Im Herbst 2007 geht Österreichs größter Biogaspark mit einer Gesamtleistung von 3 MWel. in Betrieb. Ein Konsortium von Investoren hat dafür die Kompetenz der renommiertesten Spezialisten gebündelt. Bei der Umwandlung von Biogas in Strom und Wärme vertraut der Generalunternehmer Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. auf die Gasmotorentechnologie der DEUTZ Power Systems GmbH & Co. KG aus Mannheim. Am Start sind sechs Biogasaggregate der Baureihe TCG 2016 V12. An den niederösterreichischen Standorten Retz und Ziersdorf sind jeweils drei Module mit einer Leistung von 500 kWel. / Aggregat im Einsatz. Sechs Behälter vergären anaerob ein Biomasse-Nutzvolumen von jeweils 1800 Kubikmeter an Mais, Gras oder Zuckerrübenschnitzel. Pro Standort werden 12.000 MWh elektrische Energie und 12.360 MWh thermische Energie erzeugt. Die Produktion ist absolut CO2-neutral. Der Gärrest aus dem Fermenter wird als umweltfreundlicher Dünger an landwirtschaftliche Betriebe verkauft.
Für die belgische Kompostierungsanlage Sodecom der VANHEEDE Gruppe in Quevy hat die DEUTZ Power Systems GmbH & Co. KG im März 2007 zwei Gasmotorenaggregate der Baureihe TCG 2016B V16 als Containermodule ausgeliefert. Diese spezielle Ausführung der Baureihe TCG 2016 erreicht einen elektrischen Wirkungsgrad von 41,3 Prozent. Sowohl die Aggregate als auch die dazugehörigen Komponenten wie etwa Schalldämpfer, Pumpen, Armaturen und Schaltanlagen sind betriebsbereit in Containern installiert. Zusätzlich sind sie mit Gasgebläse, Kühler und Notfackel ausgestattet. Die elektrische Leistung beträgt 716 kW und die thermische Leistung 787 kW/Modul. Die gesamte thermische Leistung wird für den Kompostierungsprozess verwendet. Die nicht für den Prozess benötigte Strommenge wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
Bereits über 100.000 Stunden sind die Gasmotorenaggregate der DEUTZ Power Systems GmbH & Co. KG im oberschlesischen Steinkohlebergwerk Pniowek in Betrieb. Seit dem Jahr 2000 erzeugt diese weltweit einzigartige Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage (KWKK) auf Grubengasbasis Strom, Wärme und Kälte. Die Kälte dient zur Klimatisierung der Stollen im Bergwerk des Konzerns Jastrzebie S.A. auf 28°C und sorgt damit für bessere Arbeitsbedingungen unter Tage. Das im Rahmen der dritten Ausbaustufe in 2006 gelieferte Aggregat der Baureihe TCG 2032 V16 ist seit Anfang 2007 in Betrieb. Zusammen mit den ursprünglich gelieferten Modulen erhöht sich die Gesamtleistung der Anlage auf jetzt über 10 MW elektrisch und 11 MW thermisch. Dabei werden etwa 20 Millionen Kubikmeter Grubengas pro Jahr genutzt. Das beim Steinkohleabbau freigesetzte Grubengas (CH4) ist rund 21 mal klimaschädlicher als Kohlendioxid (CO2). Wird es jedoch in Grubengas-Kraftwerken eingesetzt, entsteht elektrische Energie und Wärme. Durch die Verwertung des Grubengases in Pniowek werden jährlich knapp 250.000 Tonnen Kohlendioxid an Emissionen vermieden.