Bei der Gülleausbringung sind hoher Fahrkomfort und hohes Transportvolumen gefragt. Hierauf reagiert Veenhuis mit der neuen Tankwagen-Baureihe Basicline. Das erste Modell der Serie, das auf der DeLuTa präsentiert wird, ist ein 18.500 l Vakuumfaß (MEC 11.000 l/min) auf 24 t BPW-Boogie-Lenkachs-Aggregat, mit Bereifungen bis 850/50 R 30.5, Scharmüller Kugelkopf-Kupplung und 23 t zulässigem Gesamtgewicht. Eine Vielzahl an Optionen ermöglicht die individuelle Ausrüstung. Sie beginnt bei einem hydraulisch angetriebenen Turbofiller unter dem Tank mit Anschluss links oder rechts für maximale Befüllung auch bei zähflüssiger Medien. Aktuell stark nachgefragt sind die hydraulische Zwangslenkung, der Saugarm und die Comfort-Hydraulik, die die Bedienung von Anbaugeräten, Verteilern und Schiebern in der richtigen Reihenfolge automatisiert.
Steigender Beliebtheit erfreuen sich die Premium Integral Tankwagen von Veenhuis. Diese Tandem- und Tridemfässer mit 18.000 bis 25.000 l Inhalt integrieren Rahmen und Fahrgestell schwerpunktgünstig in den Tank. Die hydraulisch gefederten und zwangsgelenkten Fahrwerke sorgen, so Veenhuis, in Kombination mit hydraulisch gefederter Zugdeichsel und TOP-Zylinder für ein beeindruckend stabiles Fahrverhalten auf Straße und Feld. Mit Bereifung 850/50 R30.5 hat das Faß (inklusive Schleppschlauch-Gestänge) nach Herstellerangaben eine maximale Gesamtbreite von 3 Meter. Die optionale Reifendruckregelanlage schont Boden und Bestand, verlängert die Einsatzzeiten und reduziert Kraftstoffverbrauch und Reifenverschleiß; das alles bei einem deutlich höherem Fahrkomfort. Für maximale Leistung und Flexibilität auch bei der Befüllung steht unter anderem ein teleskopierbarer Saugarm mit drei Gelenken für bis zu 5,5 m Ansaugtiefe und Zentrifugalpumptechnik zur Auswahl.
Für die Applikation liefert Veenhuis ein breites Angebot für Acker- und Grünland. Neben Grubbern und Kurzscheibeneggen für die Injektion in unbewachsene Böden stehen mehr und mehr die Scheiben- und Schleppschuhinjektoren für wachsende Bestände im Fokus der Landwirte. Die termingerechte Injektion ermöglicht optimale Bestandsführung und holt das Optimum aus dem Wirtschaftsdünger heraus. Bei mittelfristig steigenden Preisen für Mineraldünger entlasten diese effektiven Verfahren das Düngerkonto des Betriebes wirkungsvoll.
Der Ecoslide XL ist neu bei Veenhuis. Dieser Schleppschuhinjektor ist sowohl für den Einsatz in Grünland- und Getreidebeständen als auch für z.B. Stoppeldüngung geeignet. Lieferbar als 12, 15 und 18 m Ausführung sind nach Herstellerangaben hohe Leistungen möglich; weitere Arbeitsbreiten sind in Vorbereitungen. Verglichen mit der Gülleausbringung per Schleppschlauch sollen die Pflanzen durch den Ecoslide XL die Nährstoffe näher an die Wurzel bekommen, so dass Nährstoffe schneller und effizienter aufgenommen werden. Als weiteren Vorteil nennt Veenhuis, dass nahezu keine Verschmutzung der Kulturpflanzen auftritt, weil die Flüssigkeit direkt in den Boden abgelegt wird. Die einzeln gefederten, gehärteten Schleppschuhe sollen eine optimale Bodenanpassung und lange Standzeiten ermöglichen und zwei Vogelsang Exacut-Schneidverteiler eine gleichmäßige Verteilung über die gesamte Arbeitsbreite gewährleisten. Einzigartig am Ecoslide XL: Die einzelnen Schleppschuhe sind verschiebbar, so dass man auch in wachsenden Reihenkulturen arbeiten und auch hier von der effizienteren Nährstoffausnutzung profitieren kann.
Als echte Innovation bezeichnet Veehuis die Möglichkeit mit dem Euroject-Combi Reiheninjektor z.B. die Unterfußdüngung im Mais mit Gülle getrennt von der Maisaussaat vorzunehmen. In einem ersten Arbeitsgang wird die Gülle in Bändern unterhalb und links und rechts neben der späteren Maisreihe abgelegt. Das geschieht mit einem entsprechend exakt arbeitendem GPS-Lenksystem. Während der Unterfußdüngung wird eine entsprechende Karte erstellt, anhand derer dann die spätere Aussaat erfolgt. Entsprechende Tests in der letzten Saison verliefen laut Veenhuis sehr positiv: Dadurch, dass die Nährstoffe in Wurzelnähe abgelegt wurden, konnte eine bessere Entwicklung der Maisbestände als in den herkömmlich behandelten Vergleichsparzellen (mit mineralischer Unterfußdüngung) beobachtet werden. Einzigartig ist laut Hersteller die Vielseitigkeit des Euroject-Combi: Durch den großen Scheibendurchmesser (450 mm) ist eine Unterfußdüngung möglich. In der Zeit davor und danach kann der Euroject-Combi auf Grünland und in wachsenden Getreidebeständen eingesetzt werden. Alle 75 cm läuft ein einzelnes, parallelogrammgeführtes Doppelscheiben-Element. Der Scheibenabstand beträgt 190 mm, so dass jeweils 95 mm links und rechts der späteren Maisreihe ein Gülleband injiziert wird. Für Engsaat auf 37,5 cm Reihenabstand können jeweils zusätzliche Scheibeninjektoren eingebaut werden. Für den Einsatz in Getreidebeständen und auf Grünland entspricht hier der Abstand der Scheiben mit 190 mm dem bekannten Euroject 3000. Der Injektor ist mit 3-teiligen selbstschärfenden Scheiben (Ø 450 X 34mm) ausgerüstet. Die Maschine ist lieferbar als 8- und als 10-reihige Ausführung (bei 75 cm Reihenabstand). Die Arbeitsbreiten als Grassland-Injektor sind dann dementsprechend 5,63 m und 7.13 m.