Wo herkömmliche Streusysteme bei wechselnder Topografie an ihre Grenzen stoßen, hält HillControl die Querverteilung konstant – selbst wenn sich die Neigung der Maschine permanent verändert. Im Ergebnis werden die Pflanzen gleichmäßiger versorgt, und die Düngereffizienz steigt in Quer- und Längshängen nach Herstellerangaben um bis zu 3 %. Algorithmen berechnen, in wie weit der Aufgabepunkt für jede Wurfscheibe verschoben werden muss, um Fehlstellen zu vermeiden. Dabei fließen die Flugeigenschaften des Düngers, die Arbeitsbreite und die jeweilige Hangneigung mit ein.
Von zentraler Bedeutung für die Berechnungen ist ein Neigungssensor, der Lage und Lageänderungen der Streuscheiben erfasst und diese Daten über den CAN-Bus an den Jobrechner weitergibt. Dort setzen die HillControl-Algorithmen die Informationen in präzise Steuerbefehle für den AXIS-Streuer um. Die automatische Regelung greift dabei auf die extrem schnelle SpeedServo-Aktorik zurück, die sowohl Dosiermenge als auch Aufgabepunkt steuert. Die Bedienung gestaltet sich einfach: eine vollständig integrierte, einfach nutzbare Funktion ohne zusätzlichen Aufwand.
Bislang blieben Einflüsse wie Topografie oder Höhenverläufe – etwa beim Durchfahren einer Senke oder beim Überfahren einer Kuppe – in den meisten Streusystemen unberücksichtigt. HillControl schließt diese Lücke erstmals konsequent: Es ermöglicht eine präzise Düngerverteilung quer und längs zum Hang sowie in Senken und auf Kuppen. Überdüngung wird vermieden, die Bestände wachsen gleichmäßiger, und die Effizienz des eingesetzten Düngers steigt spürbar – gerade in anspruchsvollem Gelände.