Die Schilf-Glasflügelzikade fungiert als Vektor von „Syndrome Basses Richesses“ (SBR) sowie „Stolbur“ in Zuckerrüben und Kartoffeln, weitere insbesondere Gemüsekulturen sind betroffen. Beide Krankheiten sind nach erfolgter Infektion, nach aktuellem Forschungsstand, nicht kurativ bekämpfbar. Der Flugzeitpunkt des Vektors ist daher maßgeblicher Indikator des Infektionsrisikos.
Mithilfe des neuen Fallenkörpers, der StickyTrap, können Klebetafeln zum Fang der Schilf-Glasflügelzikade genutzt werden. Das Kameramodul der MagicTrap 2 erfasst nun zweimal täglich die Klebetafel und schickt diese auf das Smartphone des Nutzers. So ist gewährleistet, dass dieser täglich den aktuellen Überblick über das Zuflug-Geschehen hat.
Je nach Region werden die Fallen ab Anfang Mai in den Beständen positioniert und in regelmäßigen Intervallen die Klebetafeln getauscht. Die Anzahl gefangener Individuen dient als Maß für die Flugaktivität der Schilf-Glasflügelzikade und zeigt somit das Zeitfenster, in dem eine Infektion der Bestände durch die Erreger wahrscheinlich ist.
Das Monitoring liefert dadurch eine objektive Entscheidungsgrundlage für das Risikomanagement: Maßnahmen richten sich nicht nach dem Auftreten von Symptomen, sondern nach nachgewiesener Vektoraktivität. Dadurch können Behandlungen auf Feldebene zielgerichtet und auf das notwendige Maß beschränkt werden.
„Mit der StickyTrap erweitert sich das Anwendungsspektrum der MagicTrap 2 erheblich, wobei der Fokus zunächst auf der den Zuckerrüben- und Kartoffelanbau bedrohenden Schilf-Glasflügelzikade liegt“, so Fabian Born, Produkt Manager MagicTrap.
Die neue StickyTrap Falle wird rechtzeitig vor der Monitoring-Saison 2026 über den bestehenden Webshop unter www.magicscout.app/magictrap zunächst in Deutschland und Österreich erhältlich sein. Voraussetzung für die Nutzung ist die kostenlose MagicScout App sowie eine gültige Jahreslizenz.