Ein situationsgerecht angepasster Reifendruck am Traktor zahlt sich gleich mehrfach aus. Sowohl auf dem Feld als auch auf dem Grünland reduziert ein niedrigerer Reifendruck den Bodendruck spürbar: Die Spuren fallen flacher aus, die Bodenstruktur wird geschont und somit die Bedingungen für das Pflanzenwachstum verbessert. Auf der Straße hingegen ermöglicht ein höherer Reifendruck geringeren Rollwiderstand, einen niedrigeren Dieselverbrauch und längere Reifenstandzeiten – bei gleichzeitig reduziertem Reifenabrieb und geringerer Feinstaubbelastung.
An der DLG-Umfrage zur Reifendruckregelung haben insgesamt 285 Praxisbetriebe teilgenommen. Über 90 Prozent davon waren landwirtschaftliche Betriebe – darunter auch überbetrieblich arbeitende Unternehmen, Lohnunternehmen und Maschinenringe. Die Teilnehmenden kamen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden und repräsentieren gemeinsam eine Fläche von über 50.000 Hektar.
Die Mehrheit der Befragten (rund 80 %) stammt aus Deutschland, mit besonders starker Beteiligung aus Niedersachsen (29 %), Nordrhein-Westfalen (26 %) und Bayern (12 %). Die Betriebsstrukturen waren vielfältig: Die bewirtschafteten Flächen reichten von unter 50 bis über 2.500 Hektar, die Schwerpunkte von Ackerbau über Tierhaltung bis hin zur Energieerzeugung. Gut die Hälfte der Betriebe wirtschaftet auf mittleren Böden.
„Die gesammelten Erfahrungen aus der Praxis helfen uns gemeinsam, den Bodenschutz weiterzuentwickeln und den Fortschritt in der Landwirtschaft voranzutreiben“, so Dr. Ulrich Rubenschuh aus dem DLG-Fachzentrum für Landwirtschaft und Lebensmittel. Der DLG-PraxisMonitor zeigt: Wer den Reifendruck konsequent an die jeweilige Situation anpasst, gewinnt auf ganzer Linie – für den Betrieb, den Boden und die Umwelt.
Den ausführlichen Bericht mit allen Umfrageergebnissen inklusive anschaulicher Grafiken können Interessierte unter https://www.dlg.org/mediacenter/dlg-praxismonitor/dlg-praxismonitor-reifendruckregelung nachlesen.