Kern der neuen Funktion ist die Wiederverwendung des Nachspülwassers für den anschließenden Vorspülvorgang. Ergänzend zur softwaregestützten Anpassung des Reinigungsprozesses wird dazu ein zusätzlicher Sammelbehälter installiert. Das System steht in zwei Varianten zur Verfügung: Die Pumpenlösung fördert das Wasser aktiv in den Spülbehälter. Die Schwerkraftlösung nutzt hingegen ein erhöhtes Behältersystem – platzsparend und ohne bewegliche Komponenten. Ergänzt wird das System durch eine erweiterte Ventil- und Rohrtechnik, die das Nachspülwasser gezielt und sicher in den Wiederverwendungskreislauf einspeist. Voraussetzung für den Einsatz ist die Verwendung von Frischwasser ohne Reinigungs- oder Desinfektionsmittel.
Die neue Funktion ist Teil des GEA Add Better Portfolios. Lösungen mit diesem Label reduzieren laut GEA den Verbrauch von Ressourcen wie Wasser und Energie nachweislich und sind vom TÜV Rheinland validiert. Für landwirtschaftliche Betriebe ergeben sich daraus laut GEA konkrete Vorteile: Reduzierter Frischwasserbedarf, geringere Anforderungen an Lager- und Speicherkapazitäten sowie weniger Abwasser und niedrigere Entsorgungskosten
Die Lösung eignet sich nach Herstellerangaben für Betriebe jeder Größe – insbesondere dort, wo Wasserressourcen knapp oder kostspielig sind oder gesetzliche Anforderungen zur Ressourcenschonung gelten. Auch ökonomisch unter Druck stehende Betriebe profitieren, so GEA, durch niedrigere Betriebskosten bei gleichbleibender Reinigungsqualität.
GEA bietet die Nachrüstoption auch für Gruppenmelkstände und Melkkarusselle mit den Reinigungsautomaten Sinetherm und Compass Plus sowie mit dem RCU-Washer des GEA DairyRotor T8900 mit Dematron-Steuerung an. Optional ist ein Heizelement verfügbar, das einen energieeffizienten Vorspülgang mit vorgewärmtem Wasser ermöglicht – sowohl für Neu- als auch für Bestandsanlagen.
Die neue Wassersparfunktion ist laut Hersteller vollständig kompatibel mit der Steuerungseinheit GEA DigiTron, die Anfang des Jahres mit dem DairyRotor T8600 eingeführt wurde. DigiTron ermöglicht, so GEA, eine präzise Steuerung des Melkprozesses direkt am Tier, bietet eine intuitive Bedienung, robuste Hardware und einfache Wartung. Über die Anbindung an die zentrale Softwareplattform GEA DairyNet lassen sich Melk-, Reinigungs- und Wartungsprozesse systemweit vernetzen und analysieren. DigiTron ist modular skalierbar und eignet sich laut GEA für unterschiedlichste Betriebsgrößen und Automatisierungsgrade.