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Neue Motoren, neuer Name: New Holland führt Feldhäcksler FR Forage Cruiser ein

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Artikel eingestellt am:
24.1.2016, 7:19

Quelle:
ltm-KE/Bilder: CNH Deutschland GmbH
www.newholland.com/de

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Neue Motoren beim überwiegenden Teil der Modelle sowie serienübergreifende Detailänderungen führen bei den selbstfahrenden New Holland Feldhäckslern zur neuen Baureihen-Bezeichnung FR Forage Cruiser. Zudem gibt es, abgesehen vom alten und neuen Top-Modell FR850, auch Änderungen bei den Ordnungszahlen in den Typenbezeichnungen. So folgt der FR480 auf den FR450, der FR550 auf den FR500, der FR650 auf den FR600 und der FR780 auf den FR700.

Beim FR850 greift aktuell keine Abgasnorm, so dass New Holland dieses Modell wie bisher mit dem FPT Vector 20 V8-Motor mit etwas über 20 l Hubraum ausrüstet und auf eine AdBlue-/SCR-Abgasnachbehandlung verzichten kann. Die Nennleistung (nach ECE R120) dieses Motors beziffert New Holland nach wie vor mit 656/768 kW/PS, die Maximalleistung (nach ECE R120) wie gehabt mit 606/824 kW/PS. Alle übrigen Modelle rüstet New Holland jetzt durchgängig mit 6-Zylinder-Reihenmotoren von FPT aus (bisheriger FR700 mit Caterpillar-Motor). Während jedoch in den Modellen FR480 und FR550 ein FPT-Motor des Typs Cursor 13 mit knapp 13 l Hubraum seinen Dienst verrichtet, setzt New Holland bei den Modellen FR650 und FR780 auf den FPT Cursor 16 mit 16 l Hubraum. Als Motor-Nennleistung gibt New Holland (nach ECE R120) 320/435 kW/PS für den FR480, 350/475 kW/PS für den FR550, 440/598 kW/PS für den FR650 und 530/721 kW/PS für den FR780 an. Als Maximalleistung nennt der Hersteller (nach ECE R120) 350/476 kW/PS für den FR480, 400/544 kW/PS für den FR550, 480/653 kW/PS für den FR650 sowie 570/775 kW/PS für den FR780. Zur Einhaltung der Abgasnorm EU Stufe IV/Tier 4 final kommt in den Typen FR480 bis FR780 das ECOBlue HI-eSCR-System zum Einsatz. Laut New Holland führt die weiterentwickelte Abgasnachbehandlung der FR Forage Cruiser nochmals zu einem verbesserten Motoransprechverhalten bei gleichzeitig gesunkenem Kraftstoffverbrauch. Die Kapazität des Dieseltankes wird bei den Modellen FR480 bis FR780 übrigens einheitlich mit 1.200 l und beim FR850 mit 1.400 l angegeben, die des AdBlue-Tankes (nur FR480 bis FR780) mit einheitlich 200 l.
Wie die FR-Feldhäcksler verfügen auch die neuen FR Forage Cruiser über das Power-Cruise-II-System, das Motordrehzahl und Fahrgeschwindigkeit automatisch an den Pflanzenbestand anpasst oder die Motordrehzahl am Vorgewende reduziert. Neu ist hingegen das ECO-Motormanagement, das, abhängig von den Einsatzbedingungen wie Gas- oder Maisernte, ertragsarme Bestände, schlechte Bodenverhältnisse, etc., die Vorwahl eines oberen Motor-Drehzahlbereiches von 2.100 bis 1.950 U/min und eines unteren Motor-Drehzahlbereiches von 1.850 bis 1.700 U/min ermöglicht. Drehzahl und Ansprechverhalten des Motors werden bei aktiviertem ECO-Modus vom Motormanagement dann innerhalb des vorgewählten Drehzahlbandes laut New Holland so geregelt, dass sich ein geringstmöglicher Kraftstoffverbrauch ergibt. ECO-Modus und Power-Cruise-II-System können getrennt oder in Kombination eigesetzt werden.

