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Neue stufenlose Fendt-Raupenschlepper: Fendt 900 Vario MT

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Artikel eingestellt am:
12.12.2017, 7:21

Quelle:
ltm-ME, Bild 1+5: ltm-KE, Bilder 2,3,4: AGCO GmbH
www.fendt.de

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Fendt präsentiert mit dem Vario 938 MT, 940 MT und 943 MT die drei stufenlosen Raupen-Traktoren der neu entwickelten Baureihe Fendt 900 Vario MT, die von der Kombination der Challenger-Raupen mit den Fendt-Vario-Getrieben profitieren sollen und im Leistungsbereich von 380 bis 431 PS agieren. Der Verkauf der neuen Fendt 900 Vario MT startete übrigens auf der Agritechnica 2017 – verfügbar sollen sie im ersten Halbjahr 2018 sein.

Unter der gewaltigen Motorhaube der neuen Fendt 900 Vario MT finden sich 7-Zylinder-Motoren mit 9,8 l Hubraum von AGCO Power, die laut Fendt die Abgasnorm der EU Stufe IV/Tier 4f durch den Einsatz von DOC und SCR erfüllen. Für einen kraftstoffeffizienten Betrieb wurde das Fendt iD Niedrigdrehzahlkonzept entwickelt, mit dem das maximale Drehmoment von 1.698, 1.806 beziehungsweise 1.921 Nm schon bei 1.450 Motorumdrehungen erreicht werden soll – die Nenndrehzahl beziffert Fendt mit 1.700 U/min. Im neuen Fendt 938 MT schafft der Motor nach ECE R120 laut Fendt eine Nennleistung von 279/380 kW/PS, im 940 MT von 298/405 kW/PS und im 943 MT von 317/431 kW/PS (die Maximalleistung ist mit der Nennleistung identisch). Die große Motorhaube ist nicht nur eine Design-Spielerei, sondern bietet auch Platz für das neue Lüfterkonzept CAS (Concentric Air System), das mit einem eigenen, motorunabhängigen hydraulischen Antrieb ausgestattet ist und durch ein Lüfterrad vor dem Kühlpaket kalte Luft ansaugen soll. Optional lässt sich CAS mit Umkehrlüfter bestellen. Die Größe des Kraftstofftankes beziffert Fendt bei allen drei Modellen mit 681 l, die des AdBlue-Tankes mit 71 l.

In der Baureihe Fendt 900 Vario MT kommt das neuentwickelte, leistungsverzweigte Fendt Variogetriebe TA 300T (Fendt Vario 1000: TA 400) zum Einsatz, das nach Unternehmensangaben mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h aufwartet. Fendt gibt an, den verwandten Fendt VarioDrive Antriebsstrang des Fendt 1000 Vario für die Raupen-Schlepper umfangreich angepasst zu haben: Die beiden Hydrostaten haben auch hier 370 cm³ und der zweite Hydrostat wird schon bei 20 km/h entkoppelt. Bei der Zapfwelle betont Fendt, diese fast direkt mit der Kurbelwelle zu verbinden und damit bei der 2fach-Zapfewelle (1000/1000E) einen hohen Wirkungsgrad zu erzielen. Die Zapfwelle kann übrigens von der Kabine und von beiden hinteren Kotflügeln aus gesteuert werden.

Für die Hydraulik der 900 Vario MT bietet Fendt wahlweise 220 l/min Pumpenleistung oder 440 l/min mit zwei getrennten Kreisläufen (mit je 220 l/min) an. Die sechs Ventile erlauben serienmäßig eine Durchflussmenge von 140 l/min, können optional aber auch mit einer Durchflussmenge von 170 l/min bestellt werden. Von den Fendt 1000 Vario übernommen wurde das FFC-Kupplungssystem, das Fendt als besonders umweltschonend, energieeffizient und komfortabel beschreibt.

