Beim FWS Hydro werden die Drücke sowohl in der hydraulischen Achsfederung als auch in der hydraulischen Deichselfederung erfasst. Aus diesen Messwerten berechnet das System die aktuelle Zuladung des Fahrzeugs – vorausgesetzt, der Wagen steht auf ebener Fläche und befindet sich im Stillstand. Da keine separaten Wiegezellen erforderlich sind, bleibt das Grundfahrzeug baulich unverändert. Damit ist das FWS Hydro, so Fliegl, eine einfache und wirtschaftliche Alternative zum klassischen FWS-Wiegesystem mit Wiegezellen. Die Messgenauigkeit liegt nach Herstellerangaben bei rund ±2 % und ist damit zwar etwas geringer als bei der Wiegezellen-Variante (unter 1 %), jedoch, so Fliegl, ideal für praxisnahe Gewichtserfassungen – etwa zur Ermittlung des Gesamtgewichtes.
Das FWS Hydro ist vollständig ISOBUS-kompatibel und lässt sich direkt über das ISOBUS-Terminal des Schleppers bedienen. Die Wiegedaten werden dort digital angezeigt, gespeichert sowie summiert und können – je nach Systemintegration – auch weiterverarbeitet oder dokumentiert werden. Aktuell ist das System für die Abschiebewagen der Serie TAURUS erhältlich, die serienmäßig mit hydraulischer Federung ausgestattet sind – die technische Voraussetzung für den Einsatz des FWS Hydro. Ab dem Jahr 2027 soll das System auch als Nachrüstlösung für bestehende Fliegl Abschiebewagen der Serie TAURUS erhältlich sein.