Herzstück der 6-m-Drillmaschine ist das „ProDisc“ Einscheibenschar: Zehn Grad Untergriff und sieben Grad Neigung zur Fahrtrichtung sollen für sicheren Bodeneinzug, geringen Zugkraftbedarf und exakte Aussaat sorgen. Die breiten Tiefenführungsrollen halten die Ablagetiefe nach Herstellerangaben auch auf wechselnden Standorten stabil. Bis zu 340 kg Schardruck sind, so Lemken, komfortabel elektrohydraulisch einstellbar – optional sogar automatisch geregelt für gleichmäßige Feldaufgänge.
Bei den Ablagemöglichkeiten punktet die Solitair NT mit maximaler Flexibilität: Single-Shot für bis zu drei Komponenten und A-B-Saat mit Doppelbehälter erlauben gleichzeitiges Drillen und Düngen, die Ausbringung von Begleit- und Untersaaten oder die saubere Trennung unterschiedlicher Saatgutkomponenten. Mit dem zusätzlichen 500-l-MultiHub lässt sich die Auswahl an Ausbringstrategien erweitern: Diese Komponente kann wahlweise über die Säschare oder ein Prallblech appliziert werden – alles ISOBUS-gesteuert mit Lemken iQblue drill. Um ressourceneffizient zu arbeiten, ist für alle Verfahren die Halbseitenschaltung möglich.
Für die Direktsaat ist der Räumstern als Extra-Ausstattung interessant. Er räumt organisches Material direkt vor dem Säschar beiseite, minimiert Hairpinning und lässt sich werkzeuglos in eine integrierte Parkposition bringen. Damit steht einem schnellen Wechsel in andere Aussaatbedingungen nichts im Weg.
Den optimalen Abschluss der Saatfurche übernimmt die gezackte, in Druck und Winkel werkzeuglos verstellbare Schließrolle. Sie fördert laut Lemken Kapillarität und sichert ein zügiges, gleichmäßiges Auflaufen – selbst unter trockenen Bedingungen.