Nun aber zu den Raupen, die zweifelsohne den Witz der Fendt 900 Vario MT (Mobile Trac) darstellen: Hier wurden Maßnahmen ergriffen, die das Fahrverhalten deutlich verbessern sollen. Letztendlich setzt sich das neue Federungskonzept aus vier verschiedenen Federungen zusammen, nämlich dem überarbeiteten Laufwerk mit ConstantGrip-Federung, der neuen Primärfederung SmartRide, einer 2-Punkt-Kabinenfederung und einem luftgefederten Fahrersitz. Die ConstantGrip-Federung basiert auf drei Laufrollen, die durch eine Pendelaufhängung (Boogie in Boogie) mit dem Laufwerksrahmen verbunden sind, um sich der Bodenkontur besser anpassen zu können. Zwischen den Hauptträgern der Laufwerke und dem Chassis kommt SmartRide zum Einsatz, dass sich aus Schraubenfedern mit integrierten Druckstoßdämpfern, Hydro-Stoßdämpfern zur Dämpfung beim Ausfedern und einem Drehstabstabilisator zusammensetzt, wodurch sich laut Fendt ein Federweg von 260 mm und ein Pendelwinkel von 11° an jedem Laufwerk ergibt. Die 2-Punkt-Kabinenfederung besteht aus zwei Dämpfern mit Gummipuffer an der Vorderseite und Schraubenfedern mit integriertem Stoßdämpfer an der Rückseite. Zusammengenommen ergibt sich laut Fendt ein Gesamtfederweg an der Kabinenrückseite von 98 mm.
Fendt bietet übrigens neben dem Serienraupenlaufband (25 Zoll Standard AG), mit dem die Gesamtbreite des Fendt 900 Vario MT 2.667 mm beträgt, als Wunschausstattung zusätzlich zwei weitere 25-Zoll-Laufbänder (Extreme AG, Extreme APP) und ein 30-Zoll-Laufband (Extreme AG) an. Die stufenlose Spurverstellung (bei Serienraupenlaufband von 2.032 bis 2.235 mm) gehört zur Serienausstattung.

In der großzügigen Kabine der neuen Fendt 900 Vario MT finden sich viele Bedienelemente des Fendt 1000 Vario serienmäßig wieder, wie der Fahrhebel mit Tempomat, das 10,4-Zoll-Varioterminal und die Multifunktionsarmlehne mit Vario-Joystick. Der Fahrersitz ist, wie erwähnt, serienmäßig luftgefedert, kann auf Wunsch aber zusätzlich auch noch als Echtleder-Variante bestellt werden. Heizung und Klimaanlage sind Teil der Serienausstattung; eine Klimaautomatik ist gegen Aufpreis erhältlich. Schmale Holme und ein günstig platzierter Auspuff sollen dem Fahrer freie Sicht durch 6,27 m² Glasfläche bieten.

Der Fendt Online Konfigurator nennt heute übrigens als Preis für den Fendt 938 Vario MT S4 396.770,00 EUR , für den Fendt 943 Vario MT S4 414.680,00 EUR zzgl. MwSt. (Basispreise ohne weitere Sonderaustattung).

Wie Fendt im Sommer 2017 mitteilte, werden Challenger-Raupen zukünftig in Europa unter der Marke Fendt vertrieben – die Challenger MT800E sind schon seit der Agritechnica 2017 als Fendt 1100 MT bestellbar und sollen im ersten Halbjahr 2018 verfügbar sein. Die Serie Fendt 1100 MT besteht aus den vier Modellen Fendt 1149 MT, 1154 MT, 1159 MT und 1165 MT und rangiert im Leistungsbereich von 492 bis 646 PS. Die Fendt 1100 MT sind mit einem Lastschaltgetriebe ausgerüstet und sollen durch weniger als 3 m Außenbreite ohne Ausnahmegenemigung im öffentlichen Verkehr nutzbar sein.

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