Anzeige:
 
Anzeige:

Projekt WILDRETTER: Neues drohnengeführtes Kamerasystem mit Infrarottechnik

Info_Box

Artikel eingestellt am:
09.6.2021, 7:25

Quelle:
CLAAS KGaA mbH
www.claas.com

1 Bild zum Artikel:
Bildklick blendet Galerie ein.
Anzeige:
Anzeige:

Wie Claas mitteilt, wurde die im Projekt WILDRETTER erprobte Infrarottechnik weiterentwickelt und findet in einem drohnengeführten Kamerasystem Verwendung, das ein schlagkräftiges und teilautomatisiertes Scannen von Grünflächen rund um die Uhr ermöglicht.

Claas erklärt, dass mit Beginn der Futtererntesaison das Thema Wildrettung wieder verstärkt in den Fokus rücke und die in diesem Zusammenhang möglichen Schutzmaßnahmen nicht nur aufgrund des öffentlichen Drucks, sondern vor allem auch aus begründetem Eigeninteresse der Landwirt*Innen immer breiter angewendet werden. Denn einerseits führt das Vermähen von Kitzen nicht selten zu psychischen Belastungen, andererseits kann es beim unbemerkten Vermähen zu Eintragungen ins Futter und infolgedessen zu Botulismus nach der Verfütterung kommen.

Für die Wildrettung bieten sich Claas zufolge verschiedene Möglichkeiten an – beginnend bei der Beratung durch den/die zuständige*n Jäger*In, der Begehung der Flächen durch Jäger*In und Jagdhund über Vergrämungsmaßnahmen mit akustischen Signalgebern oder Geruchsstoffen bis hin zu thermischen oder optischen Scannern an Drohnen oder an den Mähwerken selbst. Werde direkt beim Mähen gescannt, so sei dies jedoch nur bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten möglich, damit noch ausreichend Zeit zum Anhalten bleibt. Zudem sei stets die höchste Aufmerksamkeit und schnelles Reagieren gefordert.

Das eingangs erwähnte drohnengeführte Kamerasystem ist ein Set von thermal DRONES, das eine DJI Mavic 2 Enterprise Advanced Drohne mit hochauflösender Kamera für die digitale Bilderstellung sowie eine Auswertungssoftware für mobile Endgeräte umfasst. Auf Wunsch können auch Sonderanfertigungen mit ausschließlich auf die Wildrettung ausgelegten Drohnen geliefert werden. Bei einer Überflughöhe von etwa 50 m können nach Unternehmensangaben pro Stunde 20 bis 30 ha sicher gescannt werden. Dank der automatisierten Auswertung mit in mehrjährigen Versuchen erarbeiteten Algorithmen und der weitest gehenden Unabhängigkeit von Sonneneinstrahlung und Außentemperatur lässt sich die Technik Claas zufolge nahezu den ganzen Tag über einsetzen, da Kitze von sonstigen thermischen Quellen wie Maulwurfshügeln dank spezieller Bildoptimierungsalgorithmen unterschieden werden können. Erfasste Rehkitze werden mit GPS Koordinaten versehen und können so anschließend entnommen und umgesetzt werden.

Erste Prototypen des neuen Kamerasystems wurden laut Claas 2019 und 2020 erfolgreich in der Praxis erprobt. Dabei konnte jede Drohne im Schnitt etwa 50 Rehkitze lokalisieren, die daraufhin erfolgreich gerettet wurden. Damit sei die Technik derzeit die effektivste am Markt.
Claas erläutert, dass die drohnenbasierte Technik vor allem für Maschinenringe, Maschinengemeinschaften, Lohnunternehmen, Großbetriebe sowie anderweitige landwirtschaftliche Dienstleistende und Beratungsunternehmen lohnenswert sei. Dort wo kleinere Betriebsgrößen vorherrschen, sollte die gemeinsame Anschaffung durch mehrere Betriebe in Erwägung gezogen werden. Die thermalDRONES Technik ist Claas zufolge in Deutschland für gemeinnützige Vereine förderfähig. Informationen dazu finden sich auf https://www.ble.de/DE/Projektfoerderung/Foerderungen-Auftraege/Rehkitz/Rettung_node.html