Das Häckselaggregat mit der 884 mm breiten und 710 mm durchmessenden Häckseltrommel mit V-förmig in zwei Reihen angeordneten Messern hat New Holland für die neuen FR Forage Cruiser praktisch unverändert von den Vorgängern übernommen. Allerdings entfällt die Konfiguration mit 2 x 6 Messern und es kommt eine neue mit 2 x 10 Messern hinzu, so dass jetzt die fünf Ausführungen 2 x 8, 2 x 10, 2 x 12, 2 x 16 und 2 x 20 Messer für Schnittlängen von 6 bis 33 mm, 5 bis 27 mm, 4 bis 22 mm, 3 bis 16 mm und 2 bis 13 mm zur Wahl stehen. Neuerungen gibt es auch beim Körner-Prozessor, der zwar nach wie vor als Doppelwalzensystem mit Sägezahnprofil und 750 mm breiten Walzen mit 250 mm Durchmesser arbeitet, jetzt aber mehr Möglichkeiten zur Anpassung der Aufbereitungsintensität durch Änderung des Drehzalunterschiedes zwischen den Walzen bietet. So sind neben 22 % Drehzahlunterschied (bislang Serie bei allen Modellen, jetzt Serie beim FR 480) und 30 % Drehzahlunterschied in Kombination mit Chrombeschichtung der Walzen (Serie bei FR550 bis FR850), nun zusätzlich 10 % und 50 % Drehzahlunterschied wahlweise möglich, letztgenannter für die Ernte von Ganzpflanzensilage. Angemerkt sei auch, dass New Holland den bislang für alle Modelle nur als Wunschausstattungen angebotenen, hydrostatischen Vorsatzantrieb DualDrive jetzt bei den Modellen FR780 und FR850 serienmäßig verbaut; alle übrigen Modelle können damit weiterhin optional ausgerüstet werden. Darüber hinaus hat New Holland nach eigenen Angaben auch den Auswurfkrümmer optimiert, ohne hierzu jedoch genauere Aussagen zu machen. Möglicherweise ist hier der bei den Modellen FR780 und FR850 serienmäßige und für die übrigen Modelle optional erhältliche HD-Verschleißschutz des Auswurfkrümmers, der hierbei komplett mit S700-Material ausgekleidet ist, gemeint.

Die Kabine für die neuen FR Forage Cruiser Feldhäcksler hat New Holland prinzipiell von den Vorgängern übernommen, jedoch außen wie innen einem Facelift unterzogen. Schwarze Akzente mit neu angeordneten Fahr- und Arbeitsscheinwerfern in der neu gestalteten Dachhaube und unterhalb der Frontscheibe, verleihen der Front der FR Forage Cruiser Feldhäcksler ein dynamischeres, fast schon aggressives Aussehen – im Automobilbereich würde man wohl vom „bösen Blick“ sprechen. Im Kabineninneren kann sich der Fahrer über eine komplett neu gestaltete Bedienarmlehne freuen, bei der einige Bedienknöpfe um die Symbolabbildung eines Feldhäckslers herum angeordnet sind, so dass eine leichtere Zuordnung zur jeweiligen Funktion möglich ist. Darüber hinaus soll eine neue, schmale Doppelgelenk-Lenksäule die Sicht auf den Erntevorsatz verbessern und eine ergonomische Lenkradposition ermöglichen. Neu sind auch ein Deluxe-Luftfedersitz mit automatischer Gewichtsanpassung und variabler Stoßdämpfung sowie ein für die Modelle FR650, FR780 und FR850 auf Wunsch lieferbarer Fahrersitz mit Stoff- oder Lederbezug, Belüftung und Beheizung sowie verbesserter Federung. Selbstverständlich verfügt auch die neue New Holland Feldhäcksler-Generation über den IntelliView-IV-Monitor zur Anzeige und Überwachung aller Maschinenfunktionen und -parameter sowie den CommandGrip-Multifunktionshebel, über den die wichtigsten Funktionen des Feldhäckslers gesteuert werden.
Bleibt noch zu erwähnen, dass es im Heckbereich der New Holland Feldhäcksler einige Modifikationen gibt, die sich auch auf das Design auswirken. So sind neue Rückleuchten jetzt nicht mehr im deutlich massiver wirkenden Anfahrschutz mit integrierten Warntafeln, sondern oberhalb von diesem in separaten Trägern montiert und die Heckkotflügel verfügen nun über eine bauchig runde Form, die sich besser in das Gesamtdesign der FR Forage Cruiser Feldhäcksler einfügt und wohl auch weniger anfällig für Schmutzablagerungen ist.

Autor: Klaus Esterer

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