auch mit einer mechanischen oder pneumatischen Kabinenfederung bestellt werden. Weitere Wahlausrüstungen sind eine manuelle oder automatische Klimaanlage, LED-Arbeitsscheinwerfer, ein Freisichtdach oder ein FOPS-geprüftes Dach und nicht zuletzt die ISOBUS-Ausstattung sowie der 8-Zoll-iMonitor, der als Anzeige für die Traktoreinstellungen und für Precision-Farming Anwendungen, wie beispielsweise das Agrosky-Lenksystem, dient.

Autor: Klaus Esterer

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