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Agritechnica 2007: 33mal Silber für innovative Neuheiten (Teil 2)

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Bis Anfang September wurden beim Agritechnica-Veranstalter, der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) 331 Neuheiten angemeldet. Eine von der DLG eingesetzte, neutrale Expertenkommission hat aus diesen Neuheiten nach strengen Kriterien insgesamt sieben Neuheiten mit Goldmedaillen (siehe Artikel „Agritechnica 2007: Siebenmal Gold für innovative Neuheiten“) und 33 Neuheiten mit Silbermedaillen ausgezeichnet. Elf der 33 Silbermedaillen-Gewinner haben wir Ihnen schon im Artikel „Agritechnica 2007: 33mal Silber für innovative Neuheiten (Teil 1)“ vorgestellt, elf weitere stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor:

CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH Deutschland, D-Harsewinkel, Halle 4, Stand C22 „ACTIVE TRAC“.
Gebr. Schumacher GmbH, D-Eichelhardt, Halle 4, Stand D05 “KombiGrip-Zinken“.
John Deere Vertrieb, D-Bruchsal, Halle 4, Stand A22 „T-Serie Mehrtrommel-Schüttler-Materialflusskonzept“.
New Holland CNH Deutschland GmbH, D-Heilbronn, Halle 3, Stand C24 „Opti-Clean“.
New Holland CNH Deutschland GmbH, D-Heilbronn, Halle 3, Stand C24 „Durchsatzregler IntelliCruise“.
Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, D-Damme, Halle 2, Stand C29 „Terra-Float“.

Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH, D-Essen (Oldb.), Halle 14, Stand B36 „DoubleSwing“:
Das DoubleSwing Verteilergestänge für Güllewagen der Fa. Vogelsang besteht aus einem 18 m breiten Gestänge, welches durch einen einfachen Klappmechanismus unterschiedlich positioniert werden kann. Im eingeklappten Zustand werden 18 m mittig hinter dem Güllewagen abgedüngt, und im ausgeklappten Zustand gelangt die Gülle auf zwei jeweils 9m breite Streifen links und rechts neben dem 18 m Bereich. Vorteilhaft ist hier, dass von der gleichen Fahrspur aus ein 36 m breiter Streifen abgedüngt werden kann, dass sich dadurch Spurschäden in Getreide und Mais verringern lassen, dass auch längere Schläge mit einer Fassfüllung abgedüngt werden können, dass das DoubleSwing Gestänge preisgünstiger ist als eine 36 m Ausführung und dank seines geringeren Gewichtes eine höhere Nutzlast ermöglicht. Inzwischen ist das DoubleSwing Gestänge auch mit anderen Arbeitsbreiten lieferbar. (siehe Artikel „Vogelsang DoubleSwing – Kleines Schleppschlauchgestänge ganz groß“)

Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, D-Hasbergen-Gaste, Halle 14, Stand A16 „Pre-Mix-Vormischbehälter mit variabler Zudosierung der Pflanzenschutzmittel“:
Das Pre-Mix-System arbeitet mit einem Vormischbehälter (10 % der Größe des Hauptbehälters), in dem Pflanzenschutzmittel zunächst in konzentrierter Form und in der gewünschten Kombination angesetzt werden. Der Vormischbehälter ist mit einem leistungsfähigen Rührwerk ausgestattet, das sowohl flüssige, einschließlich pulver- und/oder granulatförmige Pflanzenschutzmittel verarbeiten kann. Die Aufbereitung der Spritzflüssigkeit erfolgt kontinuierlich während der Ausbringung durch Zudosieren des Konzentrates in den Wasserstrom zu den Düsen. Die Dosierung des Konzentrates kann bis auf 0 l/ha vermindert werden, so dass bei Beibehaltung des Flüssigkeitsaufwandes und des Tropfenspektrums an den Düsen der Pflanzenschutzmittelaufwand pro Hektar in einem weiten Bereich variiert werden kann. Mittels Jobrechner, Durchflussmesser, Mischkaskade, unter anderem wird eine exakte Ausbringung gewährleistet. Da die Zudosierung des Konzentrates in den Wasserstrom an zentraler Stelle erfolgt, dauert es eine gewisse Zeit, bis die gewünschte Dosierung an den Düsen anliegt. Das System stellt ein neues Dosiersystem dar, um auch Pflanzenschutzmittel teilflächenspezifisch auszubringen. (siehe Artikel „Amazone Pre-Mix: Spritzbrühe während des Betriebs bedarfsgerecht anmischen“)

