Während die bisherigen Forschungsarbeiten rund um Feldroboter vor allem auf die Reihennavigation abzielten, wird BoniRob auch selbsttätig navigieren – zunächst auf kleineren Versuchsfeldern der Pflanzenzüchter. Dort kann er aber nicht nur die GPS-Positionen von Einzelpflanzen bestimmen und wieder finden, sondern seine Arbeiten auch kartieren und dokumentieren. So wird BoniRob zunächst einmal die Arbeit der Pflanzenzüchter deutlich beschleunigen, indem er mit Hilfe spezieller Kameras und Sensoren die Messdaten vieler Einzelpflanzen automatisch erfasst und damit eine deutlich größere statistische Grundlage für die Züchtung schafft. Da ist die Feldroboter-Technologie einfach schneller und leistungsfähiger als der Mensch und alle bisher eingesetzten Techniken.
Im Zuge des vom BMELV/BLE geförderten Entwicklungsprojekts werden zunächst zwei BoniRob Roboterfahrzeuge gebaut, die auf Mais- und Weizen-Versuchsflächen getestet werden. Für die Navigation wird BoniRob mit einem GPS- und sensorbasierten System ausgerüstet, bei der Agrosensorik wird u.a. mit Spectral-Imaging-Technologien gearbeitet. Die Ausgestaltung des Fahrgestells mit Einzelradantrieb bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, z.B. verstellbare Bodenfreiheiten zwischen 40 und 80 cm, Spurbreiten zwischen 75 und 200 cm und eine Schnellwechselvorrichtung für die Sensortechnik.
Wenn man also schon in naher Zukunft mit BoniRob die Wachstumszustände vieler Einzelpflanzen automatisch bestimmen und fortlaufend beobachten kann, so bedeutet das einen enormen Innovationssprung. Und bis zu den Feldrobotern, die gezielt Dünger ausbringen oder Unkraut bekämpfen können, ist es dann gar nicht mehr so ganz weit.