In der Landwirtschaft werden leistungsfähige Maschinen, Geräte und Fahrzeuge eingesetzt, um Nahrungsmittel – orientiert an den Anforderungen eines modernen Verbraucherschutzes – rationell zu produzieren. Die Vermeidung bzw. Verminderung anthropogen verursachter Beeinträchtigungen der Bodenfunktionen gehört zu den Leitbildern nachhaltiger Landbewirtschaftung. Es liegt im Interesse des Landwirts und wird durch das Bodenschutzgesetz auch vom Gesetzgeber verlangt, dass Landbewirtschaftung Vorsorgepflichten erfüllt und gegebenenfalls Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zu berücksichtigen hat. Demnach sind Bodenschadverdichtungen durch Befahren vorzubeugen.
Die Richtlinie zeigt sowohl den Anwendern als auch den Herstellern von moderner Landtechnik Möglichkeiten auf, wie bei dem Einsatz der Technik durch acker- und pflanzenbauliche Vorsorgemöglichkeiten, durch den Einsatz angepasster Arbeitsverfahren bei der Bodennutzung sowie durch technische Möglichkeiten (z.B. niedriger Reifeninnendruck) zur Minderung der Spannungen im Boden und zur Vermeidung von Schadverdichtungen in Ackerkrume, Krumenbasis und Unterboden beigetragen werden kann.
Die Richtlinie VDI 6101 ersetzt die Ausgabe vom November 2007. Sie ist zum Preis von 130,20 € beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Weitere Informationen unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de.