Lechler GmbH, D-Metzingen, Halle 15, Stand B09 „Direkteinspeisungs-System für flüssige Pflanzenschutzmittel“:
Die Direkteinspeisung der Firma Lechler verfügt über vier Dosierpumpen, um flüssige Pflanzenschutzmittel dem Wasserstrom zu den Düsen kontinuierlich und bedarfsgerecht zuzuführen. Das System wird über einen Jobrechner gesteuert, so dass die Zuführung der Pflanzenschutzmittel bis zum Mischpunkt sowie die Dosierung der Spritzflüssigkeit automatisch erfolgen und angepasst werden. Durch die getrennte Ansteuerung der Dosierpumpen ist es möglich, sowohl das Mischungsverhältnis als auch die Menge der einzelnen Präparate den unterschiedlichen Gegebenheiten des Schlages optimal anzupassen. Der gewählte Flüssigkeitsaufwand und das Tropfenspektrum bleiben hierbei unverändert. Da die Einspeisung der Pflanzenschutzmittel in den Wasserstrom an zentraler Stelle erfolgt, entstehen Reaktionszeiten, bis die gewünschte Konzentration an den Düsen anliegt. Nach Abschluss der Behandlung werden die im System befindlichen konzentrierten Pflanzenschutzmittel in die Gebinde zurückgeblasen, so dass die Spülzeit des Systems auf ein Minimum zurückgeht. Mit dieser Direkteinspeisung werden wesentliche Voraussetzungen erfüllt, um Pflanzenschutzmittel teilflächenspezifisch auszubringen. (siehe Artikel „Neues Direkteinspeisungs-System für bis zu vier Pflanzenschutzmittel von Lechler“)

Herbert Dammann GmbH, D-Buxtehude-Hedendorf, Halle 6, Stand A26 „DT 2000 H Plus Highlander“ - Trägerfahrzeug für Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen mit besonders hoher Bodenfreiheit:
Der Dammann-Highlander ist ein Trägerfahrzeug, das über eine hydraulische Verstellung der Bodenfreiheit von 1,15 m bis 2,0 m (einschließlich der Spurweite 2,25 m bis 3,05 m) verfügt, die weit über die bisherige Verstellbarkeit hinausgeht. Das Trägerfahrzeug ist daher prädestiniert für Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen in hohen Kulturen (wie z. B. Mais, Raps, Sonnenblumen …) und kann optimal an die Wachstumsstadien der Kulturen angepasst werden. (siehe Artikel „Einzigartiges Trägerfahrzeug mit hoher Bodenfreiheit: Dammann-trac DT 2000H „Highlander““)

MMM tech support, D-Berlin, Halle 12, Stand A34a „Scholanderbombe SK 16“:
Die Steuerung von Bewässerungsgaben ist die wichtigste Voraussetzung für einen gezielten und sparsamen Wassereinsatz. Mit der weiterentwickelten Scholanderbombe wird direkt an der Pflanze der Wasserstatus gemessen und nicht im Boden, wie es heute üblich ist. Speziell im Weinanbau kann der Wassergehalt nicht über Bodenproben gemessen werden, weil die Pflanzen sehr tief wurzeln. Die Bewässerungsflächen von Wein haben erheblich zugenommen, und in diesem Zusammenhang ist eine gezielte Bewässerungssteuerung über eine Messung an der Pflanze sehr wertvoll. Prinzipiell kann das Messverfahren zu jeder Pflanzenwasserbedarfsbestimmung eingesetzt werden. Die wesentlich verbesserte Handhabung, die erst einen praxistauglichen Einsatz der Messung mit der Scholanderbombe gewährleistet, ist ein Grund für die Auszeichnung.

CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH Deutschland, D-Harsewinkel, Halle 4, Stand C22 „ACTIVE TRAC“:
Mähdrescher mit konventionellem Allradantrieb können sowohl in Hanglagen als auch auf wenig tragfähigen Böden oft nur in begrenztem Maße fahren, weil einerseits das Drehmoment für den Antrieb der Hinterräder zu gering ist und es andererseits bei auftretendem Schlupf zum Durchdrehen dieses Rades und zum Stillstand des Rades mit höherer Traktion kommt. ActiveTrac ist eine neue Traktionskontrolle für allradangetriebene Mähdrescher. Tritt an einem Vorderrad Schlupf auf, so wird der Hydraulikölstrom aufgrund der Drehzahldifferenz elektrohydraulisch geregelt zur Hinterachse geleitet und dort wiederum auf das Rad mit der geringeren Drehzahl in höherem Maße verteilt. Unterschiedliche Reifengrößen werden in CEBIS (Claas elektronisches Bordinformationssystem) programmiert, so dass die Solldrehzahlen der einzelnen Räder in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit vorliegen. Der Vorteil dieses neuen Antriebskonzepts besteht in der automatischen Zuschaltung des Allradantriebes und der Antischlupfregelung, wodurch die Einsatzsicherheit des Mähdreschers erhöht wird. (siehe Artikel „Traktionskontrolle ACTIVE TRAC: Intelligenter Mähdrescher-Antrieb für Claas LEXION 600“)

Gebr. Schumacher GmbH, D-Eichelhardt, Halle 4, Stand D05 “KombiGrip-Zinken“:
Unter schwierigen Erntebedingungen muss die Haspel möglichst nahe am Messerbalken des Mähdrescherschneidwerkes geführt werden, um den Gutfluss vom Messerbalken zur Einzugsschnecke zu optimieren. Dann können die Haspelzinken durch zusätzliche Vertikalkräfte in das Mähmesser geraten. Bei Haspeln mit Stahlzinken führt das zu beschädigten oder gelösten Klingen, was Reparatur- bzw. Stillstandszeiten zur Folge hat. Bei den bekannten Kunststoffzinken tritt dieses Problem nicht auf, weil das Mähmesser die Spitzen der Zinken abschneidet. Diese Kunststoffzinken ermüden jedoch nach gewisser Zeit. Die Kombi-Gripp-Zinken verbinden die Vorteile beider Zinkenvarianten miteinander. Dadurch werden teure Stillstandszeiten des Mähdreschers durch Beschädigungen des Messerbalkens vermieden und die Spannkraft der Haspelzinken bleibt auch nach längerer Nutzungsdauer gesichert.

John Deere Vertrieb, D-Bruchsal, Halle 4, Stand A22 „T-Serie Mehrtrommel-Schüttler-Materialflusskonzept“:
Bei hohen Stroherträgen und Strohfeuchten geraten Schüttler-Mähdrescher mit konventionellem Dreschwerk rasch an ihre Leistungsgrenze, weil die Restkörner nicht mehr ausreichend aus dem Stroh abgeschieden werden können. Daher bieten viele Mähdrescherhersteller Schüttlermaschinen mit Zentrifugalabscheidern hinter dem Dreschwerk an. Dieser Rotor knickt das Stroh am Eingang des Abscheidekorbes, was unter trockenen Erntebedingungen eine hohe Kurzstrohbelastung von Schüttlern und Sieben und eine reduzierte Abscheidung zur Folge haben kann. Außerdem lässt sich dieses kurze Stroh mit Aufnahmeverlusten der Presse und aufgrund der verzögerten Abtrocknung im kompakten Schwad oft schwierig bergen. Das T-Materialflusskonzept nutzt ein vorhandenes Dreschwerk und beschickt den nachfolgenden Zentrifugalabscheider von oben. Dadurch kann einerseits der Umschlingungswinkel des Abscheidekorbes vergrößert werden, was die Druschleistung gegenüber vorhandenen Systemen steigert. Andererseits wird das Stroh am Eingang des Abscheidekorbes nicht geknickt und demzufolge in geringerem Maße zerkleinert, wodurch ebenfalls die Abscheideleistung gesteigert und die Strohbergung vereinfacht werden. (siehe Artikel „Vier neue Mähdrescherbaureihen von John Deere“)

