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Spurführung und Update für Fendt Kompakttraktoren 200 S Vario und Schmalspurschlepper 200 V / F / P Vario

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Artikel eingestellt am:
17.9.2017, 7:25

Quelle:
ltm-KE, Bilder: AGCO GmbH
www.fendt.com

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AGCO / Fendt führt zur Agritechnica 2017 bei den kompakten Standardschleppern 200 S Vario und den Schmalspurtraktoren 200 V / F / P Vario ein Update mit EU-IIIB-Motoren und einigen Detailmodifikationen beziehungsweise neuen Ausstattungsoptionen ein. Zudem können zukünftig auch die Traktoren am unteren Ende des Fendt-Produktprogrammes ab Werk mit einer entsprechenden Vorrüstung geliefert werden, so dass sie mit einer Spurführung ausgestattet werden können.

Der 3-Zylinder AGCO Power Motor vom Typ AP 33 AWI mit 3,3 l Hubraum erfüllt in den Fendt 200 Vario Traktoren jetzt die Vorgaben der Abgasnorm EU Stufe IIIB. Hierfür gibt es zusätzlich zur externen Abgasrückführung (AGRex) einen am Auspuff angeordneten, wartungsfreien Dieseloxidationskatalysator (DOC); SCR-Kat und AdBlue sind nach wie vor nicht erforderlich. Die Motorleistungen sind bei den Ausführung S Kompakttraktor und Schmalspurtraktor V / F / P identisch. Hier gibt Fendt als Nennleistung (nach ECE R 120) für den 207 Vario 53/72 kW/PS, für den 208 Vario 60/82 kW/PS, für den 209 Vario 67/91 kW/PS, für den 210 Vario 73/99 kW/PS und für den 211 Vario 74/101 kW/PS an. Die Maximalleistung wird (nach ECE R 120) mit 57/77 kW/PS beim 207 Vario, 63/86 kW/PS beim 208 Vario, 70/96 kW/PS beim 209 Vario, 77/104 kW/PS beim 210 Vario und 82/111 kW/PS beim 211 Vario beziffert. Als neue Wunschausstattung ist für die 200er Varios jetzt ein Umkehrlüfter verfügbar.

Auch im Bereich Getriebe und Fahrwerk sind bei den Fendt 200 Vario Traktoren kleinere Neuerungen auszumachen. Zu nennen ist hier die jetzt lenkwinkelabhängige neue automatische Abschaltung der Differenzialsperre und des Allradantriebes ebenso wie die optionale VarioActive-Lenkung zur Reduzierung der benötigten Lenkradumdrehungen. Mit VarioActive-Lenkung wird bei Geschwindigkeit von weniger als 8 km/h mit nur einer Lenkradumdrehung der maximale Radeinschlag erreicht. Zwischen 8 bis 18 km/h reduziert sich dann die Wirkung der Überlagerungslenkung. Neu ist auch, dass statt der optionalen 1000er-Frontzapfwelle jetzt wahlweise auch eine 540-E-Sparzapfwelle für die Front lieferbar ist. Zudem ist für das Anhängersystem eine Druckluftbremsanlage mit elektronisch gesteuertem Lufttrockner verfügbar, die laut Fendt weniger Wartungsaufwand und eine noch bessere Funktionssicherheit ermöglicht.

Wahlweise können die Fendt 200 Vario Kompakt- beziehungsweise Schmalspurtraktoren jetzt neu mit einem Load-Sensing-Hydraulik-System mit Axialkolbenpumpe und 33 + 71 l/min Förderleistung bestellt werden. Mit der Summierungsfunktion steht bei dieser Ausstattung dann eine Gesamtförderleistung von 104 l zur Verfügung. Die Ausführung mit Tandem-Kontantstrompumpe bleibt Serienausstattung. Ebenfalls als Option ist im Heck nun ein Power-Beyond-Anschluss (Druck- und Steuerleitung, Rücklauf) verfügbar. Darüber hinaus hat Fendt den Frontkraftheber überarbeitet. Ein neuer Guss-Unterlenkerrahmen mit diagonal anklappbaren Unterlenkern soll mehr Freiraum zum Frontlader schaffen. Ferner sind laut Fendt die Gussfrontplatte und die Hubzylinder für mehr Untergriff überarbeitet worden.

Bei der Spurführung für die 200 Vario Traktoren setzt AGCO / Fendt nicht auf das hauseigene VarioGuide-System. Vielmehr liefert Fendt die Kompakttraktoren und Schmalspurschlepper ab Werk auf Wunsch (Preis laut Fendt-Konfigurator etwa 4.400 Euro zzgl. MwSt.) mit einer Vorrüstung, die eine offene Schnittstelle in der Kabine zur Anbindung von Spurführungs-Systemen von Fremdherstellern, das Lenkventil, die Verkabelung, die Lenkwinkelsensoren sowie das Sicherheitssystem umfasst. Die Schnittstelle basiert laut Fendt auf der von der Agricultural Industry Electronics Foundation (AEF) initiierten ISOBUS Funktionalität TIM (Tractor Implement Management). Auch wenn nach Unternehmensangaben aktuell Reichhardt der von Fendt privilegierte Systempartner ist, können, sobald der AEF ISOBUS Konformitätstest für TIM verfügbar ist, auch Spurführungssysteme anderer Hersteller, die dieses Kriterium erfüllen, angeschlossen werden. Von Reichhardt gibt es derzeit zwei Spurführungs-Varianten für die Fendt 200 Vario Traktoren. Zum einen ist das eine GPS-Spurführung mit einer Genauigkeit nach Herstellerangaben von +/- 2 cm. Zum anderen gibt es eine reihengesteuerte Spurführung mittels Ultraschall-Sensoren entlang der Pflanzenreihen. Letztere Variante dürfte insbesondere in Kombination mit den 200 V / F / P Vario Schmalspurtraktoren interessant sein, erlaubt sie doch eine Spurführung in Gewächshäusern und beispielsweise zwischen Rebzeilen mit fest definiertem Abstand zu den Pflanzen.

Rund um die Kabine führt AGCO / Fendt auch einige Neuerungen respektive neue Optionen bei den 200 Vario Traktoren ein. Hier gibt es auf Wunsch vorne und hinten am Kabinendach sowie an der A-Säule jetzt auch LED-Arbeitsscheinwerfer und für höheren Fahrkomfort sorgen laut Fendt eine noch bessere Sitzpolsterung sowie eine Rückenlehnenverlängerung. Insbesondere auf den Winterdienst im Kommunaleinsatz zielt die neue, optionale Fußbodenheizung ab. Die elektrischen Heizelemente der Fußbodenheizung hat Fendt nach eigenen Angaben stolperfrei direkt in den Aufbau des Kabinenfußbodens integriert. Temperatursensoren sollen eine effiziente sowie schnelle Erwärmung des Fußraumes ermöglichen, wobei eine Überhitzung durch eine Sicherheitsschaltung verhindert werden soll.

Die Kompakttraktoren 200 S Vario und Schmalspurschlepper 200 V / F / P Vario stehen mit den neuen (optionalen) Ausstattungsmerkmalen laut Fendt ab November 2017 zur Verfügung.

Auf der Agritechnica 2017 zeigt Fendt seine Neuheiten in Halle 20, Stand A26a.

Autor: Klaus Esterer

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