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Yamaha präsentiert geländetauglichen ROV Wolverine-R

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Artikel eingestellt am:
01.2.2015, 7:25

Quelle:
ltm-ME, Bild: Yamaha Motor Deutschland GmbH
www.yamaha-motor.de

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Mit dem Wolverine-R zeigt Yamaha einen Zweisitzer mit neuem Motor, der sich vor allem durch seine Geländegängigkeit auszeichnet. Der Yamaha Wolverine-R bietet ein neues, kompaktes Chassis, dessen einfaches Handling gerade im extremen Gelände seine Stärken ausspielen soll.

Unter der Motorhaube des Yamaha Wolverine-R arbeitet ein flüssigkeitsgekühlter DOHC-Einzylinder-Viertaktmotor mit 708 ccm Hubraum. Im Vergleich zum OHC-Motor des Yamaha Viking wurde der Motor des Wolverine-R 148 mm weiter vorn positioniert, um die Gewichtsverteilung zu optimieren. Die Ansaugluft wird direkt zum nach vorn ausgerichteten Einlasstrakt mit 44 mm Querschnitt geführt, wo ein Mikuni-Einspritzventil die Kraftstoffversorgung sicherstellen soll. Nach Herstellerangaben ist der Motor durch Sekundär-Luftsystem AIS (Air Induction System) und Katalysator, der zwischen dem Edelstahl-Krümmerrohr und dem Schalldämpfer sitzt, besonders schadstoffarm. Um die Motoröl-Temperatur des 2,6 Liter großen Schmierstoffvorrats auch bei starker Last gering zu halten, wurde im vorderen Bereich ein luftdurchströmter Ölkühler montiert.

Beim Getriebe des Wolverine-R setzt Yamaha auf das Ultramatic von Yamaha, dessen Bedienung über einen Wahlhebel auf der Mittelkonsole erfolgt; für Wartungszwecke kann die Mittelkonsole entfernt werden. Der Wahlhebel, mit dem die Modi High, Low, Reverse oder Neutral ausgewählt werden, ist mechanisch über ein Gestänge mit dem Getriebe verbunden und soll daher ein direktes Schaltgefühl vermitteln. Neben einer geschmeidigen, stufenlosen Kraftübertragung beim Beschleunigen soll das Ultramatic Getriebe im Wolverine-R auch dafür sorgen, dass der Motor stets mit optimaler Drehzahl arbeitet. Die Übersetzung der Fahrstufen Low und Reverse ist nach Unternehmensangaben im Vergleich zum Viking fünf Prozent kürzer ausgelegt. Das Ultramatic-Getriebe verfügt über eine vollautomatisch arbeitende Fliehkraftkupplung, die den Kraftschluss zum Antriebsriemen herstellt. Das CVT-System sorgt nach Herstellerangaben dafür, das die Riemenspannung konstant bleibt.
Die automatische Kraftübertragung des Wolverine-R ermöglicht nach Firmenangaben den Einsatz der Motorbremskraft, wenn der Fahrer das Gas zurücknimmt, was dem normalen Fahrgefühl eines Fahrzeugs mit Schaltgetriebe entspricht. Realisiert wurde diese Funktion durch den Einsatz einer speziellen Kupplung, die auch im Schiebebetrieb einen Kraftschluss ermöglicht.
Über einen Schalter im Armaturenbrett links neben dem Lenkrad kann der Fahrer im Wolverine-R über das Yamaha „On-Command“ System zwischen den Antriebsmodi 2WD, 4WD oder 4WD mit Differenzialsperre wählen.

An den Radaufhängungen des Yamaha Wolverine-R vorn und hinten kommen KYB-Federbeine mit separatem Ausgleichsbehälter zum Einsatz, die sowohl eine Justierung der Druckstufen-Dämpfungseigenschaften als auch der Dämpfungszugstufe sowie der Federvorspannung ermöglichen. Flügelförmige untere Dreieckslenker vorn und lange Dreieckslenker hinten bilden das Rückgrat der Radaufhängungen und ermöglichen lange Federwege. Vorn stehen laut Yamaha 246 mm und hinten 269 mm Radfederweg zur Verfügung, die Bodenfreiheit beträgt 290 mm. Um den Motor und sensible Fahrwerksbauteile zu schützen, ist der Wolverine-R mit Gleitplatten am Unterboden ausgestattet, die einen breiten Bereich abdecken. Neue Hinterrad-Protektoren verbessern den Schutz im schweren Gelände, Protektoren auf den unteren Dreieckslenkern der Vorderachse sollen Schäden an den Achsmanschetten verhindern. Die unteren Dreieckslenker der Hinterachse verfügen über integrierte Protektoren für die Achsmanschetten sowie für die Antriebsgelenke auf der Chassis-Seite.

