Die neue, elektronisch gesteuerte HiTech-Wendeschaltung der A-Serie basiert auf der bekannten Wendeschaltung der anderen Valtra Baureihen. Ein geschmeidiger und präziser Fahrtrichtungswechsel erleichtert laut Valtra insbesondere Frontladerarbeiten, unterstützt aber auch bei zahlreichen anderen Einsätzen auf dem Hof oder der Arbeit am Vorgewende. Die im Wendeschalthebel integrierte Betätigung der Feststellbremse bietet, so Valtra, eine in dieser Fahrzeugklasse bisher ungekannte Bedienerfreundlichkeit.
Die neue A-Serie verfügt zudem über eine elektrohydraulisch betätigte Mehrscheibenkupplung für den Zapfwellenantrieb. Die Zapfwelle wird über einen Kippschalter angesteuert, wobei die Hydraulik ein weiches Anlaufen der Zapfwelle gewährleisten soll. Optional werden auch Taster für die Betätigung der Zapfwelle auf dem hinteren Kotflügel angeboten.
Der Motorisierung der neuen A-Serie dienen 3,3 Liter Common-Rail AGCO Sisu Power Motoren. Ein Visko-Lüfter sowie die Common-Rail-Einspritzung sollen Lärm und Kraftstoffverbrauch reduzieren, und in Verbindung mit der elektronischen Motorsteuerung wird auch ein Tempomat optional erhältlich sein. Maximalleistung und Drehmoment der Motoren gibt Valtra mit 65/88 kW/PS und 325 Nm im A83 sowie 75/101 kW/PS und 370 Nm im A93 an.
Weitere Verbesserungen werden auch für die Heckkraftheber- und Getriebesteuerung verfügbar sein. Der elektronisch gesteuerte Heckkraftheber ist laut Valtra für seine Präzision bekannt, die Schalter zum Heben und Senken des Krafthebers befinden sich auf beiden hinteren Kotflügeln. AutoTraction wird künftig auch bei der A-Serie nach Herstellerangaben vor allem Arbeiten erleichtern, bei denen dauerndes Anhalten und Anfahren notwendig sind. Auf der Liste der Zusatzausrüstungen wird auch das Proline-Instrument mit seinen zahlreichen Funktionen zu finden sein.
Bei der Arbeitsergonomie wurde laut Valtra ebenfalls ein großer Schritt vorwärts gemacht: Die Geräusche in der Kabine sind deutlich geringer, hängende Pedale und elektronische Kupplungs- und Gaspedale erleichtern die Arbeit selbst mit schweren Arbeitsschuhen. Der Zugang in die Kabine ist dank des breiteren Einstiegs leichter geworden, und die Einstellmöglichkeiten von Lenkrad und Sitz sind umfangreicher. Eine separate Forstkabine ist nun nicht mehr vonnöten, da die Standardkabine jetzt über einen deutlich größeren Fußraum verfügt als in der Vergangenheit. Für Forstarbeiten kann der Traktor mit einem hinteren Gaspedal und einer speziellen Rückfront für den einfachen Zugriff auf die externen Hydraulikventile eines Krans ausgerüstet werden.
Trotz der zahlreichen Neuerungen bleibt das Grundkonzept der A-Serie unverändert. Der Traktor ist demnach laut Valtra nach wie vor zuverlässig, kosteneffizient, leicht und vielseitig. Der Unterboden ist eben und die Maschine hat eine hohe Bodenfreiheit. Der Kraftstofftank ist weiterhin aus Stahl, aber etwas größer und geschützt im Zwischenrahmen untergebracht. Die starke Allradachse ist nach Herstellerangaben auch für schweren Frontladereinsatz ausgelegt, und es stehen sowohl Modelle mit Frontkraftheber als auch mit Niedrigkabine zur Verfügung.
Die mit Wendeschaltung ausgerüsteten neuen Traktoren der A-Serie A83 und A93 werden entsprechend den Traktoren der N- und T-Serie als HiTech-Modelle bezeichnet. Die bisherigen A-Serien-Modelle bleiben weiterhin im Programm und sind künftig als A72, A82 und A92 unter der Bezeichnung Classic erhältlich.