Schon bei seiner Premiere war der BiG M, so Krone, Gesprächsthema Nummer eins. Eine Arbeitsbreite von neun Metern und das Konzept eines selbstfahrenden Großflächenmähers waren Mitte der 1990er Jahre für viele Praktiker*Innen noch ungewohnt. Doch schnell zeigte sich, dass Krone mit dieser Idee genau den Nerv der Zeit getroffen hatte. Lohnunternehmen schätzten, so das Unternehmen, von Beginn an nicht nur die enorme Flächenleistung und die 40 km/h Straßenzulassung, sondern vor allem auch die überzeugende Futterqualität. Denn das gleichzeitige Mähen und intensive Aufbereiten ermöglicht, so Krone, eine schnelle und gleichmäßige Trocknung – ein entscheidender Faktor für hochwertiges Grundfutter.
Wie leistungsfähig der BiG M ist, zeigte sich laut Krone 1999 eindrucksvoll bei einem 24-Stunden-Dauertest: 315,1 ha gemähtes Grünland und ein bis heute nicht erreichter Einzelstundenrekord von 15,2 ha führten sogar zu einem Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde.
In den folgenden Jahren entwickelte Krone den BiG M konsequent weiter. Mit Modellen wie dem BiG M II, dem BiG M 500 sowie den BiG M 400, 420 und 450 wurde die Maschine kontinuierlich den steigenden Anforderungen angepasst. Effizienz, Bedienkomfort und Einsatzvielfalt rückten dabei laut Krone ebenso in den Fokus wie Zuverlässigkeit im harten Erntealltag. Charakteristische Merkmale blieben laut Hersteller über alle Generationen hinweg erhalten: eine ausgewogene Gewichtsverteilung, die Hinterradlenkung und eine sehr gute Sicht auf alle drei Mähwerke. Gerade auf kleineren, strukturierten oder hügeligen Grünlandflächen erwiesen sich diese Eigenschaften, so Krone, als klarer Vorteil gegenüber klassischen Traktorkombinationen. In der Praxis wird der BiG M daher häufig, so Krone weiter, als besonders verlässliche „ImmerdaMaschine“ beschrieben.
Mit dem BiG M 450 steht heute laut Krone eine enorm leistungsfähige Generation zur Verfügung. Dank 449 PS starkem Motor und stufenlosem hydraulischen Allradantrieb sind nach Herstellerangaben Flächenleistungen von bis zu 17 Hektar pro Stunde möglich. Die Maschine arbeitet mit einer Arbeitsbreite von 9,9 Metern; in der CR-Version, die vor allem für den US-Markt konzipiert ist, sind es sogar bis zu 11,2 Meter. Für die Aufbereitung des Ernteguts stehen unterschiedliche Systeme bereit: ein Zinkenaufbereiter für Halmgüter sowie ein Rollenaufbereiter für empfindliche Blattfrüchte wie Leguminosen. Beide Varianten sorgen für eine intensive, zugleich futterschonende Bearbeitung.
Weitere Effizienzgewinne bietet das optionale BiGSwathSystem. Dabei legen die beiden äußeren Mähwerke das Erntegut direkt auf das Schwad des Frontmähwerks ab. Mähen, Aufbereiten und Schwaden lassen sich so in einem Arbeitsgang erledigen – ein entscheidender Vorteil in kurzen Erntefenstern. Alternativ kann der BiG M auch mit Mulchern ausgerüstet werden, was zusätzliche Einsatzmöglichkeiten bietet und die Auslastung erhöht.
Auch die Automatisierung hat Krone nach eigenen Angaben konsequent vorangetrieben: Moderne GPSgestützte Lenksysteme, SectionControl und automatisch gesteuerte Mähwerksfunktionen entlasten die Bedienenden spürbar und sorgen für präzise Arbeitsabläufe. Vor allem auf unregelmäßig geschnittenen Flächen oder bei langen Einsätzen sollen diese Systeme zur Effizienz und zur gleichbleibend hohen Arbeitsqualität beitragen.
Nach 30 Jahren ist der BiG M laut Krone international fest etabliert. Neben Deutschland zählen nach Unternehmensangaben vor allem die USA, Irland und die Niederlande zu den wichtigsten Märkten, weitere Einsatzschwerpunkte finden sich in Europa, Japan und Israel. Bis heute ist der BiG M der einzige serienmäßig produzierte selbstfahrende Mähaufbereiter in dieser Leistungsklasse. Das Jubiläum steht damit, so Krone, nicht nur für die Geschichte einer erfolgreichen Maschine, sondern für einen technologischen Ansatz, der die Grünfutterernte weltweit neu definiert hat – und auch künftig weiterentwickelt wird.