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Massey Ferguson: Updates für „S-Serie“-Traktoren und neues Modell MF 5709 S

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Artikel eingestellt am:
26.2.2018, 7:29

Quelle:
ltm-KE
www.masseyferguson.com

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Massey Ferguson präsentierte auf der Agritechnica 2017 neben dem neuen 4-Zylinder-Traktor MF 5709 S auch eine Reihe an Neuerungen bei allen im Werk Beauvais gefertigten Massey Ferguson Traktoren-Baureihen, den so genannten S-Serien 5700 S, 6700 S, 7700 S und 8700 S. Ein Teil dieser Neuerungen ist auf die seit 1. Januar 2018 EU-weit geltende Tractor Mother Regulation (EU Traktoren-Typgenehmigung) zurück zu führen.

Mit dem neuen MF 5709 S erweitert Massey Ferguson die Serie MF 5700 S (vormals MF 5700 SL) nach unten. Wie die übrigen Modelle dieser Baureihe wird auch der MF 5709 S von einem AGCO POWER 4-Zylinder-Motor mit 4,4 l Hubraum angetrieben, der in diesem Fall laut Massey Ferguson nach ISO TR14396 eine Maximalleistung von 70/95 kW/PS sowie ein maximales Drehmoment von 405 Nm bietet; Angaben zur Nennleistung macht Massey Ferguson leider nicht. Selbstverständlich erfüllt der Motor die Abgasnorm EU Stufe IV beziehungsweise Tier 4 final. Hierzu kommt eine Kombination aus SCR-AdBlue-Technik und Dieseloxidationskatalysator (DOC) zum Einsatz. Der Adblue-Tank fasst laut Hersteller 25 l, der Dieseltank 180 l.
Analog zu seinen Schwestermodellen aus der Massey Ferguson Traktoren-Serie MF 5700 S ist auch der MF 5709 S wahlweise mit dem teilautomatischen Dyna-4- oder dem vollautomatischen Dyna-6-Lastschaltgetriebe erhältlich. Ebenso stehen die drei Ausstattungs-Linien beziehungsweise Kabinen-Varianten Essential, Efficient und Panoramic zur Wahl. Auch die übrigen Ausstattungsmerkmale wie beispielsweise der Heckkraftheber mit laut Hersteller 5,2 t Hubkraft, die Hydraulik mit serienmäßiger Konstantstrompumpe und optionaler Loadsensing-Pumpe oder die serienmäßige Zweifach- (540/540E) oder optionale Dreifach-Heckzapfwelle (540/540E/1000) unterscheiden sich beim MF 5709 S nicht von den größeren MF 5700 S Schleppern.
Durch den Wegfall der Serie MF 5600 markiert der neue MF 5709 S jetzt den Einstieg in die Riege der in Beauvais gebauten Massey Ferguson Premium-Baureihen. Wer nach einem Massey Ferguson Schlepper mit geringerer Leistung und/oder einfacherer Ausstattung sucht, wird in der neuen Serie MF 3700 sowie bei den Traktoren der MF Global-Series fündig.

Während einige der bei den S-Serien durchgeführten Updates lediglich einzelne Modellreihen betreffen, gibt es auch serienübergreifende Neuerungen. Bei allen Baureihen zu finden ist ein geringfügig geändertes Motorhauben-Design mit geänderten Scheinwerfern und neuen Beschriftungen bei denen insbesondere das „S“ als Kennzeichnung der Hightech-Ausstattung dieser Traktoren (von Massey Ferguson auch als „S-Effect“ bezeichnet) deutlich hervor tritt. Das erscheint sinnvoll, gibt es doch auch innerhalb der Global-Series die Baureihen MF 5700 und MF 6700, die durch das prominente „S“ auf der Motorhaube der Premium-Modelle nun deutlicher von diesen abgegrenzt werden. Ebenso wurde bei allen S-Modellen das Interieur der Kabine leicht modifiziert. So gibt es einen neuen dunkleren Sitzbezug (anstelle des Grautons) und eine schwarze Armlehne, während die Datatronic-4-Konsole jetzt in Silber, Grau und Schwarz gehalten ist. Darüber hinaus hat Massey Ferguson die Anordnung der Schalter auf dem Multifunktions-Joystick überarbeitet.
Als neue Option bietet Massey Ferguson jetzt für alle S-Serien das Fieldstar-5-ISOBUS-Terminal mit Touchscreen an. Dieses ursprünglich als „Datatronic 5“ angekündigte neue Bedienterminal ist laut Massey Ferguson die perfekte Ergänzung zum bestehenden Datatronic 4-Bildschirm und zeichnet sich durch eine gute Bedienbarkeit sowie einen hohen Funktionsumfang aus. Weitere Details zum Fieldstar 5 gibt es im Artikel „Neues Bedienterminal Datatronic 5 von Massey Ferguson“ hier auf landtechnikmagazin.de.
Der Tractor Mother Regulation geschuldet sind bei den Massey Ferguson S-Serien einige Neuerungen, die die Sicherheit von Fahrer und Beifahrer verbessern sollen. Hierzu zählen unter anderem optimierte Handläufe und Schutzvorrichtungen, eindeutige Sicherheitsaufkleber und einige weitere Änderungen an der Innenausstattung der Kabine. Darüber hinaus ist die Zweileiter-Anhänger-Druckluftbremse jetzt Bestandteil der Serienausstattung (eine hydraulische Anhängerbremse gibt es weiterhin als Option) und bei allen Modellen, deren Höchstgeschwindigkeit jenseits der 40 km/h liegt, wird die Maximalgeschwindigkeit nun automatisch auf 40 km/h beschränkt, wenn die beiden Bremspedale nicht für die Straßenfahrt miteinander verbunden sind.
Um die Nutzlast weiter zu erhöhen, gibt es jetzt bei einzelnen Modellen ein höheres zulässiges Gesamtgewicht. So beträgt das zulässige Gesamtgewicht des MF 6715 S Dyna-4 zum Beispiel nach Herstellerangaben 11.000 kg und das des MF 6718 S als Dyna-VT-Ausführung laut Massey Ferguson inzwischen 12.500 kg. Eine weitere Neuerung betrifft das Modell MF 7722 S, für das jetzt als Option breitere Reifen der Dimension 650/85R38 oder 710/70R42 mit 2,05 m Durchmesser für eine Verbesserung der Traktion angeboten werden. Neues gibt es auch beim MF 8700 S, der jetzt eine aktive mechanische Kabinenfederung erhält. Dieses, bereits von den Baureihen MF 6700 S und MF 7700 bekannte, elektronische Dämpfungssystem CDC (Continuous Damping Control) sorgt laut Massey Ferguson für optimale Dämpfungskräfte in allen Fahrsituationen sowie eine Verringerung der Wank- und Nickbewegungen und so für höchsten Fahrkomfort – egal ob auf der Straße oder auf dem Feld.

Autor: Klaus Esterer

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