Die Anlagen haben laut MT-Energie eine Leistung von 637 kW beziehungsweise 999 kW. Investor ist ein litauischer Projektentwickler, der insbesondere im Bereich der Nutzung erneuerbarer Energien und alternativer Kraftstoffe im Verkehrssektor tätig ist. Der Aufgabenbereich von MT-Energie reicht nach Unternehmensangaben von der Planung und der Ausarbeitung der technischen Dokumentation über die Projektierung bis hin zur Montage und Inbetriebnahme der Biogasprojekte, die noch im Frühjahr 2014 erfolgen soll.
Neben nachwachsenden Rohstoffen wie Maissilage und Pressschnitzeln aus Zuckerrüben werden laut MT-Energie zu einem Großteil auch Reststoffe aus der Landwirtschaft wie Schweine- und Rindergülle zum Einsatz kommen. „Mit diesem Substratmix ist das MT-Biogaskonzept eine ideale Ergänzung für jeden wachstumsorientierten Tierhaltungsbetrieb“, betont Dr. Uwe Kikillus, Leiter Vertrieb International bei MT-Energie. „Mit der Nutzung der verfügbaren Güllemengen als stabiles Gärsubstrat und der Verwendung des Gärrestes als organischer Dünger lassen sich sehr gute Synergieeffekte erzielen.“ Und nicht zuletzt genieße die umweltfreundliche Verwendung der ohnehin in der Landwirtschaft vorhandenen Gülle eine sehr hohe Akzeptanz in der litauischen Bevölkerung.
Ausgerüstet sind die beiden Anlagen mit der ebenso bewährten MT-Technologie. Dazu zählen nach Firmenangaben unter anderem Feststoffeinträge, Rührwerks- und Pumptechnik, Tragluftfolienabdeckungen sowie die intelligente Software zur Steuerung und betriebswirtschaftlichen Auswertung der Anlagen. Für den Einsatz der Gülle werden entsprechende Vorbehälter installiert, aus denen das Substrat in die Fermenter weitergeleitet wird. Die in den BHKWs entstehende Abwärme soll für die Beheizung von benachbarten Ställen genutzt werden.