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Ausgezeichnet: Der neue elektrische Traktor Fendt e100 Vario

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Artikel eingestellt am:
04.3.2018, 7:25

Quelle:
ltm-ME, Bilder 1,3,5,6: ltm-KE, Bilder 2,4,7,8: AGCO GmbH
www.fendt.de

8 Bilder zum Artikel:
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Mit dem neuen e100 Vario debütierte Fendt auf der Agritechnica 2017 im Segment der elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeuge. Der batterieelektrische Fendt e100 Vario, ein Kompakttraktor mit 50 kW, der eine der DLG-Silbermedaillen erhielt, soll bis zu fünf Stunden mit einer Ladung unter Realbedingungen durchhalten – eine begrenzte Stückzahl soll 2018 auf ausgewählten Betrieben und in Kommunen zum Einsatz kommen.

Leistungsmäßig präsentiert sich der neue Fendt e100 unter allen angebotenen Fendt-Traktoren: Der Fendt 207 Vario, der aktuell kleinste Fendt-Schlepper, bietet nach Herstellerangaben eine Nennleistung 53/72 kW/PS. Dies sieht man dem e100 jedoch nicht an, erinnert die Gestaltung der Motorhaube doch an Fendts Prestige-Modell 1000 Vario. Unter dieser Motorhaube verbirgt sich eine 650-V-Lithium-Ionen-Hochleistungsbatterie, die nach Firmenangaben eine Kapazität von rund 100 kWh bietet. Aufgeladen wird der Akku entweder mit 400 V Spannung und bis zu 22 kW über eine genormte CEE Hofsteckdose oder über eine Supercharging Option mit Gleichspannung. Mit einem genormten CCS Typ 2 Stecker kann die Batterie laut Fendt in 40 Minuten bis zu 80 Prozent wieder aufgeladen werden; eine 100-%-Aufladung mit 400 V, 32 Ampere und 22 kW dauert hingegen 5 Stunden. Mit 700 V, 200 Ampere und 140 kW soll die Aufladung in unter einer Stunde erledigt sein.

Das Getriebe des neuen Fendt e100 Vario ist wie gewohnt stufenlos. Für die Nutzung von Anbaugeräten bietet der neue e100-Kompakttraktor Schnittstellen für elektrifizierte Arbeitsgeräte, eine Standard-Zapfwelle und einen Hydraulikanschluss; technische Daten der Zapfwelle oder der Hydraulik verrät Fendt nicht. Allerdings betont Fendt, dass aus dem Stillstand heraus maximales Drehmoment für Fahr- und Zapfwellenantrieb bereitstehe. Für die elektrifizierten Arbeitsgeräte bietet der e100 Vario laut Fendt zwei AEF-konforme Leistungsschnittstellen; die Batterie kann kurzzeitige Boost-Leistung bis zu 150 kW für die Geräteantriebe freigegeben.

Um die Energie des neuen Fendt e100 Vario möglichst effizient zu nutzen, wurde ein neues Thermo-Management entwickelt, bei dem eine geregelte, elektrische Wärmepumpe die Klimatisierung der Kabine, der Batterie und der Elektronik übernimmt. Überwacht wird das Energie-Management des e100 Vario – ganz modern – per Smartphone, mit dem auch Batterieinformationen des eSchleppers abgerufen werden können. Bei Netzanschluss kann so auch die Heizung oder die Klimaanlage im Voraus aktiviert werden.

Ein besonders interessanter Aspekt ist die Möglichkeit, den neuen Fendt e100 Vario als Pufferspeicher einzusetzen und Überschussstrom zu einem anderen Zeitpunkt ins Stromnetz zurückzuspeisen.

2018 wird der neue Fendt e100 Vario sein Können, wie erwähnt, in verschiedenen Bereichen unter Beweis stellen und damit seine Praxistauglichkeit prüfen lassen. Hält der Kompaktschlepper e100 Vario, was er verspricht, handelt es sich um ein zukunftsweisendes Produkt, werden doch gerade Kompakttraktoren gerne als Hofschlepper oder in Gewächshäusern eingesetzt, wo Abgase sich mehr als störend auswirken. In Innenstädten, in denen der Bürger momentan sehr sensibel auf Abgase reagiert, könnten Kommunen ihren Willen zu sauberer Luft wirkungsvoll demonstrieren, indem ihre eingesetzten Traktoren leise und sauber arbeiten. Beim Thema CO2-Neutralität muss die Betrachtung vorsichtig ausfallen, ist davon doch nur zu sprechen, wenn der verwendete Strom regenerativ gewonnen wurde. Kommt er aus der Steckdose, stammen immerhin 48,4 % des deutschen Stroms nach wie vor aus fossilen Energieträgern (statistisches Bundesamt 2017); die Kernenergie schlägt übrigens mit 13,1 % zu Buche.

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