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Liebherr startet Service-Netzwerk für Common-Rail-Systeme

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Artikel eingestellt am:
15.10.2019, 18:29

Quelle:
Liebherr-Components AG
www.liebherr.com/components

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Ab sofort bietet Liebherr nach eigenen Angaben einen Reparatur-Service für seine Diesel-Einspritzsysteme an. Die Komponentensparte hat in diesem Rahmen ein Konzept zur Instandsetzung sowie zum Austausch der hochsensiblen Einspritzkomponenten erarbeitet. Dabei stehen nach Unternehmensangaben Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz im Mittelpunkt des neuen Diesel-Service-Netzwerks. Gemeinsam mit einem Service-Partner startet der in Deggendorf ansässige Spezialist für Common-Rail-Einspritzsysteme nun nach eigenen Angaben die Pilotphase mit dem Ziel, das Service-Netzwerk stufenweise weltweit auszubauen.

Leistungsstarke Common-Rail-Systeme von Liebherr finden sich in zahllosen Anwendungsbereichen. Das Spektrum reicht von mobilen und stationären Anwendungen im Onroad- und Offroad-Bereich bis hin zu Mininggeräten oder Marineanwendungen. Unter rauen Einsatzbedingungen sorgen sie, so Liebherr, für eine maximale Energieausnutzung, eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und letztlich geringere Emissionen.

Je nach Laufleistung und Einsatzbedingungen können dabei Fehler auftreten, die zum Stillstand oder Leistungsverlust von Maschinen führen. Teilweise werden auch die Injektoren durch Additive oder Verunreinigungen im Kraftstoff geschädigt. Bisher war dann lediglich der Austausch der kompletten Komponente durch ein Neuteil möglich. „Im Hinblick auf Ressourcen und Umwelt ist das aber nicht optimal. Deshalb haben wir uns Gedanken über eine bessere Lösung für unsere Kunden gemacht“, berichtet Michal Przybylski, Leiter Customer Service bei der Liebherr-Components Deggendorf GmbH. „Ein weiterer positiver Nebeneffekt unseres neuen Konzepts: Die Kostenvorteile einer Reparatur liegen bis zu 75 Prozent unter dem Neupreis, da auch Teilinstandsetzungen möglich sind. Zudem bietet Liebherr auch ein generalüberholtes Austauschteil an. Gerade mit Blick auf die verbleibende Restlaufleistung einer Maschine spielt der Kostenfaktor eine wichtige Rolle. Mit unserem neuen Service können wir – zunächst in Deutschland, künftig weltweit – unseren Kunden eine zeitwertgerechte Lösung anbieten“, so Michal Przybylski.

Wichtig für Liebherr ist, so das Unternehmen, ein schneller und unkomplizierter Ablauf für die Kundschaft. Der Service soll deshalb nicht zentral im Werk, sondern vor Ort in den entsprechenden Ländern und damit immer nah bei der Kundschaft erfolgen. Hier setzt die Liebherr-Components Deggendorf GmbH nach eigenen Angaben auf erfahrene Partnerbetriebe, wie die Steinmetz GmbH aus Kürnach bei Würzburg. Mit ihr gemeinsam wurde das Service-Konzept des Liebherr-Diesel-Services validiert. Die Instandsetzung der modular aufgebauten Dieseleinspritzsysteme stellt besondere Anforderungen an die beteiligten Reparatur-Werkstätten. So braucht es spezielles Know-how und Erfahrung im Umgang mit den hochkomplexen Bauteilen, aber auch eine vielschichtige Prüftechnik sowie ganzjährig klimatisierte Räumlichkeiten mit Reinraum-Filteranlagen. Da sich die Vorgaben aufgrund hoher Abgasnormen im µ-Bereich bewegen, wirken sich schon Temperaturunterschiede von 5 °C auf die Messergebnisse aus. Dieses Know-how, eine jahrzehntelange Erfahrung in der Einspritztechnik und geschulte Mitarbeiter*Innen bringt Steinmetz in die Entwicklung des Diesel-Service-Netzwerks von Liebherr mit ein. Dazu gehört auch ein eigener Abholdienst, um die defekten Einspritzsysteme binnen kürzester Zeit zu überprüfen. Neben den Diesel-Partnern, die für die Reparatur und den Ersatzteilverkauf verantwortlich sind, umfasst das Diesel-Service-Netzwerk von Liebherr auch Distributoren. Als Kooperationspartner der Liebherr Components in Deggendorf vertreten sie künftig eigenständig das Thema Reparatur, Austausch und Ersatzteile von Einspritzsystemen. Neben der Koordination der Diesel-Partner schulen und auditieren sie diese auch nach Vorgaben und in enger Abstimmung mit Liebherr.

Zunächst wird der Service durch die Firma Steinmetz in Deutschland angeboten. Nach Abschluss der Pilotphase folgt dann der stufenweise Ausbau des Service-Netzwerks für Common-Rail-Systeme in weiteren Ländern. „Das Markt-Feedback ist wichtig für unser weiteres Vorgehen. Dazu gehören auch die Rückmeldungen und Erfahrungen unserer Kunden im Feld“, betont Przybylski. Die Validierung der Prozesse ist nötig, denn es wird Teilgewährleistungen auf getauschte Komponenten und auf die getätigte Reparaturleistung geben.



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