Die Zahnstangenlenkung des Wolverine-R arbeitet mit der elektrischen Yamaha-Lenkunterstützung EPS (Electronic Power Steering), die eine perfekte Balance zwischen Leichtgängigkeit und Lenkgefühl realisieren soll. Die notwendigen Lenkkräfte fallen laut Yamaha dank EPS gering aus, ohne dass das Lenkgefühl leidet. Die Bremsanlage des Wolverine-R verfügt über gelochte, 270 mm großen Bremsscheiben und kompakte Zweikolben-Bremszangen, zusätzlich ist das Fahrzeug mit einer geschlossenen Ölbad-Feststellbremse ausgestattet.

Das neugestaltete Chassis des Yamaha Wolverine-R soll durch optimierte Sichtverhältnisse und Böschungswinkel vorn und hinten dafür sorgen, das in schwierigem Gelände weder der Überblick verloren geht, noch das Fahrzeug aufsetzt. Das neue Chassis des Wolverine-R ist nach Herstellerangaben kürzer und schmaler als das des Viking-Dreisitzers von Yamaha, außerdem sind die beiden Sitze ein Stück weiter innen platziert. Damit das Fahrzeug auch im schweren Gelände nicht stecken bleibt, ist der neue Unterboden an beiden Seiten hochgezogen.

Maxxis Bighorn-Reifen in der Dimension 26x8x12 vorn und 26x10x12 hinten sollen für eine optimale Traktion sowie eine überlegene Haltbarkeit sorgen. Nach Unternehmensangaben wurden diese Reifen exklusiv für Yamaha entwickelt.

Die Türen des Yamaha Wolferine-R lassen sich verriegeln und der Überrollkäfig ist mit einem Wetterschutz ausgestattet. Beide Schalensitze des Yamaha Wolferine-R verfügen über Schulter-Stütze und Dreipunktgurt. Darüber hinaus ist der Fahrersitz dreifach einstellbar und deckt einen Verstellbereich von neun Zentimetern ab. Auf Höhe der Instrumente befindet sich ein Handschuhfach und unter den Sitzen zusätzlichen Stauraum. Zum Cockpit gehört ein digitales Display mit Anzeigen für Tempo, Wegstrecke, Tageskilometer, Betriebsstunden, Uhrzeit, Kraftstoffvorrat, eingelegtem Gang und gewähltem Antriebsmodus. Außerdem sitzt neben dem Cockpit eine 12-Volt-Steckdose, an der verschiedene Geräte angeschlossen werden können.

Der flache Ladeboden des Yamaha Wolverine-R ist aus leichtem Polypropylen gefertigt, kann bis zu 136 kg tragen und weist bis zur Oberkante der Bordwand ein Volumen von 188 Liter auf. Außerdem ist die Heckklappe abnehmbar und in verschiedenen Positionen fixierbar. Auf dem Boden befinden sich sechs Zurrösen zur Ladungssicherung. Für Wartungszwecke kann der gesamte Ladeboden abgenommen werden, um den Zugang zum Motor zu ermöglichen. Außerdem an Bord: Eine 4-Kant-Aufnahme für eine Anhängerkupplung; der Wolverine-R darf laut Yamaha bis zu 680 kg ziehen. Zum Zubehörangebot gehören unter anderem eine Reserverad-Befestigung, ein zweiter Batterie-Kit, ein Windschild, eine Box für die Ladefläche, eine Box für den Stauraum unter den Sitzen und eine Winde. Das Zubehör soll etwa zeitgleich mit den Fahrzeugen lieferbar sein.

Laut Yamaha kommt der Wolverine-R im Mai 2015 in den Handel. Er ist nach Herstellerangaben in den Lackierungen Yamaha Blue und Solid Green ab 15.995,00 Euro und in Camouflage ab 16.395,00 Euro erhältlich (unverbindliche Preisempfehlung zzgl. Nebenkosten).

Autorin: Magdalena Esterer

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