Zentraler Bestandteil des neuen Rauch SpotSpreading Dosiersystems ist ein Sensorsystem basierend auf Ultraschallsensoren, die beidseitig an der Maschine befestigt sind. Diese Sensoren tasten das Gelände bis zu 8 m seitlich ab. Wird ein Baum erkannt, berechnet die ISOBUS-Steuerung den optimalen Zeitpunkt zur Öffnung und Schließung der Dosierschieber, um ein Applizieren des Düngers direkt im Wurzelbereich des Baumes zu ermöglichen – dort, wo er von den Pflanzen effektiv aufgenommen werden kann. Um eine exakte Steuerung der Dosierschieber zu erreichen, berücksichtigt das System neben der Position des Baumes auch Fahrgeschwindigkeit, Sensordistanz und Wurfscheibenposition. Zudem gestattet das eigens für SpotSpreading entwickelte Steuerprogramm die Festlegung eines exakten Düngerradius um den Stamm, so dass die Wurzelstruktur der jeweiligen Baumart für eine optimale Düngung berücksichtigt werden kann. Insgesamt ermöglicht SpotSpreading so eine dynamische, baumindividuelle Ausbringung – vollkommen automatisiert und hochgradig effizient.
Rauch rechnet vor, dass sich unter typischen Einsatzbedingungen – etwa 6 m Baumabstand und 5 km/h Fahrgeschwindigkeit – bis zu 44 % Düngemittel einsparen lassen. Über alle Anwendungsfälle hinweg soll sich eine durchschnittliche Reduktion von 23 % ergeben. Dadurch werden nicht nur die Betriebskosten verringert, denn auch die Umwelt profitiert deutlich durch Reduzierung von Düngemitteleinträgen und Emissionen. Bezogen auf 1,3 Mio. Hektar europäischer Obstplantagen können laut Rauch bei gleichbleibendem Ertrag jährlich 43.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Autor: Klaus Esterer
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