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Same überarbeitet Explorer LD und MD Traktoren

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Artikel eingestellt am:
27.5.2019, 7:24

Quelle:
ltm-KE, Bild: SAME DEUTZ-FAHR DEUTSCHLAND GmbH
www.same-tractors.com

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Same hat die Traktoren der Baureihe Explorer in den Ausführungen LD und MD einer Überarbeitung unterzogen. Die zusätzliche Bezeichnung „MY19“ (Model Year 2019) bei diesen Schleppern dient zur Unterscheidung von den Vorgängermodellen. Als MY19 stehen in der Version LD die Typen Explorer 80 und 90 zur Auswahl, in der Ausführung MD sind es die Modelle Explorer 90, 90.4, 100 und 110. Der Explorer MD 90.4 ist gänzlich neu in dieser Baureihe.

Angetrieben werden die neuen Explorer LD und MD MY19 Traktoren von SDF FARMotion 3-Zylinder- (Explorer 80 und 90) beziehungsweise 4-Zylinder-Motoren (Explorer 90.4, 100 und 110) mit nach Herstellerangaben 2.887 respektive 3.849 cm³ Hubraum. Mittels Diesel-Oxydationskatalysator (DOC) und externer Abgasrückführung (exEGR) erreichen diese Motoren laut Same die Vorgaben der Abgasnorm EU Stufe IIIB. Die Nennleistung beträgt nach Herstellerangaben (nach ECE R120) 55,4/75 kW/PS im Explorer 80, 61,7/84 kW/PS im Explorer 90 und 90.4, 67,9/92 kW/PS im Explorer 100 sowie 74/101 kW/PS im Explorer 110. Als Maximalleistung gibt Same (nach ECE R120) ebefalls 55,4/75 kW/PS im Explorer 80, 65/88 kW/PS im Explorer 90 und 90.4, 71/97 kW/PS im Explorer 100 sowie 78/106 kW/PS im Explorer 110 an. Der Kraftstofftank fasst laut Hersteller bei allen Modellen 130 l Diesel.

Reichlich Auswahl gibt es beim Getriebe der neuen Explorer LD und MD MY19 Schlepper. So gibt es ein mechanisches Wendegetriebe mit vier Gängen und zwei Gruppen und demnach acht Vorwärts- und acht Rückwärtsgängen sowie ein mechanisches Wendegetriebe mit fünf Gängen und zwei Gruppen, das zehn Vorwärts- und zehn Rückwärtsgänge bietet. Beide Versionen können zusätzlich mit einem Untersetzer nebst Krichgang ausgerüstet werden, so dass sich die jeweilige Gangzahl vorwärts und rückwärts verdoppelt. Die nächste Getriebe-Komfortstufe ist das mechanische Hi-Lo-Getriebe, bei dem das mechanische Grundgetriebe mit einer zweifach Lastschaltung kombiniert wird. Dadurch ergeben sich beim 4-Gang-Getriebe 16 Vorwärts- und 16 Rückwärtsgänge, beim 5-Gang-Getriebe entsprechend 20 Gänge vorwärts und 20 Gänge rückwärts. Auch bei den Hi-Lo-Getrieben sind Untersetzer und Kriechgang möglich, die zu einer weiteren Verdoppelung der Gangzahl führen. Das Powershift-Getriebe mit fünf Gängen, zwei Gruppen und drei Lastschaltstufen stellt die Top-Getriebeausrüstung bei den Explorer LD und MD MY19 dar. In Grundkonfiguration bietet es 30 Vorwärts- und 30 Rückwärtsgänge. Die zusätzliche Ausstattung mit Untersetzer und Kriechgang führt zu nicht weniger als 60 Gängen vorwärts und rückwärts. Um den Gangwechsel zu erleichtern, verfügen alle neuen Explorer LD und MD MY19 Traktoren laut Same über eine neue Schaltung. Das Wendegetriebe kann wahlweise als mechanisches (LS-Version) oder hydraulisches SenseClutch Wendegetriebe (GS-Version) bestellt werden.
Auswahlmöglichkeiten gibt es auch bei den Drehzahlen der elektrohydraulisch betätigten Heckzapfwelle, angefangen bei lediglich 540 U/min, über die Kombination 540/540E bis hin zur Vierfachzapfwelle 540/540E/1000/1000E. Als Option wird zudem eine Wegzapfwelle angeboten. Ebenso ist eine 1000er-Frontzapfwelle als Wunschausstattung verfügbar.

Als Neuerung im Bereich der Open-Center-Hydraulik führt Same nach eigenen Angaben als Option eine Doppelpumpe mit nach Herstellerangaben 90 l/min Förderleistung (Serie: 55 l/min) ein. Der – wahlweise mechanisch oder per EHR geregelte – Heckkraftheber bietet laut Same unverändert in Serienausstattung 3.600 und optional 4.525 kg maximale Hubkraft. Der optionale Frontkraftheber verfügt nach Herstellerangaben jedoch über eine neue Geometrie und eine erhöhte maximale Hubkraft von 2.100 kg.

Noch eine Erklärung zu den verschiedenen Versionen LD und MD: Die Same Explorer sind abhängig vom Modell in insgesamt drei Ausführungen, LD, MD und HD, erhältlich, die unterschiedlichen Einsatzschwerpunkten gerecht werden sollen. LD ist die kompakteste und leichteste Variante mit 3-Zylinder-Motor, 2.300 mm Radstand (Allrad), maximal 30-Zoll-Rädern an der Hinterachse und einem Leergewicht von maximal 3.620 kg sowie 5.800 kg zulässigem Gesamtgewicht (Herstellerangaben). Die Version MD bietet 3- und 4-Zylinder-Motoren, weist einen Radstand (Allrad) von 2.350 mm (Explorer MD 90) respektive 2.400 mm (Explorer MD 90.4 bis 110) auf, kann an der Hinterachse mit 34-Zoll-Reifen bestückt werden und wiegt leer 3.800 kg (Explorer MD 90) beziehungsweise 3.920 kg (Explorer MD 90.4 bis 110) bei einem für alle Explorer MD gültigen zulässigen Gesamtgewicht von 6.200 kg (Herstellerangaben). Die Version HD markiert mit den zwei Modellen Explorer HD 110 und 120 das obere Ende der Baureihe. Abgesehen von der höheren Motorleistung beim Explorer HD 120 unterscheiden sich diese Modelle mit 4-Zylinder-Motor von den MD-Typen unter anderem durch eine höhere Hubkraft des Heckkrafthebers von laut Hersteller maximal 4.855 kg (Explorer HD 110) beziehungsweise 5.410 kg (Explorer HD 120). Das Fahrwerk ist bei den HD-Typen – bei identischem Radstand und identischer Bereifung der Hinterachse wie beim Explorer MD – an die höhere Hubkraft angepasst. Das bedingt ein höheres Leergewicht von 4.220 kg (Explorer HD 110) beziehungsweise 4.320 kg (Explorer HD 120), ermöglicht aber auch ein höheres zulässiges Gesamtgewicht von 7.000 kg respektive 7.500 kg (Herstellerangaben).
Lediglich bei den Versionen LD und MD gibt es das MY19-Update, während die Explorer HD unverändert angeboten werden.

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