Anfallender Silagesickersaft und Schmutzwasser werden getrennt vom Regenwasser abgeführt. Sie gelangen durch die Entwässerungsöffnungen der Silosteine in den korrosionsfesten Schmutzwassersammler aus Kunststoff und werden von dort aus direkt der Biogasanlage beziehungsweise dem Substratlager zugeführt.
Die Regenwasserführung über eine vorgehängte Rinne liegt über der Sickersaftableitung, wodurch eine Verunreinigung des Regenwassers ausgeschlossen werden soll. Um eine gute Ableitung zu gewährleisten, hat jede Silokammer laut Schmack ein Quergefälle von 1-3 % nach außen. In den Fahrgassen verlaufen die Sammelrinnen mit einem Längsgefälle von 1%. Das Regenwasser der abgedeckten Siloflächen wird über die Regenrinnen als sauberes Regenwasser gesammelt und anschließend an den öffentlichen Regenwasserkanal übergeben beziehungsweise auf dem Gelände versickert.
Das Fahrsilo ist laut Schmack bereits zum Patent angemeldet und das Gebrauchsmuster für das Gesamtverfahren wurde bereits vom deutschen Patent- und Markenamt erteilt.
Als Vorteil des neuen Fahrsilos nennt Schmack den fugenlosen Aufbau durch den es keine Nahtstellen mehr zwischen Asphaltdecke und Begrenzungswand gibt. So sollen mögliche Einträge in das Grundwasser verhindert und die Anforderungen der Gewässerschutzregeln eingehalten werden. Darüber hinaus haben die Bausteine laut Schmack eine korrosionsbeständige Oberfläche und sind bei Beschädigung individuell austauschbar. Da keine Fundamente und somit keine Wand-/Bodenfugen notwendig sind, kann nach Herstellerangaben zudem im Regelfall auf eine zusätzliche Leckagefolie verzichtet werden. Aufgrund des geringeren Material- und Zeitaufwands für die Errichtung der Silos soll es laut Schmack auch wesentlich kostengünstiger als herkömmliche Bauformen sein.
Projektstudien hierzu sind auf der EuroTier 2014 am Stand von Schmack Biogas in Halle 21, Stand B 13 zu sehen.