New Holland CNH Deutschland GmbH, D-Heilbronn, Halle 3, Stand C24 „Opti-Clean“:
Bei üblichen Druckwind-Reinigungsanlagen von Mähdreschern schwingen Ober- und Untersieb gleich- oder gegenläufig vor und zurück. Der Vorbereitungsboden ist mit dem Obersieb verbunden. Diese Konstruktion überträgt einerseits Schwingungen auf den Mähdrescher. Andererseits wird die Reinigung vor allem bei Rotor-Mähdreschern zur leistungsbegrenzenden Baugruppe, weil die Kornabscheidung durch hohe Kurzstrohanteile beeinträchtigt wird. Die neue Opti-Clean Reinigungsanlage ist im Vergleich zu bekannten Reinigungen durch ein zum Vorbereitungsboden gegenläufiges Obersieb gekennzeichnet, das sich zusätzlich zur Vor- und Zurückbewegung auf und nieder bewegt. Darüber hinaus wird das Reinigungsgebläse hydraulisch angetrieben. Diese Reinigung scheidet das Korn auch bei höherem Kurzstrohanteil intensiver ab, was die Reinigungs- und damit die Druschleistung des Mähdreschers steigert. Darüber hinaus lässt diese Reinigung erstmalig die Montage von Rädern mit einem Felgendurchmesser von 42 Zoll zu, wodurch bei unveränderter Maschinenbreite der Boden geschont wird. (siehe Artikel „New Holland erweitert Mähdrescher-Serie CR9000“)

New Holland CNH Deutschland GmbH, D-Heilbronn, Halle 3, Stand C24 „Durchsatzregler IntelliCruise“:
Zur durchsatzabhängigen Regelung der Erntegeschwindigkeit eines Mähdreschers ist es erforderlich, die Regelgröße möglichst früh zu erfassen. Bekannte Systeme erfassen die Regelgröße im Mähdrescher an verschiedenen Aggregaten. Dadurch kann es bei sehr wechselnden Erntebedingungen zu einer Überbelastung der Aggregate und damit zu überhöhten Verlusten kommen. Das neue IntelliCruise-System misst die Leistungsaufnahme des Erntevorsatzes und des Einzugskanals indirekt in Form der Spannung des Antriebsriemens als Eingangsgröße für die Durchsatzregelung. Der Mähdrescherfahrer gibt eine bestimmte Erntegeschwindigkeit vor, die einer gegebenen Leistungsaufnahme des Vorsatzes entspricht. Nimmt der Leistungsbedarf des Vorsatzes z. B. durch höheren Ertrag zu, so reduziert sich die Fahrgeschwindigkeit des Mähdreschers und umgekehrt. Bei jedem Leerlauf- bzw. Wendevorgang erfolgt eine automatische Kalibrierung, um eventuelle physikalische Veränderungen des Antriebsriemens zu kompensieren. Durch diese frühestmögliche Messung der Regelgröße werden eine Überbeanspruchung der Dreschorgane oder gar ein „Zufahren“ des Mähdreschers vermieden. (siehe Artikel „New Holland erweitert Mähdrescher-Serie CR9000“)

Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, D-Damme, Halle 2, Stand C29 „Terra-Float“:
Bei der Aufnahme des Kartoffeldammes durch die Erntemaschine werden eine gleichmäßige Rodetiefe, ein störungsfreier Gutfluss, minimale Knollenverluste und eine geringe Verdichtung des Dammbereichs angestrebt. Durch den Einsatz von auf einer Welle im Furchenbereich angeordneten Rollrädern kann auf die bisher für jede Reihe erforderlichen Scheibenseche, Krauteinzugsrollen und Dammeltrommeln verzichtet werden. Bei dieser einfachen und störungsunempfindlichen Lösung werden die Dämme zudem ohne Verdichtungen aufgenommen, so dass sich Boden schneller im Siebkanal verteilt und abgetrennt werden kann. Gleichzeitig dienen die Rollräder bei Rodern mit vor der Achse befindlicher oder seitlicher Aufnahme zur Entlastung des gesamten Bereichs und damit zu einer nachhaltigen Stabilisierung der gesamten Maschine. (siehe Artikel „Grimme TECTRON 415 mit einzigartiger Aufnahme „Terra-Float““)

Quelle: DLG e.V. (www.agritechnica.com)

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