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Wann ist ein Traktor ein Traktor? Fendt und John Deere 2014 in Deutschland Marktführer bei Traktoren

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Artikel eingestellt am:
23.1.2015, 18:22

Quelle:
ltm-ME, ltm-KE

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Erneut nehmen Fendt und John Deere für sich in Anspruch, laut Statistik des Kraftfahrzeugbundesamtes 2014 die meisten Traktorenzulassungen in Deutschland erreicht zu haben. Grund für diese zwei Sieger ist der Umstand, dass Fendt nur die Traktorenzulassungen ab 38/51 kW/PS, John Deere allerdings alle Traktorenzulassungen ab 0 PS betrachtet.

Tatsächlich wurden 2014 in Deutschland 34.722 Traktoren neu für den Straßenverkehr zugelassen (siehe Artikel „VDMA Landtechnik: 2014 gutes Verkaufsergebnis für Traktoren in Deutschland trotz Nachfragerückgang“) davon 28.555 Einheiten im Bereich über 37/50 kW/PS. Fendt verbuchte 5.904 Neuzulassungen, die 20,7 % der 28.555 Einheiten darstellen. John Deere gibt an, mit 6.736 Einheiten einen Marktanteil von 19,4 % bei den 37.722 Neuzulassungen erreicht zu haben; auf diese Zahl bezogen erreichte Fendt einen Marktanteil von 17 %.

Um seine führende Position noch klarer unter Beweis zu stellen, weist Fendt zusätzlich darauf hin, im Segment der Großtraktoren mit 2.292 Traktorenzulassungen sogar 35 % Marktanteil zu halten – das Segment der Traktoren ab 147/200 kW/PS umfasst mit 6.528 Einheiten etwa genauso viel wie der Bereich unter 51 PS. Interessant ist, dass keiner der beiden Erstplatzierten für sich die Marktführerschaft im wichtigsten Leistungsbereich von 38/51 bis 110/150 kW/PS, in dem rund die Hälfte aller neu zugelassenen Traktoren verkauft wurde, in Anspruch nimmt.

Andreas Loewel, Geschäftsführer der AGCO Deutschland GmbH, betont: „Dass wir 2014 erneut die Marktführerschaft in Deutschland erreichen konnten, zeigt mir, dass wir die richtigen Produkte für die Kunden angeboten und gut gearbeitet haben. Zu diesem erfolgreichen Ergebnis möchte ich allen Fendt Vertriebspartnern und der gesamten Fendt Vertriebsmannschaft herzlich gratulieren. Eine kontinuierliche und enge Zusammenarbeit hat zu diesem Erfolg geführt. Auch dieses Jahr wird wieder ein anspruchsvolles Jahr für uns und unsere Vertriebspartner. Doch die Landwirte und Lohnunternehmer können sich auf uns verlassen: Auch 2015 möchten wir mit Qualität, innovativen Maschinen und einem sehr guten Service überzeugen.“

Dr. Olaf Turß, Geschäftsführer der deutschen Vertriebs- und Marketingorganisation John Deere Vertrieb erklärt: „Angesichts der rückläufigen Einkommensentwicklung in Teilen der Landwirtschaft sank die Gesamtnachfrage nach Traktoren, befindet sich aber im langjährigen Vergleich immer noch auf einem hohen Niveau. Dass wir den Landwirten und Lohnunternehmern in vielen Leistungsbereichen 2014 noch Maschinen mit der Nur-Diesel-Technologie anbieten konnten, hat John Deere genutzt. Gleichzeitig sind wir aufgrund der Kundenrückmeldungen zu unseren ersten Maschinen mit Abgasstufe IV sehr zuversichtlich für das neue Jahr 2015.“

Bleibt wie jedes Jahr die schwierige Frage, wer nun tatsächlich Marktführer bei Traktoren in Deutschland ist. Grundsätzlich mag man sich ja der Argumentation, nur Traktoren ab 38/51 kW/PS für die Beantwortung dieser Frage heranzuziehen, anschließen, denn tatsächlich werden Schlepper mit geringerer Leistung wohl nur noch selten für landwirtschaftliche Einsätze neu zugelassen. Andererseits werden viele Traktoren – gerade auch der gehobenen Leistungsklassen – zunehmend auch ausschließlich außerhalb der Landwirtschaft eingesetzt, etwa im Kommunalbereich oder im Baugewerbe. Eine Aussage darüber, wo und für welche Zwecke ihre Traktoren tatsächlich eingesetzt werden, trifft weder Fendt noch John Deere. Insofern möchten wir von landtechnikmagazin.de folgende salomonische Lösung vorschlagen, die – so hoffen wir – beide Lager gleichermaßen zufrieden stellt: Beide Hersteller respektive Marken bauen tolle Traktoren und teilen sich die Marktführerschaft.

Autoren: Magdalena EstererKlaus Esterer

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