Anzeige:
 
Anzeige:

Nichts für Schattenparker: EVUM Motors zeigt Elektronutzfahrzeug aCar für die Landwirtschaft

Info_Box

Artikel eingestellt am:
03.6.2019, 7:31

Quelle:
ltm-ME, Bilder: ltm-KE
www.evum-motors.com

3 Bilder zum Artikel:
Bildklick blendet Galerie ein.
Anzeige:
Anzeige:

EVUM Motors präsentiert mit dem aCar ein individualisierbares Nutzfahrzeugkonzept mit Solarzellen auf dem Dach, das die Landwirtschaft im Fokus hat und sich als Vertreter bezahlbarer sowie nachhaltiger E-Mobilität versteht. Die ersten Serienfahrzeuge sollen im ersten Quartal 2020 ausgeliefert werden – der Vorverkauf läuft.

Mit einem Preis ab 34.391 Euro brutto (Herstellerangabe) spielt das elektrische Nutzfahrzeug EVUM aCar sicher in einer anderen Liga als ein ATV oder ein gebrauchter Golfcart, bietet aber mit einer Tonne Nutzlast und 60 km/h Höchstgeschwindigkeit auch weit sinnvollere Einsatzmöglichkeiten...

Das EVUM aCar wird von zwei elektrischen Motoren (an Vorder- und Hinterachse) mit je 8 kW angetrieben und verfügt über einen permanenten Allrad-Antrieb sowie eine Servolenkung; EVUM Motors plant, nach Serienstart auch ESP und einen Hinterradantrieb einzuführen. EVUM betont, dass die EVUM Elektromotoren das maximale Drehmoment bereits ab der ersten Umdrehung bieten und somit problemloses Anfahren in jeder Situation ermöglichen. Als Batterie kommen Lithium-Ionen mit einer Kapazität von 10 oder 20 kWh zum Einsatz. Abhängig von der gewählten Speicherkapazität soll die Reichweite 100 bis 200 km betragen. Die Betriebsspannung gibt EVUM mit 48 Volt (Niedervolt) an, aufgeladen wird das aCar ausschließlich an einer herkömmlichen 230-V-SchuKo-Steckdose. Mit den aktuellen Batterien dauert der komplette Ladevorgang von 0 bis 100 % nach Unternehmensangaben etwa 7 bis 8 Stunden.

Die Leistung der auf dem Dach des EVUM aCars montierten Solarzellen hängt immer von der jeweiligen Größe und dem Einsatzort ab. EVUM geht davon aus, dass bei optimalen Bedingungen bis zu 5 bis 8 km Reichweite pro Tag gewonnen werden – leider voraussichtlich nicht in Europa.
Das schmale (1,50 m) EVUM aCar verfügt über eine Zweisitzer-Kabine, die sich wahlweise ohne Türen, mit Halbtüren oder Voll-Türen bestellen lässt. Als Sonderausstattungen in der Kabine plant EVUM aktuell Heizung, Radio, Handyvorbereitung, USB-Ladedosen, Getränkehalter, Zigarettenanzünder, Innenraumbeleuchtung, Kofferraumbeleuchtung, Sitzheizungen für beide Sitze und eine Zentralverriegelung.

Neben einem Pritschenaufsatz (dessen exakte Maße jetzt noch nicht feststehen) und einem Chassis zur freien Verwendung sind für das EVUM aCar auch ein Kastenaufsatz und ein Kipper erhältlich. EVUM arbeitet auch an einem Planwagen und einem Dreiseitenkipper, die möglicherweise nach Serienstart eingeführt werden. Um das EVUM aCar für vielfältige Einsatzzwecke zu rüsten, sind auch schwenkbare Arbeitsscheinwerfer, eine externe Steckdose und eine Rückfahrkamera erhältlich, sowie eine Seilwinde, eine Anhängerkupplung (1.000 kg gebremst, 750 kg ungebremst), All-Terrain Reifen und Ganzjahres-Reifen. Ein Kommunaldreieck wird voraussichtlich nach Serienstart eingeführt.

Die Geschichte des elektrischen Nutzfahrzeuges EVUM aCar begann übrigens mit einem Forschungsprojekt der Technischen Universität München (TUM) mit lokalen Universitäten in Ghana, Kenia, Nigeria und Tansania. Lokale Partner halfen, das Fahrzeugkonzept den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen. Das Start-up EVUM hat die Industrialisierung des Forschungsprojektes aCar mobility der TUM zum Ziel und wurde durch die Bayerische Forschungsstiftung finanziert.
Sitz der Gesellschaft ist München, die Produktionsstätte für die Serienfertigung wird im niederbayerischen Bayersbach bei Ergoldsbach vorbereitet. Auf der IAA 2019 (Frankfurt, 12. bis 22. September) soll ein neuer, weiterentwickelter Fahrzeugstand gezeigt werden und das dort gezeigte Fahrzeug soll weitestgehend dem Serienstand entsprechen.

Die EVUM Motors GmbH will im Jahr 2020 1.000 E-Transporter fertigen, die gerade in sensiblen Bereichen der Land- und Forstwirtschaft für emissionsfreien und flüsterleisen Transport sorgen sollen.

Autorin:

Dieser Artikel gefällt Dir? Dann unterstütze unsere Arbeit doch über die > Kaffeekasse!



Weitere interessante Landtechnik-Berichte:

John Deere stattet Kompakttraktoren der 5R Serie mit neuen Motoren aus [2.4.18]

Die von John Deere als echte Bauernschlepper konzipierte Kompakt-Traktorenserie 5R wurde 2016 mit Motoren vorgestellt, die lediglich die Abgasnorm IIIB erfüllten – nicht unerwartet folgt daher für den 5090R, 5100R, 5115R und 5125R jetzt die Umrüstung auf [...]

Neues Big Dutchman Rührwerk passt sich Füllstand von Mischtanks von Flüssigfütterungsanlagen an [3.11.14]

Big Dutchman stellt auf der EuroTier 2014 ein niveaureguliertes Rührwerk, das sich automatisch an den Füllstand im Mixtank anpasst, vor. Das niveauregulierte Rührwerk soll vor allem Landwirten, die unterschiedlich große Tiergruppen versorgen respektive Schweine [...]

Vertikale Bodenbearbeitung mit dem Great Plains Turbo-Chisel [1.4.12]

Der Turbo-Chisel von Great Plains ist ein flexibles Bodenbearbeitungsgerät, das bis zu 300 mm tief arbeitet und beispielhaft für das von der Firma verfochtene Prinzip der vertikalen Bodenbearbeitung (Vertical Tillage) ist. Dem europäischen Fachpublikum wurde der [...]

DKE entwickelt herstellerübergreifende Datendrehscheibe [1.6.16]

Mit der Entwicklung eines neuen, herstellerunabhängigen Daten-Hubs hat es sich die DKE GmbH (Digitale Kommunikation und Entwicklung) aus Osnabrück zur Aufgabe gemacht, den Datenaustausch beispielsweise zwischen Maschinen und Software-Produkten verschiedener Hersteller zu [...]

Mechanische Amazone Säkombination Cataya Super jetzt auch mit RoTeC-Control-Scharen [7.7.17]

Alternativ zu den TwinTec-Doppelscheibenscharen bietet Amazone die im vergangenen Jahr vorgestellte, mechanische Säkombination Cataya Super jetzt neu auch mit RoTeC-Control-Einscheibenscharen an. Damit soll für alle landwirtschaftlichen Betriebe das passende Scharsystem [...]