Auch bei kontrollierten und geräumten Wiesen empfiehlt Claas, die Mähstrategie anzupassen und dadurch weiteren Wildtierarten sichere Fluchtwege zu ermöglichen. Als praktikabelste Strategie hat sich dabei die Teilung von Flächen mit Anschnitt in der Mitte und dem Arbeiten hin zu den Flächengrenzen erwiesen. Sollte die Fläche an einer vielbefahrenen Straße liegen, so sollte von der Straße beginnend in die Fläche hinein gemäht werden. Zudem hat es sich als hilfreich erwiesen, die Flächen am Vorabend anzumähen, Dadurch wird der Lebensraum so verändert, dass der Fluchtinstinkt bereits angeregt wird und Muttertiere ihre Kitze in vielen Fällen aus der Fläche führen. Dafür sollten angrenzend ausreichend geschützte Ablagemöglichkeiten für die Kitze zur Verfügung stehen.



Mehr über Claas auf landtechnikmagazin.de:

Claas Traktoren-Serie ARION 400 jetzt mit Stufe-V-Motoren und neuem Topmodell ARION 470 [23.5.21]

Claas führt bei den Traktoren der Serie ARION 400 Motoren der Abgasnorm EU Stufe V ein. Zudem gibt es ein Update mit neuen (optionalen) Ausstattungen und nicht zuletzt das neue Topmodell ARION 470. Wie bisher gibt es die Claas ARION 400 Traktoren in den drei [...]

Neue Ausstattungsoptionen für Claas CARGOS Kombi- und Häckseltransportwagen [14.10.20]

Im Zuge eines kleinen Updates führt Claas neue Ausstattungsmöglichkeiten bei den CARGOS Häckseltransport- und Kombiwagen ein. Die neuen Optionen, das ISOBUS-taugliche CEMIS 700 Universalterminal, ein Bordwandaufsatz und eine mechanisch-hydraulische Zwangslenkung sind [...]

Claas AXION 900: Neue Motoren und smartere Bedienung für die Halbraupen- und Radtraktoren [4.10.20]

Claas stattet die stufenlose Traktoren-Baureihe AXION 900, die im maximalen Leistungssegment von 325 bis 445 PS agiert, mit neuen Motoren aus und integriert als besonderes Highlight der Radtraktoren die Steuerung der CTIC Reifendruckregelanlage in das Assistenzsystem [...]
Weitere interessante Landtechnik-Berichte:

Horsch hackt und striegelt! [19.7.19]

Horsch präsentierte diese Woche seine Neuheiten zur Agritechnica 2019. Mit dem Striegel Cura ST, dem Hackgerät Transformer VF und dem Finer LT zeigte das Unternehmen erstmals eine neue Produktline, die insbesondere auf die Bedürfnisse der Hybrid- und Biolandwirtschaft [...]

Fendt lanciert neue Generation der 200 Vario Standard- und Spezialtraktoren [9.10.20]

Fendt führt die neue Generation, Gen3 respektive MY 2021, der 200 S Vario Kompakt-Standardtraktoren, 200 P Vario Obstbau- beziehungsweise Plantagenschlepper sowie der 200 V und F Vario Schmalspurtraktoren ein. Während die Änderungen in den Bereichen Motor, Getriebe [...]

Fendt zeigt neue Kombiwagen VarioLiner 2035 und 2440 sowie weitere Futtererntemaschinen [20.1.16]

Fendt präsentierte auf der Agritechnica 2015 erstmals die neuen VarioLiner 2035 und 2440 Ladewagen, die nach Unternehmensangaben zusammen mit der Technischen Universität Dresden und der Maschinenfabrik Stolpen GmbH entwickelt wurden. Interessanterweise greift Fendt hier [...]