Bei der Rodeeinheit des optimierten ZB2 setzt Dewulf auf einen neu konstruierten Oberrahmen und eine neue Wartungsplattform im Heckbereich. Der reversible Premium-Messersatz, der bis dato ausschließlich in den Modellen ZK4 und GK3 zum Einsatz kam, lässt sich so leichter wechseln und inspizieren. Dewulf betont die hohe Schnittleistung bei minimierter mechanischer Beanspruchung des Ernteguts und unterstreicht die verdoppelte Einsatzdauer durch die Wendefunktion der Messer; das eingesetzte Material soll eine deutlich erhöhte Verschleißfestigkeit aufweisen.
Auf Wunsch lässt sich der Klemmbandroder Dewulf ZB2 jetzt mit einer erweiterten Reinigungseinheit ausrüsten, das für anspruchsvolle Erntebedingungen konzipiert wurde. Die neu konfigurierte Siebbandeinheit wurde zweigeteilt ausgeführt und verfügt über eine zusätzliche Absenkung, um die Separationsleistung zu erhöhen. Die Aufhängung der Einheit über zwei Zylinder soll einerseits für Stabilität und anderseits für eine gleichbleibende Arbeitstiefe sorgen. Die Siebkette selbst besteht aus drei separat vorgespannten Riemen, um Schlupf zu minimieren und die Lebensdauer zu erhöhen.
Der neue Bunker des Klemmbandroders Dewulf ZB2 bietet mit 10 m³ 10 % mehr Volumen als der Vorgänger R3060. Durch den neuen, festen Frontbereich muss der Bunker zur Entleerung nicht mehr angehoben werden, wodurch eine gleichzeitige Ernte- und Entladeoperation ermöglicht wird, da das Entladeband in Arbeitsstellung verbleibt. Der Entladebereich wurde zudem um einen Meter nach hinten versetzt, um den Abstand zum Abfuhrfahrzeug zu vergrößern und so die Feld-Logistik zu verbessern.
Apropos Feld-Logistik: Die Abladehöhe lässt sich von 1.480 mm bis 4.100 mm einstellen. Ein überarbeitetes Zubringerband – ähnlich dem im GBII – integriert einen klappbaren Abschnitt, der das Einklappen des Bunkers unterstützt und gleichzeitig eine um 3° flachere Neigung realisiert, wodurch Dewulf zufolge der Materialfluss verbessert und die Produktbelastung reduziert werde.
Je nach Einsatzbedingungen erlaubt die überarbeitete Hinterachse des Dewulf ZB2 den werkzeuglosen Wechsel zwischen 90 cm breiten, dreieckigen Raupen und Standardbereifung – die Umrüstung erfolgt über ein Abstandshalter-System zwischen Rahmen und Achse. Die Spurführung bleibt nach Herstellerangaben in beiden Varianten bei einem konstanten Lenkwinkel von 12°.
Trotz der Weiterentwicklungen setzt Dewulf nach eigenen Angaben weiterhin auf erprobte Schlüsselkomponenten wie das doppelte Igelband, das Floating Share-System für konstante Arbeitstiefe und die Klemmbandtechnologie für eine gleichmäßige Zufuhr. Das Getriebe-Messersystem ist nach Herstellerangaben wartungsfrei und arbeitet präzise synchronisiert. Die Steuerung aus der Kabine erfolgt über konfigurierbare Voreinstellungen zur Prozessautomatisierung.