Beim Antrieb des neuen Leader PF Full Electric 2.24 setzt Faresin auf vier voneinander unabhängige Elektromotoren: ein 52-kW-Motor für den Fahrantrieb (bis 20 km/h), ein 52-kW-Motor für das Mischen, ein 34-kW-Motor für die Fräse, und ein 23-kW-Motor für die Hydraulik. Die Energieversorgung erfolgt über LFP-Batterien mit Kapazitäten zwischen 91,3 und 137 kWh, die einen ganztägigen Einsatz ermöglichen sollen; laut Faresin sind bis zu sieben Mischzyklen pro Ladung möglich. Zusätzlich werde Bremsenergie zurückgeführt, um die Effizienz zu erhöhen.
Mit dem elektrischen Antrieb entfallen Kraftstoffverbrauch und direkte Emissionen: Faresin verweist auf mögliche Kosteneinsparungen im fünfstelligen Bereich pro Jahr. Wird der Strom vor Ort etwa über Photovoltaik-, Wind- oder Biogasanlagen erzeugt, könnten laut Hersteller jährlich bis zu 30 t CO₂ im Vergleich zu konventionellen Modellen vermieden werden. Der leisere Betrieb soll außerdem zu einer geringeren Lärmbelastung in Stallbereichen beitragen.
Der Faresin Leader PF Full Electric 2.24 ist mit Allradantrieb und Allradlenkung ausgestattet und bietet drei Lenkmodi: Vorderachslenkung, Rundumlenkung und Hundeganglenkung. Der Wendekreis liegt Faresin zufolge bei 6,1 m. Der Mischbehälter besteht aus S355-Stahl; eine Edelstahl-Auskleidung aus AISI 304 ist optional erhältlich. Die von Faresin entwickelten Doppelschnecken sollen für eine homogene Futterstruktur sorgen.
Die Fahrerkabine des neuen Faresin Leader PF Full Electric 2.24 ist schallgedämmt und enthält unter anderem einen elektro-proportionalen Joystick, ein 10-Zoll-Display sowie integrierte Wiege- und Steuerungssysteme.
Der Faresin Leader PF Full Electric 2.24 kann nach Herstellerangaben an digitale Fütterungsprogramme wie Farm Manager Web, Web Feeding und AI Feeding angebunden werden und ist für sämtliche Smart-Feed-Tech-Funktionen des Unternehmens vorbereitet. Faresin präsentiert das Modell als Teil eines digitalen Ökosystems, das sowohl für elektrische als auch für konventionell angetriebene Maschinen verfügbar ist, das präzisere Nährstoffdosierungen, eine verbesserte Futterverdaulichkeit und ein stärker automatisiertes Tiermanagement erlauben soll.