Das in der Biogasanlage produzierte Rohgas soll mittels Druckwechsel-Adsorption auf einen Methangehalt von 96 Prozent veredelt werden. Damit hat das Biogas Erdgasqualität und kann in das lokale Versorgungsnetz eingespeist werden. Biomethananlagen nehmen eine besondere Stellung ein, denn sie speichern erneuerbare Energie. Lieferant der Gasaufbereitungsanlage ist Schmack Carbotech, der Biogas-Aufbereitungsspezialist innerhalb der Viessmann Group.
Entwickler, Bauherr und Betreiber ist BayWa r.e. Die Schmack Biogas GmbH ist für den Bau der Anlage, der bereits im Oktober 2014 begann, verantwortlich. Das Investitionsvolumen beträgt nach Unternehmensangabe ca. 15 Millionen Euro. Nach der geplanten Fertigstellung im Spätsommer 2015 sollen jährlich ca. 64 Mio. Kilowattstunden Biomethan aus nachwachsenden Rohstoffen in das lokale Versorgungsnetz eingespeist werden. Diese Menge reicht aus, um ca. 4.000 Haushalte mit regenerativer Wärme zu versorgen.
Als Substrat werden Rindergülle, Ganzpflanzensilagen, Zuckerrüben, Gras sowie weitere Sekundärrohstoffe eingesetzt. Das Substrat wird von ortsansässigen Landwirten geliefert. So bleibt die Wertschöpfung in der Region.
Zur Lagerung der Substrate kommt erstmalig das von Schmack Biogas neu entwickelte fugenlose Fahrsilo zum Einsatz. Die aus Recycling-PE bestehenden Silo-Wandelemente bieten nach Herstellerangaben Schutz vor Silagesickersaft und durch den fugenlosen Aufbau gibt es keine Nahtstellen mehr zwischen Asphaltdecke und Begrenzungswand. Somit sollen mögliche Einträge in das Grundwasser verhindert und die Anforderungen der Gewässerschutzregeln eingehalten werden. Lesen hierzu auch den Artikel „Schmack Biogas stellt neues fugenloses Fahrsilo vor“ hier auf landtechnikmagazin.de.